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Test Arkeia Network Backup 9

Datensicherung für heterogene Netze

Das Einbinden der Clients

Die Client-Systeme lassen sich durch eine manuelle Installation der Agentensoftware auf den betroffenen Rechnern in die Backupumgebung integrieren. Im Test installierten wir den Agenten auf den bereits genannten Rechnern unter Unix und Windows. Unter Windows reicht es dazu, die Installationsdatei zu entpacken, das Setup zu starten und Parameter wie die IP-Adresse oder den Hostnamen des Arkeia-Servers anzugeben. Dazu kommen dann der Name, unter dem der Client auf dem Server geführt werden soll und die Verbindungsmethode (mit Hilfe der IP-Adresse oder des Hostnamens). Danach läuft die Installation durch und der Client erscheint im Netzwerk-Navigator des Network-Backup-Konfigurations-Interfaces und lässt sich zusätzlich gleich sichern. Unter Unix entpackten wir die Installationsdatei ebenfalls und gaben auf der Kommandozeile vergleichbare Parameter an wie bei der Windows Software, woraufhin die betroffenen Systeme genau wie die Windows-Computer in unserer Backupumgebung erschienen und sofort nutzbar waren.

Testergebnisse

Für unseren Test führten wir erst einmal eine Datensicherung eines Windows Clients auf eines unserer AIT-Bandlaufwerke aus und stellten die Daten danach an einem anderen Ort wieder her. Dabei kam es zu keinen Problemen.

Der "Network Navigator" zeigt die im Netz vorhandenen Systeme mit ihren Ressourcen. (©Smartmedia PresSservice)

Im nächsten Schritt nahmen wir der Deduplizierung unter die Lupe. Dazu erstellten wir verschiedene Backup-Sets mit Nutzerdaten, Betriebssystemdaten und Mediendaten und sicherten diese jeweils in einen Festplattenspeicher mit und einen Festplattenspeicher ohne Deduplizierung. Da wir die Deduplizierung auf dem Server durchführten, konnten wir gleich noch die Last, die der Deduplizierungs-Vorgang erzeugt, im Auge behalten. Dabei kamen wir zu folgenden Ergebnissen: Die CPU-Last eines Deduplizierungs-Jobs ist auf einem 2,4-GHz-Quad-Core-Prozessor etwa drei Mal so hoch, wie die eines Backup Tasks ohne Deduplizierung. Der Hersteller hat also völlig Recht, wenn er eine leistungsstarke Maschine als Backup-Server empfiehlt. Was die Datenersparnis betrifft, so reduzierte die Deduplizierung das Volumen der Nutzerdaten (die sich selbst nicht ähnlich waren) im ersten Durchlauf um mehr als 26 Prozent. Bei den Mediendaten (die nicht ähnlich, aber doch schon hoch komprimiert waren), lag die Reduktion bei null Prozent. Hier wurde der Datenbestand sogar größer, wohl weil das System zusätzliche Informationen in das Backup-Set integrierte. Bei den Betriebssystemdaten schließlich (die auf den einzelnen gesicherten Testrechnern größtenteils identisch waren) betrug die Reduktion im ersten Durchlauf mehr als 54 Prozent.

Nachdem diese Testphase abgeschlossen war, führten wir mit den gleichen Daten noch einen zweiten und dritten Backup-Lauf durch. Dabei kamen wir zu folgenden Ergebnissen: Bei den Nutzerdaten reduzierte Arkeia Network Backup das Volumen im zweiten Durchlauf um mehr als 93 Prozent, im dritten Durchlauf waren es sogar mehr als 94 Prozent. Diese Ergebnisse sind durchaus beeindruckend, man muss aber im Hinterkopf behalten, dass es sich dabei um ideale Laborwerte handelt, da die Quelldaten nach den jeweiligen Backups nicht modifiziert wurden. Der Vollständigkeit halber noch die übrigen Ergebnisse: Bei den Betriebssystem-Daten betrug die Reduktion des Datenvolumens im zweiten Backup Lauf 85 Prozent und im dritten 90 Prozent, während bei den Mediendaten im zweiten und dritten Lauf eine Reduktion von 98 Prozent herauskam. Bei diesen Daten veränderte sich allerdings zwischen den Sicherungen kein einziges Bit.

Bildet man einen Querschnitt über diese Ergebnisse, so liegen die Angaben des Herstellers, der eine Datenreduktion von 40 Prozent in Aussicht stellt, in optimalen Umgebungen durchaus im Bereich des Möglichen.

Leserkommentar

Tangie Tangie, Mon, 12. Sep. 2011 - 19:42:
Alakazaam-information found, prolebm solved, thanks!

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