tom's networking guide
 
Anzeige

Test Datacore SANsymphony V R8

Speicher-Virtualisierung für anspruchsvolle Umgebungen

Der Leistungsumfang des Konfigurationsinterfaces

Gehen wir nun noch etwas genauer auf den übrigen Leistungsumfang von SANsymphony-V und insbesondere auf das neue Konfigurations-Interface ein. Wie bereits angesprochen, setzt das Management-Tool mit dem Ribbon und den Tree-Darstellungen auf der linken Seite auf ein ähnliches Bildschirmlayout wie Microsoft Outlook 2010, während die Idee der Getting-Started-Page an die Seite "Aufgaben der Erstkonfiguration" der aktuellen Windows-Server-Versionen erinnert. Die im Ribbon oder der Menüleiste angezeigten Befehle hängen immer vom Kontext ab, in dem sich der Administrator gerade befindet. So unterscheidet sich die Befehlsauswahl bei der Konfiguration virtueller Festplatten von der zur Konfiguration der Hosts und der zum Verwalten der Server. Auf diese Art und Weise sieht der Anwender immer nur die Managementoptionen, die für seine jeweilige Aufgabe relevant sind, er muss sich also bei der Suche nach den richtigen Konfigurations-Punkten nicht durch endlose Menüs kämpfen und jeder Teilbereich des Management-Tools bleibt stets übersichtlich. Im Test gelangten wir zu dem Eindruck, dass das Management-Werkzeug logisch und übersichtlich aufgebaut wurde und keinen Administratoren mit Erfahrung beim Verwalten von Speichernetzen vor unüberwindliche Schwierigkeiten stellen wird. Ebenfalls positiv fiel uns auf, dass die Daten, die das Management-Tool anzeigt, in Echtzeit erscheinen. Das gilt nicht nur für die Größe des Replikations-Buffers und die Festplatten-Auslastung, sondern für alle von diesem Werkzeug präsentierten Informationen. Auf diese Weise bleiben die zuständigen Mitarbeiter stets über den Zustand ihres Speichernetzes genau im Bilde.

Was nun den Leistungsumfang des Werkzeugs angeht, so finden sich auf der linken Seite des Fensters zwei Baumstrukturen, die die Speicherserver und die definierten Hosts umfassen. Unterhalb der einzelnen Knoten ist dann ein Zugriff auf die zu dem jeweiligen Knoten gehörenden Komponenten möglich. So finden sich innerhalb der Server Groups die dazugehörigen Server, unterhalb der Server die dort definierten Disk-Pools, unterhalb der Hosts die verbundenen virtuellen Laufwerke und so weiter. Es ist also nicht schwer, sich innerhalb der Speicher-Umgebung zurechtzufinden.

Wie eben erwähnt, existiert eine Menüleiste, die den zuständigen Mitarbeitern häufig benötigte Befehle zur Verfügung stellt. Der Zugriff auf diese Befehle erfolgt dann über das Ribbon. Beispielsweise findet sich im Menü "Home" ein Eintrag für virtuelle Disks, der Aufschluss über den Status der Nodes, der Continuous Data Protection, die verbundenen Hosts und die Art des Host Access (zum Beispiel Read/Write) gibt. An gleicher Stelle bietet die Verwaltungs-Konsole zudem eine "Replace"-Option an, mit der sich Daten verlagern lassen, um Disk-Pools möglichst gleichmäßig auszulasten ? dazu später mehr.

Unter "Disk-Pools" sehen die IT-Verantwortlichen eine Liste mit den vorhandenen Disk-Pools ein. Diese umfasst die betroffenen Server, die Größe, den Typ (etwa dynamisch), den Status, die Auslastung und ähnliches. Bei Bedarf lassen sich die Pools hier außerdem umbenennen oder löschen und es ist sogar möglich, ihnen physikalische Disks hinzuzufügen.

Die Hosts-Übersicht bietet ebenfalls wieder eine Liste, mit dem Status, dem Betriebssystem-Typ und der Verbindung (Multipath oder nicht). An gleicher Stelle existiert noch die Option, den Hosts virtuelle Disks zuzuweisen, die Zuweisungen aufzuheben und ähnliches.

Bei der User-Liste liefert das Konfigurations-Werkzeug umfassende Informationen wie Benutzerrollen und Events. Befehle zum Zuweisen von Rolle sowie zum Anlegen und Löschen von Benutzer-Accounts runden den Leistungsumfang dieses Punktes ab.

Das Ribbon-Icon "System Health" umfasst im Gegensatz dazu eine Auflistung mit Devices, auf denen Probleme aufgetreten sind. Diese zeigt außerdem den jeweiligen Gerätestatus an und nach einem Doppelklick auf den jeweiligen Eintrag landen die Administratoren in der dazugehörigen Detail-Übersicht.

