tom's networking guide
 
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20. 05. 2010
4.5/5
Arno Kral, Taras Sajuk, Nina Eichinger
Tom's Networking Guide

Test Telekom Speedport Powerline 100

Entertainer ganz in Weiß ...

Erleben, was verbindet: Die Telekom überzeugen konnte LEA bereits 2009 mit dem HPAV-Adapter Netsocket200+ Schuko. Mittlerweile mit modernerem PLC-Chipsatz versehen, stehen diese PLC-Adapter nun im Telekom-Shop zum Verkauf. Unser Triple-Play-Test zeigt, wie sich die Telekom-Powerline-Adapter in Daten-, Streaming-, Telefon- und Umwelt-Qualität bewähren.
Telekom Speedport Powerline 100
.

Powerline designed in France aus deutscher Hand

Schon lange arbeitet die Telekom daran, ihr Angebot um Internet-TV zu erweitern um Kunden, die sie an andere Mobilfunk- und DSL-Provider verloren hat, mit Mehrwert-Diensten zurück zu erobern. Endverbrauchern bietet sie mit T-Home Entertain ein überaus interessantes Angebot, das jedoch nicht nur einen schnellen Internet-Zugang wie "Comfort VDSL 25" erfordert, sondern desweiteren ein zuverlässiges Heimvernetzungssystem. Nachdem sich die Verbindung zwischen DSL-Router und IP-Fernseher via WLAN aber als nicht zuverlässig genug erwiesen hat, setzt die Telekom verstärkt auf Powerline Communications. Zu Recht, denn "in sieben von neun Fällen ist Powerline in unseren Tests besser", hat Taras Sajuk, Laborleiter beim Tom's Networking Guide in Dutzenden Messungen an WLAN- und PLC-Komponenten ermittelt.

Der Homeplug-AV-Powerline-Adapter Speedport Powerline 100 der Telekom ist mit Durchsteckdose, Kindersicherung, Störfilter und Überlastschutz ausgestattet. (Bild: Telekom Deutschland GmbH)

So ist es nur folgerichtig, dass die Telekom Deutschland GmbH Mitte Mai 2010 als jüngstes Heimvernetzungsprodukt unter der Marke T-Home neue Powerline-Adapter in ihren Online-Shop aufgenommen hat. Speedport Powerline 100 heißen diese Homeplug-AV-kompatiblen Geräte, die im T-Shop einzeln oder im Duo angeboten werden. Dabei handelt es sich um OEM-Produkte des französischen DSL-Spezialisten LEA, der mit dem Modell "Netsocket200+" im Vorjahr einen überaus performanten und robusten Powerline-Adapter mit Durchsteckdose auf den Markt gebracht hatte ? später zwar als der Mitbewerb, aber dafür ohne jegliche Kinderkrankheiten. Dass LEA, Weltmarktführer bei DSL-Splittern, gute Filter bauen kann, hatte sich in den Triple-Play-Mess-Ergebnissen des Nachfolge-Modells der Netsocket 200+ Schuko bestätigt, der im Tom's Networking Guide unter dem Titel "Powerline vom DSL-Spezialisten" erschienen ist. Von Belkins ebenfalls bereits getesteten Dualband-PLC-Adaptern "Gigabit Powerline HD" abgesehen, die in einer eigenen Liga spielen, gibt es derzeit kaum bessere Geräte auf Basis des Powerline-Chipsatzes INT6400/INT1400 von Intellon (jetzt Atheros).

Die Speedports hat die Deutsche Telekom zudem mit einer speziellen Firmware zur Optimierung ihres T-Home-Entertain-Angebot versehen lassen. Äußerlich unterscheiden sie sich von den Netsocket200+ Schuko dagegen nur in wenigen Details, etwa in der Farbwahl des Gehäuses ? hier ist die Unterschale genauso weiß wie die Oberseite. Ansonsten wird der Telekom-PLC-Adapter ebenfalls über einen Schuko-Stecker mit Strom versorgt und kommuniziert auf dem gleichen Weg seine Powerline-Daten. Auf der Vorderseite stellt er eine Schutzkontakt-Steckdose bereit, die elektrische Verbraucher mit bis zu 16 Ampere (3680 Watt) speisen kann. Ein spezieller Doppel-Filter von LEA entkoppelt die Durchsteckdose von der Stromleitung.

