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Test Talend MDM Edition 4.0

27. 07. 2010
3.5/5
Dr. Götz Güttich
Tom's Networking Guide

Test Talend MDM Edition 4.0

Zentrale Datenverwaltung auf Open-Source-Basis

Das Master Data Management gewinnt aus verschiedenen Gründen immer größere Bedeutung. Talend möchte den dazugehörigen Markt, der bisher kostspieligen Produkten für Großunternehmen vorbehalten war, mit einer Open-Source-Lösung aufrollen. IAIT hat sich für den Tom's Networking Guide angesehen, was die Software in der Praxis leistet und wie die tägliche Arbeit mit ihr abläuft.
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Master Data Management leicht gemacht

Der Begriff Master Data Management (MDM) bezeichnet das zentrale Verwalten sämtlicher geschäftskritischen Informationen, um eine unternehmensweite Datenkonsistenz sicherzustellen. In der Praxis sieht es oft so aus, dass die Daten in den Unternehmen redundant in unterschiedlichen Datenbanken beziehungsweise "Silos" vorhanden sind, was die Organisationen zu einem zeit- und kostenaufwendigen Abgleich zwingt und so intelligente Entscheidungsprozesse erschwert. Ein zentrales Datenmanagement macht den genannten Abgleich überflüssig, da die Pflege und die Verwaltung der Daten eben an zentraler Stelle stattfinden. Von dort aus verteilt das MDM-System sie dann an die angebundenen Lösungen. MDM hat in der letzten Zeit gewaltig an Bedeutung gewonnen, was mit dem Zwang zusammenhängt, zunehmend Verwaltungskosten zu sparen, behördliche Anforderungen an die Datenhaltung zu erfüllen und den Kundenservice zu verbessern.

In der Praxis sieht es so aus, dass das MDM-System alle kritischen Daten in einer Masterdatei zusammenfasst, die einen allgemeinen Überblick über den aktuellen Geschäftsverlauf beziehungsweise den Status des Unternehmens gibt. Zu den Masterdaten gehören unter anderem Kundeninformationen, Produktdetails, Referenzdaten, Assets, Niederlassungen, Mitarbeiterdaten und Organisations-Einheiten. Es handelt sich also nur um Daten, deren Bedeutung über einzelne Funktionsbereiche hinausgeht, so genannte Stammdaten. Die Aufgabe eines MDM-Systems besteht demzufolge darin, die Stammdaten an einer zentralen Stelle zusammenzuführen, ihre Verwaltung zu vereinfachen, den zuständigen Mitarbeitern einen Überblick über die darin enthaltenen Informationen zu vermitteln, Redundanzen zu entfernen und die vereinheitlichten Daten dann wieder den einzelnen Unternehmenszweigen zur Verfügung zu stellen. Die Lösung muss dazu in der Lage sein, Daten aus einer Vielzahl unterschiedlicher Quellen wie ERP-Systemen, SAP und ähnlichem zu importieren, eine einheitliche Verwaltungs-Oberfläche zum Datenmanagement besitzen und Änderungen am Datenbestand automatisch wieder in die Quellsysteme exportieren.

Anders als die meisten Master-Data-Management-Lösungen lässt sich Talend MDM an die bestehenden Strukturen anpassen. (Bild: Talend)

Der MDM-Markt wird zurzeit von umfangreichen, teilweise monolithischen Lösungen für Großunternehmen beherrscht und typische MDM-Projekte bringen Kosten im sechsstelligen Bereich mit sich. Die genannten Lösungen arbeiten oft mit vordefinierten Datendomänen und ?strukturen, so dass die Unternehmen ihre Prozesse an das Werkzeug anpassen müssen und nicht umgekehrt. Talend möchte dies mit seiner Open-Source-Lösung "Talend MDM" ändern. Die Lösung verwendet eine Integration auf Basis von Datenmodellen und ermöglicht so die Verwaltung beliebiger Datendomänen und lässt sich iterativ ? also in kleinen Schritten ? integrieren. Es ist in zwei verschiedenen Varianten erhältlich:

  • Zum einen der kostenlosen "Community Edition" die jeder ohne Einschränkungen nutzen kann,
  • zum anderen der "Enterprise Edition", für die eine jährliche Gebühr anfällt und die zusätzliche Funktionen sowie Dienstleitungen mitbringt.

Der Quellcode der Enterprise Edition steht für Kunden jederzeit zur Einsicht bereit. Die wichtigsten Unterschiede zwischen den beiden Versionen: Während die Community Edition die wesentlichen MDM-Funktionen an Bord hat, beherrscht die Enterprise Edition zusätzlich das Setzen von Zugriffsrechten für unterschiedliche Benutzer und die Definition des Workflows. In diesem Test haben wir die Enterprise Edition genau unter die Lupe genommen.

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