Unter "Performance" lassen sich grafische Übersichten über die Leistung des Speichernetzes erstellen. Das funktioniert mit Kategorien, Instanzen und Countern. Zu den Kategorien gehören beispielsweise Server, Disk-Pool Mirrors, Disk-Pools, Host SCSI Ports, Hosts, Physical Disks und Server Groups, während die Instanzen alle Komponenten oder zum Beispiel nur einzelne Server umfassen. Die Counter befassen sich dann mit gelesenen und geschriebenen Bytes, dem Cache und ähnlichem. Bei Bedarf sind die zuständigen Mitarbeiter außerdem in der Lage, mehrere Counter gleichzeitig in die Grafik aufzunehmen. Die gemessenen Werte erscheinen dann als Kurven. Es ist zudem möglich, die Update Time und die Skalierung für die Grafik an die lokalen Gegebenheiten anzupassen. Im Test waren die Performance-Grafiken schnell definiert und das dazugehörige Konfigurationsfenster stellt einen guten Anlaufpunkt dar, wenn es darum geht, unverzüglich Daten über die aktuelle Leistung einzelner Komponenten oder ganzer Servergruppen zu bekommen.

Mit Hilfe der Performance-Grafiken erhalten die zuständigen Mitarbeiter einen schnellen Überblick über die Leistung ihrer Speicherkomponenten. (©Smartmedia PresSservice)

Die Task-Übersicht ermöglicht es den IT-Mitarbeitern, Aktionen zu definieren, die durch Trigger ausgelöst werden, zum Beispiel Mail-Alerts, wenn eine Platte vollläuft. Es existieren verschiedene Trigger-Typen, dazu gehören unter anderem "Log Message Posted", "Monitor State Changed", "Replication Checkpoint und ähnliches. Bei den Tasks haben die Administratoren bei Bedarf die Möglichkeit, mehrere Trigger zusammenzufassen und die dazugehörige Aktion entweder auszuführen, wenn einer der Trigger aktiv wird oder sie nur dann zu starten, wenn alle Trigger-Konditionen erfüllt sind. Zu den Aktionen gehören neben den eben erwähnten Mail-Alerts noch etliche andere Optionen, wie "Post Log Message", "Reclaim Space", "Revert from Snapshot", "Run Command", "Run Powershell Script" oder "Update Snapshot". Im Test ergaben sich bei der Arbeit mit den Tasks keine Schwierigkeiten.

Im Event Log finden die zuständigen Mitarbeiter eine Liste der Ereignisse mit dem Status der Hosts, der Disks und ähnlichem. Die Alert-Liste umfasst im Gegensatz dazu dringende Benachrichtigungen zu Events, um die sich die IT-Mitarbeiter sofort kümmern müssen, beispielsweise verlorene Server-Verbindungen.

Neben dem "Home"-Menü existiert noch ein Eintrag namens "Common Actions". Hier lassen sich Datacore-Server hinzufügen, Disk-Pools anlegen, virtuelle Disks erzeugen und den Hosts zur Verfügung stellen, Hosts definieren, Benutzerkonten generieren und Remote-Verbindungen zu Server-Gruppen einrichten. Bei den Systemen, die auf den zugreifenden Hosts laufen, unterstützt SANsymphony-V übrigens "Windows Server 2008" (damit sind Windows Vista, Windows 7 und Windows Server 2008 R2 ebenfalls abgedeckt), "Andere Windows-Versionen", "ESX-" und "Xen-Server", "Suse Linux Enterprise Server 11", "Andere Linux-Varianten", "AIX", "HP-UX", "Solaris" und "Sonstige".

Die restlichen Einträge der Menüzeile hängen, wie bereits erwähnt, vom Kontext ab und wechseln mit den jeweils gerade ausgewählten Elementen. Unter dem Strich kamen wir zu dem Schluss, dass die Kombination Menüzeile/Ribbon eine effiziente Methode zum Zugriff auf die wichtigsten Verwaltungspunkte darstellt.

Weitere Konfigurationsaufgaben lassen sich nun in der Baumstruktur direkt an den jeweils betroffenen Komponenten durchführen. Für Servergruppen ist es hier - abgesehen von den bereits genannten Befehlen, wie dem Herstellen einer Verbindung zu einer Replikationsgruppe - unter anderem möglich, ein Backup der Konfiguration durchzuführen, den Mail-Server für die Alerts zu definieren, Server zu starten beziehungsweise zu stoppen, Lizenzen einzutragen und so weiter.

Wechselt der IT-Verantwortliche eine Ebene tiefer, so kann er einzelne Server starten und stoppen. Darüber hinaus finden sich innerhalb der Serverknoten Daten zu CPU, RAM und dem verwendeten Betriebssystem sowie zum Relocation Buffer, zu den Cache Settings und zur Speicherauslastung. Außerdem stehen noch Listen mit den physikalischen Festplatten zur Verfügung, genauso wie zu den Disk-Pools mit Auslastung und den virtuellen Festplatten mit Replikationsstatus, Snapshots, Checkpoints sowie der CDP. Die vorhandenen Ports mit Typ (beispielsweise iSCSI)und Status (etwa Connected) finden sich als Auflistung unterhalb der Serverknoten. Die Listen dienen nicht nur zur Information, sondern ermöglichen außerdem das Durchführen von Konfigurationsschritten, wie etwa das Anlegen von Disk-Pools für den jeweiligen Server oder das Verbinden virtueller Disks mit bestimmten Hosts.

