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Test AVM FRITZ!Box 6810 LTE

Die AVM FRITZ!Box 6810 LTE im Praxistest

Stationärer Inhouse-Telefonie-Test over LTE

LTE taugt ja nicht nur zum flotten Surfen, sondern auch zum Telefonieren mit Festnetzkomfort. Das Verfahren nennt sich Voice-over-LTE, kurz VoLTE.

Für diesen Test haben wir eine "AVM FRITZ!Box 6810 LTE" und eine Vodafone-SIM-Karte mit drei Berliner "030-Festnetznummern" von der Berliner Firma AVM leihweise bekommen. Wir haben jede Nummer, samt zugehörigem Vodafone-Sprach-Passwort, in die LTE-Box eingetippt. Nach jeder Nummerneingabe checkte die Fritzbox 6810, ob die gerade eingetragene Internet-Telefon-Nummer auch wirklich funktioniert. Dazu musste noch gar kein DECT-Schnurlos-Telefon an der Fritzbox eingebucht sein, das macht der Webserver der 6810 ganz alleine.

Grundsätzlich unterstützt dieses Gespann aus 6810-Router und VF-SIM-Karte laut AVM-Datenblatt sogar bis zu zehn "Festnetz-Nummern" auf "zwei Leitungen". Sogar die Mitnahme bestehender Festnetz-Nummern in die 6810-Lösung, alias Rufnummern-Portierung, soll möglich sein.

Zum echten Telefonieren schlossen wir noch zwei DECT-Schnurlos-Telefone der Gattung "AVM FRITZ!Fon MT-F" an. Damit riefen wir diverse Handys, Smartphones, VOIP-Telefone und ISDN-Anschlüsse an. Und siehe da, die Voice-over-LTE-Telefonie via AVM-Router und Vodafone-LTE-Netz klappte überraschend schnell und klang recht gut.

Der Tester wanderte mit den AVM-DECT-Schnurlos-Telefonen zuerst durch sein Büro und danach aus dem Haus hinaus. Dabei entstand der Eindruck, dass die kleine "AVM FRITZ!Box 6810 LTE" am konkreten Standort keine schlechteren DECT- und WLAN-Reichweiten zeigt, als die hier früher ebenfalls schon mal getesteten, baugrößeren Modelle AVM 7270 oder AVM 7390. Das überrascht, denn die 6810 schaut doch recht klein und putzig aus im Vergleich zu den älteren, größeren Fritzboxen.

Bei diesem LTE-Telefonie-Test in München hatten wir bereits drei Berliner Telefonnummern erfolgreich in der "AVM FRITZ!Box 6810 LTE" aktiviert. Außerdem waren schon zwei DECT-Schnurlos-Telefone "AVM FRITZ!Box MT-F" an der 6810 angemeldet: Mit dem ersten DECT-Handset namens "Harald 1 @ LTE" telefonieren wir gerade zu einem Smartphone mit der Vorwahl 0179. Mit dem zweiten Handset namens "Harald 2 @ LTE" telefonieren wir gleichzeitig zu einem Telekom-Festnetz-Anschluss mit der Vorwahl 089. Auf beiden angerufenen Geräten erscheint als Absenderkennung eine Berliner Nummer, obwohl wir in diesem Test ja von München nach München telefonieren: Voice-over-Internet macht solche Verwirrspiele möglich! Auf alle Fälle ist hiermit bewiesen: Die "AVM FRITZ!Box 6810 LTE" kann "zwei Leitungen" via LTE bedienen, sofern eine geeignete SIM-Karte im Router steckt. (Bild: Harald Karcher)

Die Eintragung der Voice-over-LTE-Rufnummern in den LTE-Router "AVM FRITZ!Box 6810 LTE" war denkbar einfach: Provider auswählen, in unserem Fall Vodafone. Ortsvorwahl der zugewiesenen Nummer eintragen, in unserem Fall die 030, weil wir die Test-Nummern ja von der Berliner Firma AVM leihweise bekommen haben. Telefonnummer eintragen. Sprach-Passwort eintragen. OK drücken. Und schon testet die "AVM FRITZ!Box 6810 LTE" vollautomatisch, ob die Nummer funktioniert. Dazu muss noch gar kein DECT-Handset an der 6810 angemeldet sein. (Bild: Harald Karcher)

