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Test Entuity Eye of the Storm 2011 Enterprise

Netzwerk-Management gut dokumentiert

Die integrierte Flow Analyse

An dieser Stelle ergibt es Sinn, kurz auf die Funktionsweise der in Eye integrierten Flow-Analyse einzugehen. Dabei handelt es sich um eine Neuerung in der aktuellen Version. Entuity hat schon lange ein NetFlow-Analyzer-Modul im Angebot, das es IT-Mitarbeitern ermöglicht, NetFlow-Daten zu sammeln und umfassend auszuwerten. Im Lauf der Zeit hat es sich aber herausgestellt, dass viele Kunden den Aufwand scheuen, der zum tiefergehenden Analysieren der NetFlow-Daten anfällt, beispielsweise im Speicherbereich. Deswegen hielt es Entuity für sinnvoll, eine einfache NetFlow-Lösung in Eye zu integrieren, die lediglich die wichtigsten Fragen zur Anwendungsleistung beantwortet, sich dafür aber schnell und einfach in Betrieb nehmen lässt. Die Installation dieses Features erfolgt automatisch während des Eye-Setup-Prozesses. Das System sammelt dann im Betrieb NetFlow-Daten von den in der eben erwähnten Explorer-Ansicht definierten Systemen und hält sie 24 Stunden lang vor, um sie als interaktive Grafiken und Dashboards im Web-Interface bereitzustellen, beispielsweise in der hier erwähnten Flow-Übersicht. Im Test ergaben sich dabei keine Probleme und wir kamen zu dem Schluss, dass die integrierte Flow-Analyse den Administratoren tatsächlich ein leistungsfähiges aber einfaches Werkzeug zum Überwachen ihres Datenflows in die Hand gibt.

Über die "Green IT Perspective" sehen die zuständigen Mitarbeiter auf einen Blick, wie sie in ihrem Netzwerk Energie sparen können. (©Smartmedia PresSservice)

Kommen wir nun wieder zum Web-Interface zurück: Abgeschlossen wird die Dashboard-Rubrik durch die Top-N-Summary und die Device-Metrics. Die Top-N-Summary enthält Top-Listeners, Top-Talkers, ein- und ausgehende Bandbreitennutzung, verworfene Pakete und ähnliches. Die Device-Metrics umfassen im Gegensatz dazu eine frei definierbare Übersicht mit Grafiken zu Latenzen, Erreichbarkeit, CPU-Lasten, Speicherauslastungen und vergleichbaren gerätebezogenen Werten. Da die Anwender diese Seite genau an ihre Anforderungen anpassen können, haben sie hier Gelegenheit, auf einen Blick alle wichtigen Daten ihres Netzwerks einzusehen, was bei uns im Test einen positiven Eindruck hinterließ.

Der zweite Menüpunkt der Befehlsleiste verzweigt auf das so genannte InSight Center, das eine Vielzahl von Reports oder kombinierte Reports und Dashboards zu verschiedenen Themen beziehungsweise Themenbereichen enthält. Aus Platzgründen gehen wir hier nur auf die wichtigsten ein. So umfasst die "Green IT Perspective" beispielsweise die Einsparmöglichkeiten, die ein Unternehmen durch das nächtliche Herunterfahren und Ausschalten der Client-Computer realisieren kann und bietet dazu gleich einen Workstation-Shutdown-Policy-Compliance-Report. Darüber hinaus finden sich in der Green IT Perspective Informationen über nicht ausgenutzte Serverhardware, nicht ausgelastete Switch-Ports und den Stromverbrauch der Geräte. Sämtliche Reports lassen sich im Excel-, CSV-, RTF- und PDF-Format exportieren.

Die "Network Delivery Perspective" bietet den Administratoren im Gegensatz dazu grafische Berichte über Server, Applikationen, Infrastruktur-Devices und Dienste mit Unerreichbarkeit, Downtime und ähnlichem. Die "Service Delivery Perspective" setzt sich genauer mit den Diensten auseinander: Hier gibt es eine History der Service Related Events, eine Verfügbarkeitsübersicht und so weiter. Übersichten über bestimmte Niederlassungen mit Verfügbarkeit, Auslastung und ähnlichem oder mehrere Niederlassungen mit WAN-Verbindung, Dial-Up und Load Balancing sowie Faults, verworfenen Paketen, Latenzen und SLA Quality schließen den Funktionsumfang des InSight Centers ab - zusammen mit benutzerdefinierten Ansichten, die beispielsweise Links zu Reports für Kunden enthalten (etwa beim Eye-Einsatz bei Service-Providern). Die Idee des InSight Centers, das unterschiedliche Daten aus verschiedenen Quellen zu bestimmten Themenbereichen zusammenführt, um diese genauer zu verdeutlichen, halten wir für sehr gelungen.

Unter dem Menüpunkt "Explorer" stehen den IT-Verantwortlichen nochmals die Drill-Down-Funktionen auf einzelne Geräte und Device-Ports zur Verfügung, auf die wir bei der Beschreibung der Statusübersicht bereits eingegangen sind. Unter "Events" finden sich im Gegensatz dazu die bei den überwachten Geräten eingetretenen Ereignisse, wie etwa Netzwerkausfälle.

Mit Hilfe der Flow-Summary erhalten die Administratoren einen guten Überblick über den Datenverkehr in ihrem Netz. (©Smartmedia PresSservice)

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