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Test SEH ThinPrintReader TPR-10

Drucken mit Authentifizierung

Die Test-Umgebung

Für unseren Test installierten wir zunächst die .print Personal Printing Essentials auf einem Server unter Windows Server 2008 R2 mit Service Pack 1. Die Software selbst läuft nach Angaben des Herstellers auf allen Windows Servern seit Windows Server 2003 mit Service Pack 2 in der 32-Bit-Version. Abgesehen davon benötigt sie den IIS mit ASP.NET 2.0, das .NET-Framework 2.0 oder 3.5 und die Serverrolle "Print Server". Die Printing Essentials arbeiten zudem mit allen Netzwerkdruckern zusammen, können aber nicht auf Cluster-Systemen, Terminalservern, Domain-Controllern und Windows-Server-Core-Installationen zum Einsatz kommen.

An Client-Systemen und virtuellen Desktops unterstützt die ThinPrint-Lösung Windows XP mit Service Pack 3 oder neuer (inklusive der 64-Bit-Version) und alle Microsoft Terminalserver seit Windows Server 2003 mit Service Pack 2. Dazu kommen noch die bereits erwähnten Linux- und MacOS-Systeme mit eigenen Druckertreibern.

Nach der Installation des Servers hängten wir die ThinPrintReader zwischen unseren Netzwerk-Switch und unsere beiden Testdrucker, konfigurierten sie und richteten anschließend vier Testbenutzerkonten mit Smartcard-Authentifizierung ein. Zum Schluss druckten wir mit diesen Konten verschiedene Dokumente aus und überprüften, wie sich das System in der Praxis verhielt.

Installation

Um die Personal Printing Essentials zu installieren, muss ein Benutzerkonto zum Einsatz kommen, dass mindestens über lokale Administratorrechte verfügt. Außerdem muss der verwendete Server Mitglied der Domäne sein. Das Setup selbst läuft ? wie unter Windows üblich ? mit Hilfe eines Assistenten ab und sollte keinen Administratoren vor unüberwindliche Schwierigkeiten stellen.

Die Setup-Routine spielt zunächst diverse Prerequisites ein und verlangt danach einen Neustart des Servers, bevor sie mit der eigentlichen Installation der Printing Essentials beginnt. Sobald das Setup abgeschlossen ist, findet sich in der Druckerkonfiguration des Servers der bereits freigegebene Personal Printer, der auf den Clients als Standarddrucker zum Einsatz kommen sollte. Damit das System nun funktioniert, muss in der Verwaltungskonsole der Personal Printing Essentials noch mindestens ein Drucker eingerichtet werden.

Um diesen Schritt durchzuführen, öffneten wir zunächst die angesprochene Management-Konsole, wechselten nach "Personal Printing" und fügten dort die Drucker hinzu. Die betroffenen Geräte müssen dazu auf dem Server bereits als normale Drucker existieren. Sobald die Drucker in den Personal Printing Essentials vorhanden sind, ist das System im Prinzip betriebsbereit. In unserem Netz war es jetzt nur noch erforderlich, die ThinPrintReader als Authentifizierungs-Lösungen und die Benutzerkonten zu konfigurieren. Bevor wir uns dieser Thematik zuwenden, gehen wir aber noch einmal kurz auf den Funktionsumfang der .print Personal Printing Essentials ein.

Das Verwaltungstool der .print Personal Printing Essentials wurde als Plugin für die Management-Console von Microsoft realisiert. (©Smartmedia PresService)

Die Personal Printing Essentials

Das Konfigurations-Werkzeug für die Personal Printing Essentials wurde als Snapin für die Microsoft Management Console (MMC) realisiert. Hier finden sich zwei Einträge. Zunächst einmal können die Administratoren unter "Active Directory-Benutzer und -Computer" die Domäne durchsuchen. Bei den Benutzerkonten-Eigenschaften findet sich dann ein zusätzlicher Reiter namens ".print Personal Printing". Die zuständigen Mitarbeiter haben hier die Gelegenheit, das Personal Printing für das jeweilige Benutzerkonto zu aktivieren oder zu deaktivieren und die Authentifizierungs-Methode festzulegen (GemClub-Memo-Karte, Karte mit vorgegebener PIN oder Barcode mit Smartphone scannen). Unter den Authentifizierungs-Einstellungen müssen sie bei der Karten-Authentifizierung zudem die ID der dem betroffenen Nutzer zugeteilten Karte eingeben, damit das System weiß, welcher Anwender welche Karte benutzt. Darüber hinaus ist es noch möglich, eine Benutzer-PIN festzulegen. Auf das Einrichten der Karten als Authentifizierungs-Mittel gehen wir später noch genauer ein.

Der zweite Eintrag der Konsole nennt sich "ThinPrint" und befasst sich mit der Konfiguration der Personal Printing Essentials selbst. Hier haben die zuständigen Mitarbeiter die Möglichkeit, Drucker hinzuzufügen, die Drucker-IDs zu ändern und Drucker zu deaktivieren. Abgesehen davon können sie das Verzeichnis für die Druckaufträge auswählen, das Konto für den ADAM-Service-Account festlegen sowie das Zugriffskonto (ein Konto mit lokalen Administrator-Rechten) und die maximale Speicherdauer für die Druckjobs definieren. Zusätzlich lassen sich die einzelnen Authentifizierungs-Methoden, also Karte, Blackberry oder PIN, an zentraler Stelle ein- und ausschalten. Last but not least gehört die Lizenz-Verwaltung noch zum Funktionsumfang der Personal-Printing-Management-Konsole.

Der .print-Personal-Printing-Reiter innerhalb der Active-Directory-Benutzerverwaltung. (©Smartmedia PresService)

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