Das Typenschild der Speedport Powerline 100 nennt zwar die Deutsche Telekom, die Vendor-ID in der MAC-Adresse weist jedoch LEA als Hersteller aus. (@Smartmedia PresSservice)

Leserkommentar

Petra De, Tue, 8. Feb. 2011 - 07:38:
Wir benutzen die Powerline Adaptar auch, Entertainment Comfort VDSL 25ooo . Nur die letzten drei Tage haben wir riesen Probleme, Bild bleibt stehen. Der Adaptar zeigt nur noch rot an also die schwächste Leistung . Habe gestern einen ganzen Tag versucht über die Telekom den Fehler zu beheben, 5 Leute 5 Meinungen . Heute früh ging Internet nicht , bin mal gespannt ob die Telekom das beheben kann.
Rainer Dieter, Sat, 25. Dec. 2010 - 22:24:
Den Artikel finde ich, wie viele andere, auch sehr gut. Ich habe mir daraufhin die Telekom Powerline 100 Duo besorgt und an meinen Speedport 722 angeschlossen. Mit IPTV in HDTV-Qualität klappt das sehr gut.
Als ich aber meinen Computer über Powerline am LAN-Eingang anschloss, kam immer die Fehlermeldung "Kann keine IP-Adresse beziehen" (Betriebssystem Windows 7). Steckte ich dann wieder ein normales LAN-Kabel ein, funktionierte alles wieder.
Kann mir bitte jemand sagen, wo da der Fehler sein könnte?
Red.: Das Läßt sich aus der Ferne nicht so leicht diagnostizieren. Soweit die Datenübertragung Router-HDTV-Player klappt, ist eine gute Verbindung vorhanden. Möglicherweise ist kein DHCP-Server im LAN aktiviert. (Saj)
Christian , Wed, 6. Oct. 2010 - 13:18:
Hallo,
der beste Artikel zu dem Gerät, den ich finden konnte. Klasse!
Aber eine Frage:
Ich teste zur Zeit das Gerät mit DSL 3000, um zu schauen, ob ein Phasenkoppler notwendig ist (2 Etagen). Das Gerät funktioniert, allerdings mit oranger Lampe. Die Geschwindigkeit ist aber durchaus gut (ca. 80% der Bandbreite direkt am Router).
Nun möchte ich VDSL (für IPTV) beauftragen. Ist hier mit damit zurechnen, dass sich die Übertragungsgeschwindigkeit überproportional verschlechtert? Oder bleiben diese "80%" zur optimalen Geschwindigkeit in der Regel bei zunehmeder Bandbreite bestehen. Ich möchte nicht auf's falsche Pferd setzen.
Für ein (natürlich unverbindliches) Statement wäre ich sehr dankbar.
Red.: Zu jeder Übertragungsstrecke haben die PLC-Adapter eine maximale Bandbreite. Diese ändert sich nicht, wenn die Übertragungsgeschwindigkeit der Daten geändert wird.
Liegt die nutzbare Bandbreite unter 25 MBit/s, vorauf die orange Farbe der LED hinweist, könnte die VDSL-Übertragung an der PLC-Übertragungsstercke gedrosselt werden.
Klaus Kraft, Mon, 13. Sep. 2010 - 13:06:
Sehr guter Artikel mit viel Hintergrundwissen. Eine Frage habe ich entweder übersehen oder sie ist nicht beantwortet worden. Was ist wenn ich zwei Receiver betreiben möchte und dies mit "nur" drei Steckern. Also einen am Router, der Rest an den Receivern. Kann ich dann mit beiden Receivern auf die Festplatte zugreifen?? Normalerweise haben ja dann beide die selbe IP Adresse!!
_________________________________________________

