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Test Frontrange DSM 7

Netzwerkmanagement für professionelle Umgebungen

Computer und Benutzer

Interessanter ist der Kontext, der sich mit Computern und Benutzern auseinandersetzt. Hier verwalten die Administratoren die Client-Systeme und die Benutzerkonten. Auf der linken Seite findet sich wieder eine Baumstruktur, die verschiedene Ordner umfasst und die Organisationsstruktur des Unternehmens abbildet (im Gegensatz zu Infrastruktur, welche ? wie eben erwähnt - die physikalische Netzwerkstruktur wiedergibt). Neu in die Umgebung aufgenommene Computer und Benutzerkonten landen zunächst einmal im Ordner "New Users and Computers" und lassen sich von dort aus dann in andere Folder unter "Managed Users and Computers", wie etwa "LAN", "DMZ" oder ähnliches verschieben ? die Konfiguration der Ordnerstruktur bleibt dabei den IT-Mitarbeitern überlassen. Im Test teilten wir DSM 7 zu diesem Zeitpunkt die Rechnernamen unserer Windows Clients mit. Daraufhin konnten wir mit der rechten Maustaste auf ihre Einträge klicken und den Befehl "Manage Computers" ausführen woraufhin die Managementsuite die Agentensoftware auf die betroffenen Systeme verteilte und sie in die Verwaltungsumgebung aufnahm. In unserer Umgebung ergaben sich dabei keine Probleme. In großen Umgebungen wird es sinnvoller sein, entweder den Client per Login-Skript zu verteilen, oder die komplette Active-Directory-Infrastrukturen zu importieren ? dieser Vorgang lief im Test ebenfalls ohne Schwierigkeiten ab ? und die Agentensoftware dann auf alle neu eingelesenen Systeme einzuspielen.

Inventuransicht über alle Systeme. (©Smartmedia PresSservice)

Der oberste Knoten des Computer- und Benutzerbaums ermöglicht das Vornehmen globaler Einstellungen, wie etwa das Verwalten der Rechte auf Systemordner oder der Rollen. Ansonsten können die zuständigen Mitarbeiter bei den Users and Computers die Wake-on-LAN-Funktion aktivieren, Pakete an Rechner zuweisen oder Remote auf die Systeme zugreifen. Diese Funktionen stehen alle nach einem Rechtsklick auf den jeweils betroffenen Eintrag zur Verfügung. Handelt es sich bei dem verwalteten System um einen XenApp Server, so können die Benutzer an dieser Stelle ebenfalls das Citrix Management nutzen, um beispielsweise eine veröffentlichte Anwendung zu verteilen ? dazu später mehr. An gleicher Stelle lassen sich Computer deaktivieren, Rechner aufwecken, Computer neu installieren, Policies für Diskimage-Captures erstellen und ähnliches. Bei den Benutzerkonten besteht im Gegensatz dazu die Option, dem jeweiligen User ebenfalls Softwarepakete zuzuweisen oder alle Computer zu suchen, auf denen das betroffene Benutzerkonto vorhanden ist.

Der besseren Übersichtlichkeit halber ist es außerdem möglich, die Einträge zu filtern. Darüber hinaus steht an gleicher Stelle eine Reporting-Funktion zur Verfügung.

Im Arbeitsbereich in der Mitte finden sich die Einträge des jeweiligen Kontextes (zum Beispiel alle Rechner, die in den LAN-Ordner einsortiert wurden) nochmals als Liste. Wählt ein IT-Mitarbeiter einen Eintrag aus dieser Liste aus, etwa einen Rechner, so stehen am unteren Fensterrand für diesen Computer diverse Reiter mit weiteren Informationen zur Verfügung. Unter "Client Status" bietet das System Aufschluss über den Zustand von Software-Verteilung, Inventory/Discovery, Patch Management und Infrastruktur. "Software Policies" umfasst im Gegensatz dazu eine Liste mit den dem jeweiligen Rechner zugewiesenen Paketen und "Eigenschaften" enthält Daten wie ID, MAC-Adresse, Netzwerkkonfiguration und Basisinventarisierung des Computers. Zur Basisinventarisierung gehören Architektur, Betriebssystem, Arbeitsspeicher und zuletzt angemeldeter Benutzer. Weitere Reiter umfassen unter anderem eine Jobübersicht, Computer Details (mit den Inventurdaten), Citrix Policies (mit zugewiesenen veröffentlichten Anwendungen), Sicherheitslücken, Variablen (wie IP-Adresse sowie Typ des Boot Servers) und Events.

Bei den Benutzerkonten sind ebenfalls Reiter vorhanden. Diese liefern zum Beispiel Informationen zu den Software Policies, den Jobs und den Citrix Policies.

Der Aktionsbereich auf der rechten Seite enthält neben einer Hilfeseite noch eine Zusammenfassung der wichtigsten Befehle an einer zentralen Stelle. Dazu gehören unter anderem "Paket zuweisen" und "Shop Policy anlegen" sowie das Verschieben, Umbenennen, Kopieren und Löschen von Einträgen. Bei der alltäglichen Arbeit mit DSM 7 dürften beim Umgang mit der Rubrik Computer und Benutzer keine Schwierigkeiten auftreten, da die entsprechende Ansicht übersichtlich strukturiert wurde und zudem über umfassende Hilfestellungen verfügt.

Leserkommentar

Dave , Wed, 20. Mar. 2013 - 15:47:
Kann die Erfahrung von "Supporter" teils bestätigen. Allerdings "darf" ich DSM seit 12 Jahren (mit Vorgängern) implementieren und kann sagen, dass es speziell bei der Performance bisher IMMER an einer suboptimalen Konfiguration gelegen hat.
Supporter , Wed, 27. Jun. 2012 - 13:33:
Habe DSM nicht ausgesucht aber muss damit arbeiten. Stützt öfters mal ab. Auffallend langsam. Meiner Meinung nach eine BETA mit gutem Potential. Hoffe, Geschwindigkeit und Stabilität werden bald verbessert.

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