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Test Frontrange DSM 7

Netzwerkmanagement für professionelle Umgebungen

Das Betriebssystem-Deployment

Im Rahmen des Tests gingen wir nach dem erfolgreichen Verteilen unseres Firefox-Pakets an die Windows Clients und der Arbeit mit eScript daran, auf einen neuen und vollständig leeren System mit Hilfe von DSM 7 über das Netz Windows der x86-Version zu installieren. Frontrange hier ebenfalls einen Wizard bereit, der zunächst nach dem zu verteilenden Betriebssystem fragt. Dabei unterstützt die Management Suite Windows 2000 und neuer, MacOS X und die Linux-Distributionen Centos, Fedora, Opensuse, Redhat Enterprise Linux sowie Suse Linux Enterprise Server. Wir gaben hier Windows 7 Professional an und entschieden uns für eine Unattended-Installation. Jetzt ging es daran, ein Betriebssystemkonfigurationspaket zu erstellen, für Windows 7 lieferte der Hersteller bereits ein Template mit, das wir für unsere Installation nutzten. Beim nun folgenden Erstellen des Betriebssystem-Setup-File-Packages gaben wir den Pfad zu den Installations?Dateien an. Daraufhin erkannte der Assistent die auf dem DVD-Image vorhandenen Windows-7-Varianten und wir entfernten die nicht gewünschten Versionen wie "Home Basic" und "Home Premium", um das Installations-Image so klein wie möglich zu halten. Zum Schluss gaben wir dem Paket noch einen Namen und danach kopierte DSM 7 die Installationsdateien in sein Repository.

Bevor es nun an die eigentliche Verteilung des Betriebssystems gehen kann, müssen die IT-Verantwortlichen noch ein Boot-Environment-Paket anlegen. Für unsere Windows-7-Installation verwendeten wir WinPE 3.0. Um das Package zu erzeugen, mussten wir zunächst den Windows-7-AIK auf dem DSM-Server installieren, da dieser die benötigten Dateien bereitstellt. Nach der Installation dieser Software, dem Start des Assistenten zum Anlegen des Pakets für die Boot-Umgebung und der Angabe des verwendeten Environments (neben WinPE 3.0 unterstützt das System als Bootumgebung DOS, Linux und WinPE 2005 sowie WinPE 2.0), fragte uns der Wizard noch, ob das System ein Debug-Fenster beim Start anzeigen sollte und ob wir die erweiterte Protokollierung aktivieren wollten. Zum Schluss gaben wir einen Namen für das Boot-Environment-Paket an und erhielten zudem noch Gelegenheit, Treiber zu dem Package hinzuzufügen.

Clientansicht des DSM-7-Software-Shops. (©Smartmedia PresSservice)

Damit war die Paketkonfiguration für das OS-Deployment abgeschlossen und wir konnten jetzt die zur Installation des Betriebssystems abzuarbeitenden Schritte auswählen. Als ersten Schritt bietet die Managementlösung das Pre-Install-Paket an, das die Festplatte des Clients partitioniert und formatiert. Im zweiten Schritt kommt dann das eigentliche OS-Deployment an die Reihe und im dritten und letzten Schritt läuft das so genannte Default Post OS Action Package durch, das beispielsweise den DSM-7-Agenten auf dem neu installierten Rechner einspielt. Für unseren Test behielten wir die Standardvorgaben bei und beließen es auf diesen drei Paketen. Bei Bedarf lassen sich an dieser Stelle jederzeit Pakete hinzufügen oder entfernen.

Jetzt starteten wir unseren neuen Client und aktivierten im BIOS den Systemstart vom Netz. Daraufhin erschien der Computer mit seiner MAC-Adresse als neuer Eintrag unter "New Users and Computers". Dort benannten wir ihn erst einmal um, und wechselten dann nach "Software", um ihm das Betriebssystem-Installations-Bundle zuzuweisen. Daraufhin konnten wir noch weitere Parameter für die Installation angeben, wie etwa die Domäne, der der neue Rechner nach dem Setup automatisch beitreten sollte (dabei ergaben sich im Test keine Schwierigkeiten), die zu verwendenden Passwörter, der Produktschlüssel und ähnliches. Als die Zuweisung des Jobs abgeschlossen war, starteten wir den neuen Client erneut, woraufhin er klaglos vom Netz bootete, seine Festplatte einrichtete und das Windows Setup durchführte. Das OS-Deployment von Frontrange erscheint uns so gut gelöst, dass selbst unerfahrene Administratoren bei diesem nicht trivialen Thema schnell Erfolg haben werden. Insbesondere die Assistenten, die die Vorgehensweise klar vorgeben und keine Fragen offen lassen, nehmen den IT-Mitarbeiten viel Arbeit ab.

Leserkommentar

Dave , Wed, 20. Mar. 2013 - 15:47:
Kann die Erfahrung von "Supporter" teils bestätigen. Allerdings "darf" ich DSM seit 12 Jahren (mit Vorgängern) implementieren und kann sagen, dass es speziell bei der Performance bisher IMMER an einer suboptimalen Konfiguration gelegen hat.
Supporter , Wed, 27. Jun. 2012 - 13:33:
Habe DSM nicht ausgesucht aber muss damit arbeiten. Stützt öfters mal ab. Auffallend langsam. Meiner Meinung nach eine BETA mit gutem Potential. Hoffe, Geschwindigkeit und Stabilität werden bald verbessert.

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