tom's networking guide
 
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28. 04. 2011
4.5/5
Dr. Götz Güttich
Tom's Networking Guide

Test Datacore SANsymphony V R8

Speicher-Virtualisierung für anspruchsvolle Umgebungen

Mit SANsymphony-V bietet Datacore eine leistungsfähige Software-Plattform zum Bereitstellen, Teilen, Migrieren, Replizieren, Erweitern, Konfigurieren und Upgraden von Speicher ohne Verzögerungen und Downtime. IAIT hat sich angesehen, was die aktuelle Version der Lösung in der Praxis leistet.
Datacore SANsymphony V R8
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Speicher für jeden auf Wunsch

Bei SANsymphony-V R8 handelt es sich um ein Speicher-Virtualisierungs-Produkt, das dazu in der Lage ist, schnell und einfach beliebigen Hosts im Unternehmen virtuellen Speicher zur Verfügung zu stellen. Die Lösung arbeitet mit Fibre-Channel- und iSCSI-Verbindungen und kann praktisch jede Art von Storage verwalten und virtualisieren. Darüber hinaus lassen sich mit SANsymphony-V Speichersysteme spiegeln und über weite Strecken replizieren, Snapshots erstellen sowie eine Continuous Data Protection realisieren. Das Thin-Provisioning stellt ebenfalls kein Problem dar. Generell lässt sich sagen, dass SANsymphony-V als eine Art "Speicher-Hypervisor" arbeitet und im Storage-Bereich die gleiche Aufgabe erfüllt, wie Produkte wie VMware vSphere oder Microsoft Hyper-V bei der Virtualisierung von Server-Hardware.

Datacore hat SANsymphony-V in der aktuellen Version 8 mit einem neuen Konfigurations-Interface ausgestattet, das Administratoren in die Lage versetzen soll, sämtliche Aufgaben des Storage-Managements schnell und einfach durchzuführen. In diesem Test werden wir die Software in unserem Testlabor installieren, über das Produkt Speicher auf iSCSI-Basis im Netz bereitstellen, eine Mirror-Konfiguration des Storage Servers einrichten, die Continuous Data Protection aktivieren und einen dritten Speicher-Server bereitstellen, auf den wir die Storage-Daten unserer Mirror-Server-Group replizieren. Darüber hinaus werden wir den Replikationsweg noch umdrehen, so dass die Virtualisierungs-Lösung die Daten von unserem dritten Server in die Mirror-Group einspielt. Zum Schluss gehen wir noch im Detail auf das neue Management-Werkzeug von SANsymphony-V und den Funktionsumfang des Produkts ein.

Datacore gibt Administratoren mit SANsymphony-V eine Art "Speicher-Hypervisor" an die Hand, der das Verwalten virtueller Speicher vereinfachen soll. (Bild: Datacore)

Testumgebung

Was die Hardware-Anforderungen angeht, so verlangt SANsymphony-V einen Rechner mit zwei oder mehr CPU-Cores mit mindestens 2,0 GHz Taktfrequenz, vier GByte RAM, 20 GByte freiem Festplattenplatz und einen Netzwerk-Port für Kommunikation und Management. Dazu kommen noch zwei oder mehr weitere Netzwerkanschlüsse für iSCSI oder (beziehungsweise und) zwei oder mehr Host-Bus-Adapter für Fibre-Channel. Als Betriebssystem sollte Windows Server 2008 R2 mit dem Dotnet-Framework 3.5.1 Verwendung finden. Der Speicherserver lässt sich sowohl als physikalische Maschine als auch als virtuelles System betreiben.

Für unseren Test haben wir drei Windows-Server-2008-R2-Systeme aufgesetzt, die jeweils zwei CPU-Cores, vier GByte RAM und 60 GByte Festplattenplatz hatten. Zwei der Systeme wurden mit drei Netzwerkkarten ausgestattet, und zwar für das Management, die Mirror-Verbindung und die Anbindung der Hosts via iSCSI. Der dritte Rechner ? der als Replikationsziel diente ? arbeitete nur mit zwei Netzwerk-Anschlüssen, da er keinen Mirror-Port benötigte. Als Speichermedien für den von SANsymphony-V verwalteten Storage-Pool kamen Festplatten zum Einsatz, die in den Servern vorhanden waren, es ist bei Bedarf aber ebenfalls problemlos möglich, externe Speichersysteme einzusetzen. Konkret liefen in den Servern jeweils drei HDDs: Auf der ersten befanden sich das Betriebssystem und die Software, die zweite wurde in den Storage-Pool integriert und die dritte arbeitete als Buffer für die Replikation.

Was die Netzwerkkonfiguration anging, arbeiteten bei uns die Management- und iSCSI-Interfaces im gleichen Subnetz, da wir den virtuellen Speicher von allen Rechnern im LAN aus erreichen wollten, in Produktivumgebungen dürfte es sinnvoller sein, separate Speichernetze aufzusetzen. Die Mirror-Verbindung realisierten wir für den Test als separates Netzwerk, das nur zwischen den beiden beteiligten Servern existierte.

Vor der Installation von SANsymphony-V ist es in iSCSI-Umgebungen wichtig, auf den Speicher-Servern den Microsoft-Hotfix zu installieren, der sich unter http://support.microsoft.com/kb/979711/en-us findet, da es ohne diesen in seltenen Fällen zu Bluescreens kommen kann. Als Host, der auf den von SANsymphony-V bereitgestellten Speicherzugriff, verwendeten wir im Test übrigens einen Rechner, der unter Windows Server 2008 lief.

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