Red.: Die Adapter sind f�r IP-Pakete "durchsichtig". Soweit Sie Ihre Konfiguration mit herk�mmlichen Ethernet-Kabeln betreiben k�nnen, wir diese auch mit den PLC-Adaptern funktionieren.
Andreas , Fri, 13. Aug. 2010 - 19:48:
Ich habe ebenfalls den Speedport Powerline 100 intalliert. Leider mit schlechtem Ergebnis. Mal läuft es, aber meist gibt es Verpixelungen. Und das innerhalb eines Einfamilienhauses. Dafür sind 100 EUR einfach zuviel. Die Versprechungen haben sich überhaupt nicht erfüllt, slbst bei einer Änderung der Stromkreise durch ein Fachfirma bleibt das schlechte Ergebnis.
Für eine substanzielle Antwort fehlt es an Informationen:
1. Woher kommt der Inhalt, der verpixelt dargestellt wird (Internet-Dienst, lokaler Datenspeicher)?
2. Worauf wird er dargestellt (Wiedergabegerät)?
3. Um welche Inhalte handelt es sich (HDTV, SDTV)?
4. Haben Sie denn zu klären versucht, ob die Verpixelungen auf die Datenübertragung via Powerline zurück zu führen sind oder ob sie auch auftreten, wenn Sie Datenquelle und Wiedergabegerät probeweise direkt mit einem Ethernet-Kabel miteinander verbinden?

Redaktion Tom's Networking
Fifi , Tue, 6. Jul. 2010 - 09:37:
Wäre toll, wenn es noch eine Erweiterung mit einem wireless Adapter gäbe, den man in verschieden Räumen einsetzen kann. Mein Devolo verträgt sich nicht so gut mit Telekom!!! Oder weiß jemand Abhilfe
Schorsch , Mon, 5. Jul. 2010 - 21:57:
Vielen Dank. Sehr sehr guter Artikel. So sollten Test's zu Powerline sein.

Leider sind die Dinger so gut, dass die Adapter schon seit Wochen ausverkauft sind. Bald sollen aber neue kommen, so versicherte mir die Telekom. Na dann bin ich ja gespannt und freue mich auf die Erweiterung meines Heimnetzes.

MFG

Schorsch
Heiko Jütte, Mon, 7. Jun. 2010 - 14:10:
Nach Ihrem Test war ich so begeistert, dass ich mir das Telekom Gerät sofort bestellt habe. Bislang nutzte ich Devolo 200 AVeasy mit hinreichend gutem Ergebnis für t-home entertain. Aber Ihr Test weckte Begehrlichkeit nach besseren Ergebnissen. Nach dem ersten Praxistest mit dem Telekom-Gerät war ich kuriert: Vepixelungen und Bildstillstände. Reumütig habe ich meine Devolo Adapter wieder installiert.
Red.: Das ist in der Tat sehr überraschend - unsere Messungen nach gibt es beim Telekom-Produkt keine Schwäche gegenüber dem Devolo 200 AV+, dem Nachfolger des von Ihnen verwendeten Devolo-Gerätes.
Außer der einfachen aber nicht wahrscheinlichen Erklärung "Hardware-Defekt" könten sie ein Opfer der immer weitergehenden Optimierung der Firmware bei den INT6400-Geräten geworden sein: Die Firmware versucht durch immer neue zusätzliche Tricks mehr Bandbreite herauszukitzeln. Bei bestimmten Störmustern nuten die Tricks aber nicht, sonder haben eine Verschlechterung der Übertragungsleistung zur Folge. Ist ein solches Störmuster verbreitet, kommt mit der neuen Firmware auch ein Verbesserung.
Andy , Fri, 28. May. 2010 - 12:23:
Ein absolut genialer Artikel. Fantastische Beschreibung.

Weiter so!!!

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