tom's networking guide
 
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28. 07. 2011
4.5/5
Nina Eichinger
Tom's Networking Guide

Test HTC Flyer

Android-Tablet mit Touch und einzigartiger Pen-Funktion

Der Tablet-Markt boomt. Während mancher Hersteller bereits die zweite oder dritte Generation auf den Markt wirft kommen die klassischen Handy-Anbieter mit ersten Geräten. Wir haben uns das HTC Flyer ausführlich angesehen und es einem Praxistest unterzogen.
HTC Flyer
.

Ein Flyer flattert ins Haus

Tablets erobern den Markt. Auf der Erfolgswelle von Apples Ipad 1 und 2 versuchen immer mehr Hersteller, sich einen Teil dieses Marktes abzugreifen. Dabei hatte Microsoftie Bill Gates den Tablet-PC an sich schon vor vielen Jahren "erfunden" ? war jedoch neben geeigneter Hardware vor allem am Fehlen einer ansprechenden, intuitiven Eingabemöglichkeit gescheitert. So blieben davon nur vereinzelte Notebook-Modelle übrig, bei denen der Nutzer das Display drehen konnte. Diese "Convertibles" konnten sich aber, wohl auch wegen des vergleichsweise hohen Preises, nicht auf dem Markt etablieren. Dann kam ? zur rechten Zeit ? die Firma Apple mit ihren I-Dingern und stellte den Markt auf den Kopf.

Das HTC Flyer kommt mit Stift inklusive Batterien, Hülle, Stecker-Netzteil, Datenkabel und Kopfhörern. Neben der Kurzanleitung liegt zudem eine grafische Anleitung zum Öffnen der rückwärtigen Abdeckung bei hinter der sich die Steckplätze für SIM und microSD verbergen. (©Smartmedia PresSservice)

Nach den klassischen PC- und Notebook-Herstellern Asus, Acer, Dell, und wie sie alle heißen, kommen nun ebenfalls die Smartphone-Hersteller mit ihren Tablets in die Gänge. Neben Motorolas Zoom macht dabei das HTC Flyer Furore. Sein nur sieben Zoll messendes Display wirkt einerseits durch den sehr schlanken Rahmen deutlich größer als die nominellen 7 Zoll. Andererseits liegt es gut in der Hand. Der Clou beim Flyer: Neben dem "betouchen" mit den Fingern lässt sich das Flyer zusätzlich mit einem digitalen Stift bedienen. Aber leider ist der Stift weder in allen Anwendungen nutzbar noch mit einer Handschriftenerkennung verbunden. Doch was ja noch nicht ist kann ja noch werden...

Der Hauptnutzen des Stiftes liegt derzeit im Erfassen von Notizen mit Hilfe der vorinstallierten App "Evernote" und dem Erstellen von Screenshots mit direkter Beschriftungs- Option. Evernote ist dabei so weit im System verzahnt, dass bei Terminen eine direkte Verlinkung zu Evernote integriert ist und der Nutzer direkt aus der Terminbenachrichtigung heraus Notizen dazu anlegen kann. Über die Funktion "Timemark" lässt sich zudem parallel eine Audio-Aufzeichnung mitspeichern.

Der Pen erweitert die Bedienung des kapazitiven Displays. In Zusammenarbeit mit der vorinstallierten App Evernote kann der Nutzer Zeichnungen oder handschriftliche Notizen einfach für andere Geräte verfügbar machen. Braucht er den Stift gerade nicht, kann er ihn in einer Schlaufe an der Außenseite der Hülle platzieren. Innerhalb der Hülle ist dafür leider kein Platz. (©Smartmedia PresSservice)

Wie von HTC gewohnt, ist das Android auf dem Flyer ebenfalls mit der HTC-eigenen Oberfläche "HTC Sense" in der Version für Tablet-PCs versehen. Florian Seiche, Präsident von HTC EMEA, sagt über das Tablet: "Das HTC Flyer unterscheidet sich komplett von den aktuell auf dem Markt verfügbaren Tablets und wir warten gespannt, wie unsere Kunden die vielen unterschiedlichen Features des HTC Flyer in der Freizeit und bei der Arbeit nutzen." Derzeit wird das Flyer noch mit der Android-Version 2.3.3 ausgeliefert. Das Update auf Version 3.0 soll indes so bald möglich erfolgen. Das Upgrade wird dann, wie bei Android üblich als Download per Software-Aktualisierung verfügbar sein.

Doch zurück zur aktuellen Version 2.3.3. Neu ist, dass bis zu vier Anwendungen ohne Aufheben der Display-Sperre startbar sind. Welche das sind, kann der Nutzer frei definieren. Diese vier Anwendungen erscheinen dann in vier Kreisen im unteren Bereich des Bildschirms. Um sie zu starten reicht es, sie in den Kreis zum Entsperren des Displays zu ziehen. Wir haben uns nach den ersten Tagen für die Anwendungen Mail, Internet, Kamera und Öffi entschieden. Der Wechsel ist einfach: Unter Einstellungen ? Personalisieren ? Displaysperre ist eine Vorschau zu finden, in der die vier Anwendungen ausgewählt und angeordnet werden können.

Die Schnellstart-Option hat sich in unserem Praxistest bewährt. Welche Anwendungen hier zur Verfügung stehen kann der Nutzer selbst festlegen. Die Anzahl ist jedoch auf vier Programme beschränkt, was im Normalfall allerdings reichen sollte. (©Smartmedia PresSservice)

Neben der grafischen Benutzeroberfläche HTC Sense spendiert HTC dem Flyer noch ein umfangreiches Informations- und Unterhaltungsangebot. Besonders hervorzuheben ist dabei das Dienstprogramm "HTC Watch" über das Nutzer nach Anmeldung auf über 600 Kino-Blockbuster und TV-Shows als Stream und Download zugreifen können. Für Gamer hat HTC den Cloud-basierten Gaming Service "OnLive" implementiert, der das Spielen der neuesten Videospiele auf dem Fernseher ohne teure Zusatz-Hardware oder -Software zulässt. Diese Integration macht das HTC Flyer zum Spiele-Receiver, auf dessen Display Topseller-Spiele direkt gespielt werden können. Mit HDMI und DLNA ausgestattet, kann der Flyer Inhalte sogar auf den heimischen Großbildschirm übertragen. Bücherratten kommen ebenfalls auf ihre Kosten: HTC hat den E-Book-Store Kobo integriert.

Das Gehäuse des HTC Flyer ist bis auf die beiden Plastik-Abdeckungen nahtlos aus Aluminium gefertigt und liegt beim Arbeiten sowohl hochkant als auch quer gut in der Hand. (©Smartmedia PresSservice)

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