tom's networking guide
 
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11. 12. 2011
4.0/5
Dr. Götz Güttich
Tom's Networking Guide

Test SEH ThinPrintReader TPR-10

Drucken mit Authentifizierung

Bürodrucker sind in den vergangenen Jahren zunehmend Etagen- oder Abteilungs-Druckern gewichen. Diese sind praktisch, solange es um Wartung und Verbrauchsmaterial-Beschaffung geht. Beim Ausdruck vertraulicher Dokumente stellen diese zentralen Drucksysteme allerdings ein Risiko dar. Abhilfe können hier Lösungen bringen, die den Ausdruck erst dann starten, wenn der Besitzer des Dokuments sich an dem Drucker angemeldet hat. Das Labor des IAIT hat sich die Authentifizierungs-Lösung SEH ThinPrintReader TPR-10 in Verbindung mit .print Personal Printing Essentials von Cortado angesehen.
SEH ThinPrintReader TPR-10
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Was liegt denn da im Drucker rum?

Sicheres Drucken mit den .print Personal Printing Essentials läuft folgendermaßen ab: Als erstes wird ein zentraler Druckserver im Unternehmensnetz aufgesetzt, auf dem alle Druckjobs eingehen. Dazu arbeiten die Clients mit einem virtuellen Drucker namens "Personal Printer". Der Server speichert diese Druckaufträge ab. Geht ein Mitarbeiter zu einem der Unternehmensdrucker und authentifiziert sich dort, schickt der Server den oder die zu dem jeweiligen Benutzer gehörenden Druckaufträge sofort an den entsprechenden Drucker, wo der Mitarbeiter die Ausdrucke dann an sich nimmt. Auf diese Weise wird sichergestellt, dass nur der Drucker, an dem sich der Benutzer gerade befindet, die dazugehörigen Druckaufträge abarbeitet und nicht irgendein anderes System im Netz, wo sie dann unbeobachtet liegen bleiben könnten. Außerdem kann der Anwender den Zeitpunkt des Ausdrucks genau bestimmen, und sich beispielsweise erst dann am Drucker authentifizieren, wenn er allein ist oder sich bei Bedarf zu einem anderen Drucker begeben, der in einem leeren Raum steht.

Der ThinPrintReader TPR-10 von SEH versorgt selbst Drucker, die über keine eigene Authentifizierungs-Lösung verfügen, mit den entsprechenden Sicherheits-Features. (Bild: SEH)

Auf diese Weise stellt die Lösung sicher, dass die Mitarbeiter ihre vertraulichen Ausdrucke immer persönlich abholen und dass jeder Benutzer wirklich nur seine eigenen Print-Jobs ausdrucken kann. Da die Druckertreiber auf dem Server laufen, müssen sich Administratoren darüber hinaus nicht mit der Client-seitigen Pflege der Treibersoftware für die einzelnen Netzwerkdrucker befassen.

Sollen Druckaufträge über das WAN oder das Internet laufen, so lassen sich die .print Personal Printing Essentials um Funktionen zur Datenkompression, zur Bandbreiten-Kontrolle und zum Übertragen von Druck-Jobs erweitern. Die Drucklösung unterstützt zudem nicht nur "normale" Print-Clients, sondern ebenfalls Terminalserver- und virtuelle Umgebungen. Darüber hinaus arbeitet sie mit Linux- und MacOS-Clients gleichermaßen zusammen, in diesem Fall müssen die verwendeten virtuellen Drucker aber ihre eigenen Druckertreiber haben.

Die Authentifizierung läuft entweder über eine Smartcard oder ein Blackberry-Handy ab, mit dem die Anwender einen QR-Code am jeweiligen Drucker einscannen. Der Print-Client auf dem Blackberry schickt daraufhin eine Nachricht an den Print-Server und informiert ihn darüber, dass der Besitzer des Handys sich an dem Drucker befindet, woraufhin die Druckausgabe startet. Für erhöhte Sicherheit können die Administratoren das System so konfigurieren, dass zusätzlich noch eine PIN-Eingabe nötig ist. Für Umgebungen, in denen die Mitarbeiter keine Blackberry-Mobiltelefone haben und in denen die Drucker über keinen integrierten Smartcard-Reader verfügen, stellt SEH den ThinPrintReader TPR-10 als Authentifizierungslösung zur Verfügung, der zwischen den Druckern und dem Netzwerk-Switch zum Einsatz kommt. Er ermöglicht dort die Benutzer-Authentifizierung - sogar mit einer Smartcard ? mit allen Druckern, also selbst mit solchen, die keine eigene Authentifizierungs-Hardware mitbringen.

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