Bei den Einträgen zu den physikalischen Festplatten stellt SANsymphony-V unter anderem Nutzungsgrafiken zur Verfügung, während die Virtual-Disk-Übersichten die Administratoren in die Lage versetzen, Snaphots und Rollback-Punkte über die genannte Zeitleiste zu definieren, den Buffer-Status der Replikation einzusehen und Checkpoints zu setzen. Die Snapshots und die Rollback-Punkte der CDP erscheinen dann unterhalb der jeweiligen virtuellen Festplatte wiederum als nutz- und verwaltbarer Datenträger.

Im Rahmen der Disk-Pool-Konfiguration ist es noch wichtig zu erwähnen, dass die IT-Verantwortlichen innerhalb der Properties die Möglichkeit haben, die Grenzwerte für die Alert Level "Attention", "Warning" und "Crititical" zu setzen und zwar nicht nur für die Auslastung des Disk-Pools, sondern ebenso in Abhängigkeit zur Latenz. Mit den Alerts lässt sich also die Leistung eines Disk-Pools im Auge behalten. An gleicher Stelle findet sich zudem eine Allocation Map, die die Auslastung der Pools in grafischer Form visualisiert. Mit Hilfe der hier angezeigten Informationen können die Administratoren die Lastverteilung im Pool über die oben erwähnte Replace-Option optimieren.

Bei den Einträgen zu den Server-Ports liefert das Konfigurationswerkzeug unter anderem Informationen zum Adaptertyp (wie Ethernet), zum Chipset und zur MAC-Adresse. Die Host-Einträge bieten im Gegensatz dazu Details zu den verbundenen virtuellen Disks und den verwendeten Ports. Hier ist es gleichzeitig möglich, virtuelle Disks zu verbinden beziehungsweise Verbindungen zu trennen. Bei allen Unterknoten stehen immer eine Event-Liste und eine Performance-Grafik zur Verfügung, die sich direkt auf die jeweilige Komponente beziehen.

Das Konfigurations-Tool der Remote Group

Loggen sich die zuständigen Mitarbeiter statt bei der Mirror Group bei der entfernten Replikationsgruppe ein, so erhalten sie vollen Zugriff auf den Remote Server mit allen Assets. Interessant daran ist, dass dadurch die Option besteht, sich den Replikationsstatus mit Remaining Data, Time Lag und ähnlichem von der anderen Seite aus anzusehen und die Replikationsrichtung vom Remote Server aus umzudrehen. Ansonsten entsprechen die Server-Verwaltungsfunktionen denen der Server Group.

Leserkommentar

Keine Kommentare

Kommentar hinzufügen

* - Pflichtfeld

*





*
*
Rubriken
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Mehr zum Thema
Netzwerktests für Triple-Play
Linkraten lügen, gleich, ob es um WLAN oder Powerline geht. Erst seriöse Netzwerktests in realer Umgebung können mit Tools wie IxChariot ermitteln, welche Nettodatenrate, Streaming-Performance und Telefonie-Qualität in Wirklichkeit zu erwarten sind. [mehr]
Test Zyxel PLA-491
Die Datenübertragung über Stromleitung ist bequem, aber keineswegs immer sicher. Filter sollen helfen. Zyxel hat Homeplug AV mit Filter und Ethernet-Switch kombiniert. [mehr]
Workshop Medienspeicherung und Verteilung
Eigene Videos, Digitalfotos und MP3-Song immer und überall hören und sehen, ohne langes Suchen durch zentrale Medienspeicherung und Medienabruf vom PC, TV-Gerät und Handy aus. [mehr]
Test CA ARCserv Backup r12
Die jüngste Version der Backup-Software für Unternehmen weist im Management- und Sicherheitsbereich viele neue Funktionen auf. Was das Produkt in der Praxis leistet, hat sich IAIT angesehen. [mehr]
Test Zyxel PLA-400
Die Homeplug-AV-Modems im PLA-400 Kit von Zyxel eignen sich als drahtloser Ersatz für Fast-Ethernet-Kabel, etwa um in einer Wohnung Zimmer zu versorgen, die WLAN nicht erreicht. [mehr]
High-Speed-PLC-Modems der 200-mbps-Klasse
Powerline-Modems der jüngsten Generation versprechen Triple-Play-taugliche Heimvernetzung ohne neue Kabel ? die Hausstromleitung genügt. Wir haben getestet, wie viele der versprochenen 200 MBit/s in der Realität durch Stromnetz flitzen und ob Video- und [mehr]
Anzeige