tom's networking guide
 
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Test Entuity Eye of the Storm 2011 Enterprise

Netzwerk-Management gut dokumentiert

Die Funktionen des Browser-Interfaces

Nachdem wir die zu überwachenden Geräte zu unserem Setup hinzugefügt hatten, verschafften wir uns zunächst einmal einen Überblick über den Leistungsumfang des Web-Interfaces von Eye of the Storm 2011. Das genannte Tool arbeitet mit einer Menüleiste am oberen Fensterrand, über das sich alle vorhandenen Funktionen aufrufen lassen.

An erster Stelle sind hier einmal die Network Dashboards zu nennen. Diese umfassen eine Statusübersicht, in der sich ? geordnet nach Ansichten - die Devices, Gerätetypen (ESX-Server, Ping-Only-Device, Managed Host, etc.), Eye Server und Worst Events (in Bezug auf das jeweilige Gerät) finden. Dazu kommen noch diverse andere Dashboards, wie die Service Summary, die Flow Summary, die Top-N Summary und die Device Metrics.

Gehen wir jetzt aber ruhig noch einmal etwas genauer auf die Statusübersicht ein, da diese der Einstiegspunkt zu den meisten wichtigen Funktionen des Systems darstellt. Die Anwender haben hier nämlich unter anderem die Option, über eine Explorer-Funktion auf die einzelnen Geräte-Einträge zuzugreifen und so Details zu den Devices und allen dazugehörigen Interfaces in Erfahrung zu bringen. Nach dem Drill-Down auf ein Gerät über die Baumstruktur am linken Fensterrand erscheint im Arbeitsbereich rechts zunächst einmal eine Informationsseite, die die aktuellen Events auf dem jeweiligen Gerät auflistet und ? je nach Komponente - Daten wie Speicher- und CPU-Last, Latenzen und IP-Discards umfasst. Zudem bietet Eye an dieser Stelle Details zu den Device-Ports und eine Flow Summary an, die die Anwender über die auf den Geräten aufgetretenen Daten-Flows auf dem Laufenden hält (den integrierten Flow-Collector stellen wir später noch genauer vor). Details zu Modell, Management Level, IP-Adresse und ähnlichem runden die Informationsseite ab.

In der rechten oberen Ecke der Informationsseite stehen den Anwendern diverse Icons zur Verfügung, die auf weitere Seiten verzweigen. Dazu gehören eine dedizierte Seite mit Flow-Informationen, auf der sich das Sammeln der Daten-Flows für das jeweilige Gerät ein- und ausschalten lässt. Abgesehen davon sehen die Administratoren hier, welche Interfaces Flow-Informationen geschickt haben und wie die Paketrate sowie die Paketversion der Flows aussehen.

Neben der Übersicht über die Flows bietet der Explorer noch weitere Unterseiten mit Gerätedetails. Die erste davon befasst sich mit den Ressourcen und umfasst beispielsweise eine Übersicht über die CPU-Last. Interessanter ist die Applikationsseite, denn hier haben die Anwender die Möglichkeit, bestimmte Anwendungen zu definieren, die Eye auf dem jeweiligen System überwachen soll, etwa Mail-, DNS- oder Web-Server. Die Applikationsseite stellt außerdem eine Übersicht über die eingerichteten Anwendungen zur Verfügung, die den Anwendungstyp, den Port, die IP-Adresse, die Latenzgrenzwerte und Statusänderungen enthält. Im Test stellten wir fest, dass sich die Anwendungs-Überwachung sehr einfach konfigurieren lässt. Sie nahm nach der Konfiguration sofort ihre Arbeit auf.

Die dritte Unterseite ermöglicht das Einsehen und Bearbeiten der Grenzwerte für ATM-Verkehr, Geräte (Temperatur, Speicherauslastung, etc.), IP SLAs, MPLS, Load Balancer, Prozessoren und ähnliches. Die Grenzwerte finden dann bei den Events Verwendung. Abgesehen davon bietet Eye noch eine Seite mit Detailinformationen wie Ort, Modell, Version, Watt-Verbrauch, Größe des Arbeitsspeichers und so weiter.

Eine der wichtigsten Seiten der Explorer-Funktion umfasst eine Liste der auf den einzelnen Geräten vorhandenen Ports. Wechselt man hier auf einen Port, so landet man wieder in einer Explorer-Detail-Übersicht, die vergleichbar zu den gerade beschriebenen Geräte-Informationen aufgebaut wurde, nur dass sie eben statt Device-Informationen Daten zu dem gerade betroffenen Interface vorhält.

Innerhalb der genannten Portübersicht steht zunächst wieder eine Infoseite mit Details zu den Events, der Interfaceauslastung, den verworfenen Paketen und den aufgetretenen Fehlern (jeweils In- und Outbound) zur Verfügung. Die diesbezüglichen Daten werden dabei in Form eines Tachometers beziehungsweise als Grafik visualisiert. Zusätzlich enthält die Infoseite noch eine Übersicht über die Daten-Flows mit den Top fünf Applikationen, den Top fünf Talkern, den Top fünf Listenern und den Top fünf Quality-of-Service-Classes (QoS) mit grafischer Visualisierung sowie eine Liste mit allgemeinen Informationen wie Geräte-Beschreibung, Geschwindigkeit, MAC-Adresse und Typ (zum Beispiel Ethernet).

Wie bei der Device-Übersicht stehen bei den Explorer-Seiten zu den Ports wieder Unterseiten zur Verfügung, die sich über Icons auf der rechten Seite erreichen lassen. Hier befassen diese sich mit der Flow Analysis, den Threshold Settings und Detailinformationen zum betroffenen Gerät. Damit enthält die Übersicht über die Geräte und Ports alle Funktionen, die sich ein Administrator in diesem Bereich wünschen kann.

Die zweite Übersicht innerhalb der Network Dashboards nennt sich Service Summary und bietet eine Zusammenfassung der Dienste mit Servicenummern und ähnlichem. Interessanter ist die Flow Summary, denn diese bietet den Anwendern die Möglichkeit, eine grafische Darstellung des Datenflusses über bestimmte Zeiträume hinweg in eine Übersichtsseite einzufügen.

Mit Hilfe der Device-Metrics-Übersicht erhalten die IT-Verantwortlichen auf einfache Art und Weise eine Dashboard-Seite, die Informationen zu den für sie wichtigsten Netzwerkkomponenten enthält. (©Smartmedia PresSservice)

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