Wer seinen Ohren nicht traut, kann sich die Qualitäts-Parameter der mittels Voice-over-LTE geführten Telefonate auch in der Expertenansicht des Webservers der "AVM FRITZ!Box 6810 LTE" detailliert schwarz auf weiß anschauen. (Bild: Harald Karcher)

Wir hatten im Test nur mal zwei DECT-Schnurlos-Telefon-Handsets mit dem LTE-Router "AVM FRITZ!Box 6810 LTE" verbunden. Das reichte, um das Funktionieren von "zwei Leitungen gleichzeitig" zu testen. Laut AVM-Handbuch kann der User bis zu sechs DECT-Handsets gleichzeitig an der 6810 einloggen. (Bild: Harald Karcher)

Hier führen beide DECT-Handsets gerade aktiv Voice-over-LTE-Telefonate. Der DECT-Monitor zeigt sehr schön, dass der DECT-Abschnitt der Telefonie-Strecke im 1,8 GHz-Band funkt. Der LTE-Teilabschnitt der Telefonie-Strecke dagegen funkt im 800 MHz-Band der Digitalen Dividende. Trotz dieser Koppelung von zwei verschiedenen Funkarten klingt das Telefonat recht gut. Nur das Symbolfoto der DECT-Basis unten mittig war in diesem Screenshot noch nicht ganz aktuell: Die hier symbolisch angezeigte ältere Fritzbox liegt noch waagerecht auf dem Tisch. Die neue "AVM FRITZ!Box 6810 LTE" steht dagegen aufrecht. (Bild: Harald Karcher)

Auf den DECT-Schnurlos-Telefonen "AVM FRITZ!Fon MT-F" mit Farbdisplay kann man auch Emails empfangen. Der LTE-Router "AVM FRITZ!Box 6810 LTE" schafft die Mails nur eben nicht über einen herkömmlichen DSL-Anschluss heran, sondern über eine LTE-Verbindung. In unserem konkreten Falle über LTE-800 von Vodafone. (Bild: Harald Karcher)

Internetradio-over-LTE: Auf den DECT-Schnurlos-Telefonen "AVM FRITZ!Fon MT-F" mit Farbdisplay kann man auch Internet-Radio hören. Der LTE-Router "AVM FRITZ!Box 6810 LTE" schafft sie nur eben nicht über einen DSL-Anschluss heran, sondern über eine LTE-Verbindung. In unserem konkreten Falle über LTE-800 von Vodafone. (Bild: Harald Karcher)

Podcasts-over-LTE: Auf den DECT-Schnurlos-Telefonen "AVM FRITZ!Fon MT-F" mit Farbdisplay kann man sogar Podcasts empfangen. Der LTE-Router "AVM FRITZ!Box 6810 LTE" schafft sie nur eben nicht über einen DSL-Anschluss heran, sondern über eine LTE-Verbindung. In unserem konkreten Falle über LTE-800 von Vodafone. (Bild: Harald Karcher)

RSS-Feeds-over-LTE-an-DECT: Auf den DECT-Schnurlos-Telefonen "AVM FRITZ!Fon MT-F" mit Farbdisplay kann man auch RSS-Nachrichten empfangen. Der LTE-Router "AVM FRITZ!Box 6810 LTE" schafft sie nur eben nicht über einen DSL-Anschluss heran, sondern über eine LTE-Verbindung. In unserem konkreten Falle über LTE-800 von Vodafone. (Bild: Harald Karcher)

Leserkommentar

Thomas , Sat, 10. May. 2014 - 15:55:
Hallo. Das waere genau das, was ICH suche! Muesste auch unter Linux laufen. Vielen Dank fuer den Artikel.

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