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Test Talend MDM Edition 4.0

Test Talend MDM Edition 4.0

Zentrale Datenverwaltung auf Open-Source-Basis

Die Web-Oberfläche

Standardmäßig umfasst die Web-Oberfläche eine Menüzeile auf der linken Seite, über die die Benutzer Einträge durchsuchen oder hinzufügen können. Dazu kommen (falls der Login-User entsprechende Rechte hat) noch Befehle zur Benutzerverwaltung, zum Eingeben der Lizenz, zum Reporting, zur Grouping Hierarchy und ähnlichem. Die Grouping Hierarchy bietet den Anwendern einen alternativen, schematischen Blick auf einen Eintrag, beispielsweise auf Basis von Attributen und Beziehungen. Generell gilt, dass sich das Webinterface genau an die Anforderungen des jeweiligen Projekts anpassen lässt und dass die Benutzer immer nur Zugriff auf die Objekte erhalten, die sie für ihre Arbeit brauchen. Im Test gaben wir die Seriennummern unserer Systeme ein, durchsuchten sie und ließen sie uns in der Grouping Hierarchy anzeigen, dabei ergaben sich keine Probleme. Die Inbetriebnahme des Systems gestaltete sich demzufolge ? wenn man die Komplexität der Thematik berücksichtigt ? sehr einfach.

Datenimport

Richtig interessant wird MDM erst dann, wenn der Arbeit "richtige" Unternehmensdaten zu Grunde liegen. Um die Leistungsfähigkeit der Talend MDM-Lösung zu demonstrieren, stellte uns der Hersteller diverse Daten eines virtuellen Versicherungsunternehmens aus den USA zur Verfügung, das bei Talend als Demoprojekt für Produktpräsentationen zum Einsatz kommt. Mit Hilfe dieser Daten prüften wir den Datenimport, den Datenexport, die Arbeit mit Workflows, die verschiedenen Benutzerberechtigungen und weitere Funktionen des MDM-Systems.

Konkret umfasst das Demoprojekt die Daten eines Versicherungs-Unternehmens mit mehr als 300 Mitarbeitern, die in über 40 unterschiedlichen Versicherungsagenturen tätig sind. Sämtliche Stammdaten, also die Namen der Mitarbeiter sowie der Niederlassungen und vergleichbares, lagen uns als CSV-Dateien vor, die in der Praxis aus einem beliebigen externen Managementsystem kommen könnten. Dazu kamen noch diverse andere Files, die die Datenverwaltungsregeln, den Workflow (der Alerts verschickt, Eskalationen verwaltet, etc.) und ähnliches umfassten. Möchte ein Unternehmen ein eigenes MDM-Projekt erstellen, so muss es seine Regeln, Objekte und Workflows zuerst mit Hilfe des MDM Studios erstellen, in etwa so, wie wir es im ersten Teil des Tests mit dem Datenmodell für die Seriennummern unserer Computer vorgezeichnet haben. Danach ist es dann möglich, die Nutzdaten, die aus CSV-Dateien oder anderen Quellen (auf die Importfunktionen gehen wir gleich noch genauer ein) kommen können, einzuspielen und mit dem System zu arbeiten. Bei unserem Demo-Projekt war es etwas einfacher, da Talend sämtliche erforderlichen Regeln, Objekte und so weiter bereits erstellt hatte und uns die entsprechenden Daten in Form von ZIP-Files zur Verfügung stellte, die aus dem MDM exportiert worden waren. Wir mussten also nur die Rahmenbedingungen einrichten und nach dem Einspielen der Regeln, Prozesse und Workflows die Daten aus den CSV-Dateien hinzufügen. Trotzdem ist der bei uns durchgeführte Prozess ebenso für den normalen Arbeitseinsatz von Interesse, da er zeigt, wie sich ein MDM-Projekt von einem Server auf einen anderen migrieren lässt.

Über das Web-Interface erhalten die Anwender Zugriff auf die verwalteten Daten. (©Smartmedia PresSservice)

An dieser Stelle kurz zu den Importfunktionen. Talend MDM bietet Importfilter für Alfresco, Centric-CRM, Healthcare-Systeme, Microsoft AX, Microsoft CRM, Open Bravo, SAP, Salesforce, Suger CRM und Vtiger CRM. Zu den unterstützten Datenbanken gehören Oracle, Microsoft Access, Microsoft SQL, IBM DB2, MySQL, PostgreSQL und Teradata. Dazu kommen noch Dateien, Web Services und ähnliches. Es sollte also für praktisch jede Umgebung ein passender Filter bereit stehen.

Um unsere Versicherungsdaten nutzbar zu machen importierten wir jetzt das Demo-Projekt über den Befehl "Datei / Importieren / Aus Archivdatei" des Management Studios. Danach wechselten wir von der MDM-Sicht mit dem Server auf die "Design Workspace"-Sicht des Studios (diese kommt für Datenintegrationsaufgaben zum Einsatz) und trugen dort unter "Fenster / Benutzervorgaben / Talend / Import/Export / Talend MDM Server" die Serveradresse "Localhost 8080" ein. Danach importieren wir die ZIP-Datei mit den Jobs (ebenfalls über "Import aus Archivdatei). Daraufhin standen uns unter anderem die Demo-Benutzer des Versicherungsunternehmens zur Verfügung. Dabei handelte es sich zum einen um den Regional Manager "Frank", der nur Zugriff auf die für ihn relevanten Funktionen und Mitarbeiter im mittleren Westen der USA hat und um die Versicherungschefin "Jennifer", die über Administratorrechte auf alle Unternehmensdaten verfügt.

Im nächsten Schritt meldeten wir uns als Jennifer beim Webinterface an und gaben unter "Crossreferencing" in der Tabelle "Context" das Arbeitsverzeichnis für unser Projekt an. Anschließend kopierten wir unsere CSV-Dateien mit den Nutz- und Workflowdaten in dieses Verzeichnis hinein.

Jetzt wechselten wir wieder ins MDM Studio. Darin fanden sich nach dem Import des Projekts in der Sicht "Design Workspace" unter "Job Design" diverse Prozesse zum Initialisieren des Projekts und zum Anzeigen einer Readme-Datei. Die Tasks lassen sich über Icons zusammenstellen, die einzelne Aufgaben innerhalb des Jobs übernehmen, beispielsweise "Create Users", "Load Agents", "Sanity Check" oder ähnliches. Es ist also relativ einfach, selbst Jobs zu "programmieren", wir gehen später noch genauer darauf ein.

Nun ist es zum Einrichten der Versicherungsdaten noch erforderlich, die drei Prozesse unter "Job Design / Dstar / Inbound" (Das virtuelle Versicherungsunternehmen heißt "Dstar") ablaufen zu lassen und den Befehl "Deploy on Talend MDM" aufzurufen. Das generiert die Jboss-Webservices.

Zum Schluss importierten wir noch den Workflow aus der mitgelieferten BAR-Datei. Dazu verwendeten wir den Import-Befehl aus dem Kontextmenü des Workflow-Eintrags unterhalb des MDM-Servers. Als Workflow-Engine kommt bei der Enterprise Edition von Talend MDM "Bonita" zum Einsatz. Der Hersteller hat dieses Tool nahtlos in das System integriert. Der Importvorgang wurde danach durch den Befehl "Export to MDM Server" im Hauptmenü abgeschlossen. Jetzt war das Projekt eingebunden und die Versicherungsdaten standen zu unserer Verfügung.

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