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Test Frontrange DSM 7

Netzwerkmanagement für professionelle Umgebungen

Software

Der Software-Kontext stellt einen Kernbereich von DSM 7 dar, denn hier schnüren die Administratoren die Softwarepakete, die die Managementsuite dann auf den verwalteten Clients einspielt. Das gilt sowohl für Betriebssysteme, Treiber, Images und Patches als auch für Anwendungen und veröffentlichte Applikationen für XenApp Server. Dazu stellt das Konfigurations-Werkzeug im Baum auf der linken Seite Libraries für die verschiedenen eben genannten Softwaretypen bereit. Innerhalb der Libraries erstellen die IT-Mitarbeiter dann die zu verteilenden Pakete. Aufgrund dieses Ansatzes arbeiten die IT-Verantwortlichen von Anfang an mit einer klar gegliederten, übersichtlichen Struktur, so dass ein Administrator keine Schwierigkeiten bekommen dürfte, wenn er ein von einem anderen Mitarbeiter generiertes Paket suchen muss.

Für unseren Test haben wir an dieser Stelle zunächst ein Anwendungspaket erstellt. Dazu kommt ein Wizard zum Einsatz, der erst einmal wissen möchte, was die Softwarequelle ist. Dazu eignen sich MSI-Pakete, alte Enteo 6 Softwarepakete, Citrix-Applikationen und Netinstall-Projekte. Abgesehen davon haben die zuständigen Mitarbeiter die Gelegenheit, Anwendungen zu virtualisieren (mit ThinApp, dazu muss diese Software aber auf dem betroffenen Rechner vorhanden sein) und Pakete mit Netinstall Spy aufzuzeichnen.

Wir wollten auf den verwalteten Clients den Firefox-Browser installieren und besorgten uns deshalb von www.frontmotion.com eine MSI-Installationsdatei für den aktuellen Firefox. Nachdem wir dem Assistenten dieses Paket bekannt gemacht hatten, wollte dieser wissen, ob wir ein Admin-Setup, eine Installation von der angegebenen Quelle oder einen Kopiervorgang ins Paket-Verzeichnis des Repository Masters durchführen wollten. Wir entschieden uns für das Admin-Setup, denn dieses stellt die Software im DSM-Share für die Installation bereit. Anschließen ist es dann möglich, das Paket zu editieren, die Zielplattform (beispielsweise Windows XP oder Windows 7) festzulegen, die Distribution vorzubereiten, eine Pilotinstallation durchzuführen, das Paket freizugeben und ähnliches.

DSM 7 nach dem Verteilen des Firefox-Installationspakets an den ersten Client. (©Smartmedia PresSservice)

Der Software-Lifecycle, eine Todo-Liste, bei der sich die einzelnen Schritte (wie Editier-Vorgang, Pilot-Installation, Paket-Freigabe, Distribution und das Außerdienststellen des Pakets) abhaken lassen, führt die Anwender durch die Arbeit mit den Packages, so dass selbst Administratoren, die mit der Management-Suite noch nicht vertraut sind, keine Probleme bei Paketverwaltung mit dem System bekommen dürften. Darüber hinaus werden die Mitarbeiter durch Lifecycle-Übersicht praktisch dazu gezwungen, alle während der Lebensdauer eines Software-Pakets relevanten Schritte wirklich abzuarbeiten.

Die fertigen Installations-Pakete (als nächstes legten wir im Test ein Package für das Setup des Adobe Flash Players an) erscheinen in einer Liste im Arbeitsbereich, die unten wieder diverse Reiter bereitstellt, die weitere Informationen zu den jeweils ausgewählten Paketen enthalten. Dazu gehören die Software Policies mit Installationsziel, Startdatum und ähnlichem, die Jobs und die Variablen. Dazu kommen noch eine eScript-Vorschau, unter der die zuständigen Mitarbeiter den genauen Installations-Befehl einsehen können und der Software-Factory-Reiter. Die Software Factory dient zum einfachen Erstellen von Paketen. Die Administratoren haben übrigens nicht nur die Option, Anwendungs-Pakete zu generieren, sondern können ebenso Software Sets einrichten, die mehrere Applikationen umfassen.

Abgesehen davon bietet DSM 7 noch so genannte eScript-Pakete an. Bei eScript handelt es sich um eine Sprache mit mehr als 140 Befehlen, über die sich praktisch alle Verwaltungs-Tätigkeiten, vom Starten und Stoppen eines Dienstes bis hin zum Anlegen von Shares und Benutzergruppen, automatisieren lassen. eScript ist eines der Highlights von DSM 7 und definitiv einen zweiten Blick wert. Im Rahmen dieses Tests können wir jedoch nur kurz darauf eingehen können. Während unserer Produktanalyse erzeugten wir ein paar einfache Skripts, zum Beispiel zum Anlegen von Benutzerkonten. Die dafür benötigten Befehle ließen sich einfach per Drag and Drop aus dem Repository in den Arbeitsbereich ziehen und bearbeiten. Beim danach folgenden Ausführen der Skripts traten keine Probleme auf.

DSM 7 stellt noch einen weiteren, bislang nicht erwähnten Weg zum Verteilen von Anwendungs-Programmen zur Verfügung: den Software Shop. Beim Software Shop handelt es sich um eine Art Kiosk, den die Anwender auf den Client Computern aufrufen können und der ihnen dann diverse, von den Administratoren zu diesem Zweck freigegebene Softwarepakete zur Installation anbietet. Dieser Ansatz ist eine gute Methode, um optionale Software bereitzustellen oder dafür zu sorgen, dass Programme nur dann eingespielt werden, wenn der Benutzer das will.

Leserkommentar

Dave , Wed, 20. Mar. 2013 - 15:47:
Kann die Erfahrung von "Supporter" teils bestätigen. Allerdings "darf" ich DSM seit 12 Jahren (mit Vorgängern) implementieren und kann sagen, dass es speziell bei der Performance bisher IMMER an einer suboptimalen Konfiguration gelegen hat.
Supporter , Wed, 27. Jun. 2012 - 13:33:
Habe DSM nicht ausgesucht aber muss damit arbeiten. Stützt öfters mal ab. Auffallend langsam. Meiner Meinung nach eine BETA mit gutem Potential. Hoffe, Geschwindigkeit und Stabilität werden bald verbessert.

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