tom's networking guide
 
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15. 03. 2011
4.0/5
Manuel Masiero
Tom's Networking Guide

Test Excito B3

Kleines NAS, große Wirkung

Excito B3 packt seine Funktionen in ein handbuchgroßes Metall-Gehäuse und verspricht hohen Datendurchsatz. Wie sich das Gerät in der Praxis schlägt, zeigt unser Test.
Excito B3
.

Schweden-NAS

Die schwedische NAS-Schmiede Excito schickt mit dem B3 einen Netzwerkspeicher im Taschenbuchformat ins Rennen, der 45mm x 115mm x 185 Millimetern misst. Aufgrund der kompakten Maße findet im wohnzimmertauglichen schwarzen Aluminium-Gehäuse des NAS-Winzlings maximal eine 3,5-Zoll-Festplatte Platz, die 500 GByte, 1 TByte oder 2 TByte speichert. Alternativ ist der B3 als 2,5-Zoll-SSD-Version erhältlich. Ein RAID lässt sich nur über ein optional erhältliches Storage-Modul aufsetzen, das an den eSATA-Anschluss des Test-Kandidaten kommt und diesen um 1 TByte oder 2 TByte erweitert. Abgesehen von einer Einschalt-Taste besitzt der B3 keine Bedienelemente, lediglich eine blaue LED an der Gehäusefront signalisiert den Betrieb.

Zur Anbindung an das lokale Netzwerk per LAN oder WAN verfügt der Excito B3 auf der Rückseite über zwei Gigabit-Ethernet-Ports sowie neben der eSATA-Schnittstelle noch über zwei USB-2.0-Ports. Excito hat den B3 außerdem in einer WiFi-Version im Sortiment, die als Dualband-Access-Point nach 802.11a/b/g/n funkt. Wir haben die kleinste 500 GByte WiFi-Version in der zum Testzeitpunkt aktuellen Firmware-Version 2.2.0 getestet.

Mini-Netzwerkspeicher: Das Excito B3 ist ein NAS im Taschenbuchformat und kommuniziert in der WiFi-Version außerdem über Funknetze nach 802.11a/b/g/n-Standard. (Bild: Excito)

Umfangreich: Der Excito B3 bietet zwei Gigabit-Ethernet-Netzwerkanschlüsse und zwei USB-2.0-Schnittstellen. Über den eSATA-Port kann man die Kapazität des NAS mit einem Excito-Zusatzspeicher erweitern. (Bild: Excito)

Sehr handlich: Im Inneren des Excito B3 findet maximal eine Festplatte im 3,5-Zoll-Format und 2 TByte Kapazität Platz. Hier im Größenvergleich mit einem HTC Legend. (Bild: Excito)

Excito B3 verwendet Debian 6 "Squeeze" als Betriebssystem und soll sich aufgrund seiner umfangreichen Funktionen als zentraler Datenspeicher im Büro-Einsatz oder für den Heimgebrauch gleichermaßen gut machen. Auf den Squeeze-Unterbau hat Excito zahlreiche Funktionen gesetzt: So kann das Gerät zum Beispiel über die integrierte Open-Source-Software Firefly via DAAP als iTunes-Server laufen und lässt sich mit MediaTomb (ebenfalls Open Source) als UPnP-Mediaserver einsetzen. Des Weiteren bietet der Testkandidat Download-Dienste (Torrent, HTTP, FTP), kann als Web-Server fungieren (Apache 2, PHP5, MySQL) und als Webmailer (Horde, wiederum Open Source) arbeiten.

Der Hersteller will eine möglichst breite Klientel mit seinem NAS bedienen. Auf der einen Seite stehen die versierten Linux-Bastler, welche den B3 über Squeeze individuell ausbauen und sogar mit neuen Funktionen ausstatten können. Mit der einfachen Installation über einen Assistenten und dem übersichtlichen Menü bedient Excito aber in erster Linie diejenigen Anwender, die technisch weniger versiert sind oder das NAS schlichtweg mit wenigen Mausklicks in Betrieb nehmen und konfigurieren wollen. Eine Setup-CD liegt der Verpackung nicht bei, wird jedoch ohnehin nicht benötigt. Es gibt lediglich eine gedruckte Kurzanleitung, die aber sicher durch die einzelnen Installationsschritte führt. Einen Minuspunkt gibt es für das mitgelieferte Netzwerkkabel, das mit 50 Zentimetern arg kurz ist.

Übersichtlich: Im Lieferumfang befindet sich keine Setup-CD mit dem sonst bei NAS-Laufwerken üblichen Netzwerk-Finder oder Sicherungs-Tool. Dennoch vermisst man keines dieser Werkzeuge (Bild: Excito)

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