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Test HTC Flyer

Android-Tablet mit Touch und einzigartiger Pen-Funktion

Ein Blick auf die Technik

Im Flyer arbeitet ein schneller Qualcomm-Prozessor mit 1,5 GHz, der je nach Anforderungen entsprechend heruntergeregelt wird um den Stromverbrauch zu senken. Der Arbeitsspeicher ist mit 1 GByte angenehm groß, der interne Speicher überzeugt mit einer Größe von 32 GByte. Zusätzlich verfügt das Flyer über einen microSD-Slot für eine Speicher-Erweiterung um bis zu 32 GByte. Das sieben Zoll große Display liefert eine Auflösung von 1024 x 600 Pixeln für angenehmes Surfen und Arbeiten. Zudem ist das Tablet mit zwei Kameras ausgestattet: Einer 5-Megapixel-Kamera mit Autofokus auf der Rückseite für qualitativ hochwertige Aufnahmen und einer 1,3-Megapixel-Kamera auf der Vorderseite, die als Webcam genutzt werden kann.

Der Akku liefert eine Leistung von 4000 mAh. HTC gibt die Laufzeiten wie folgt an:

  • Standby-Zeit: 320 Stunden (3G), 480 Stunden (WiFi)
  • Abspielen von Videos (ohne WiFi): 8 Stunden
  • Internet: 6,5 Stunden

Im normalen Arbeitsalltag mit einem Mix aus Internet-Nutzung, Email-Verkehr, Twitter und gelegentlichem Spielen kamen wir gleich mit der ersten Akkuladung auf eine Nutzungsdauer von 29 Stunden. Mit etwas Optimierung der Energiespar-Optionen lässt sich dieser Wert noch deutlich erhöhen. Diese guten Werte verdankt das Flyer unter anderem dem Qualcomm-Prozessor, der seine Taktrate dynamisch dem Bedarf anpasst. Wir konnten in der App SystemPanel Lite Werte von 291 MHz (Idle, mit Display-Beleuchtung) bis hin zur Volllast von 1497 MHz beobachten.

Die seitlichen Bedienelemente des HTC Flyer sind sehr übersichtlich angeordnet: Oben neben dem Ein-/Aus-Schalter liegt die Buchse für die Kopfhörer, an der unteren Kante findet sich nur der USB-Anschluss. Die Lautstärkeregler sitzen auf der rechten Kante. (©Smartmedia PresSservice)

Die Stromversorgung erfolgt über einen Micro-USB-kompatiblen Anschluss. HTC begründet die Verwendung dieser speziellen Steckverbindung, weil sie mit 1,67 Ampere einen deutlich höheren Ladestrom als Standard-Micro-USB (1 Ampere) verträgt. Die Lade-Zeit verringert sich laut HTC dadurch etwa um 30 Prozent. Da der Stecker zum Standard-Micro-USB kompatibel ist, kann bei Bedarf aber auch ein solches Kabel Verwendung finden. Anders als bei den gängigen Smartphones empfiehlt sich beim Flyer das Laden am Steckernetzteil statt an einer Notebook- oder PC-USB-Schnittstelle. Im Test dauerte der komplette Ladezyklus am Stecker-Netzteil 4 Stunden 20 Minuten, an der USB-Schnittstelle des Notebook zieht er sich auf mehr als das Doppelte hin ? gut zehn Stunden. Die stattliche Ladezeit macht das Flyer aber mit erfreulichen langen Nutzungszeiten wett: Selbst mit Live-Hintergrund, ständig eingeschalteter WLAN-Verbindung und regelmäßigem E-Mail-Traffic auf drei Konten sowie kontinuierlicher Twitter-Nutzung und Internet-Surfen hält eine Akkuladung den Flyer fast 1,5 Tage am Leben.

Gleich nach dem Einschalten fallen die Touch-Bedienelemente auf. V.l.n.r: Home, Einstellungen, Zurück und Pen-Eingabe. Auf der rechten langen Seite ist die Front-Kamera zu finden, die als Webcam dient. (©Smartmedia PresSservice)

Im laufenden Betrieb fällt als erstes auf, dass das Display sehr schnell aktualisiert und der Qualcomm-Prozessor nicht so einfach an seine Grenzen stößt. Selbst mehrere parallel laufende Anwendungen arbeitet er ohne Murren oder Zögern ab. Anders als etwa das Dell Streak 5 bietet das Flyer auf seiner Vorderseite zwei getrennte einer Touch-Bedienelemente-Blöcke: Einmal auf der unteren kurzen Seiten und einmal auf der linken langen Seite, die es je nach Neigung des Displays aktiviert. Auffällig ist dabei ganz rechts ein grün leuchtender Kreis mit einem Sitft-Symbol ? die Aktivierungs-Schaltfläche für den Stift. Einfach mit dem Stift drauftippen und schon startet Evernote. Außerdem blendet das Flyer im rechten Eck des Bildschirms eine Malerpalette ein mit deren Hilfe der Nutzer die Stiftart und ?dicke sowie die Farbe anpassen kann. Die Auswahl an Farben ist allerdings sehr eingeschränkt. Leider fehlt die Möglichkeit eigene Farben zu wählen. Weiterer Nachteil: Die Positionierung der Palette lässt sich nicht anpassen und ist damit besonders für Linkshänder nur schlecht zu bedienen. Optisch erinnert die Lösung stark an die geniale Zeichen-Software Artrage von Ambient Design. Sie ist in jedem Fall jedoch nur eine abgespeckte Version. Eine Anfrage an Ambient Design blieb bis zum Veröffentlichungszeitraum noch unbeantwortet.

Die Auswahl an Stiften ist verglichen mit der Farbpalette sehr großzügig. (Bild: HTC)

Die Integration von Evernote in die Benachrichtigungen zu Terminen lässt sich optimal nutzen um kurze Notizen vor, während oder nach einem Termin einzutragen. Für umfangreichere Notizen arbeitet die Stifteingabe jedoch zu langsam: Es gab immer wieder kleinere Abrisse im Schriftbild. Der Wechsel zwischen Stift und Tastatureingabe ist jedoch jederzeit möglich: Einfach mit dem Finger auf das Notizblatt tippen und schon klappt die Tastatur hoch. Software wie Swype oder eine ähnliche Option der Texteingabe, die ohne einzelnes Antippen der Buchstaben auskommt, hat HTC noch nicht integriert. Die vorhandene Worterkennung ist jedoch recht gut und lernfähig.

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