tom's networking guide
 
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30. 04. 2012
4.0/5
Dr. Götz Güttich
Tom's Networking Guide

Test Iomega Storcenter px4-300d

Leistungsfähiger NAS-Server für KMU

Mit dem Storcenter px4-300d bietet Iomega einen Netzwerkspeicher für kleine und mittelgroße Umgebungen sowie verteilte Standorte an. IAIT hat das Produkt im Testlabor genau unter die Lupe genommen.
IomegaStorcenter px4-300d
.

Kleines NAS mit großer Leistung

Das Storcenter px4-300d von Iomega kommt in einem kleinen Desktopgehäuse, verfügt über vier Festplatteneinschübe und bietet eine Speicherkapazität von bis zu zwölf Terabyte. Für Umgebungen, in denen ein Rack vorhanden ist, gibt es das Modell ebenfalls unter der Bezeichnung Storcenter px4-300r. Der NAS-Server stellt die gespeicherten Daten nicht nur über die Protokolle AFP/Bonjour, CIFS und NFS bereit, sondern ermöglicht zudem iSCSI-Zugriffe auf Blockebene (bis zu 256 LUNs). Zwei GBit-Ethernet-Anschlüsse (die sich bei Bedarf aggregieren lassen), sorgen für eine hohe Zugriffsgeschwindigkeit.

Zusätzlich zu den bereits genannten Funktionen ist die Personal-Cloud-Technologie von Iomega Bestandteil des Leistungsumfangs des Geräts. Damit lassen sich zuvor definierte Speicherbereiche im Internet bereitstellen. Die Festplatten sind, entsprechenden RAID-Level vorausgesetzt, im laufenden Betrieb austauschbar. Der NAS-Server bietet Unterstützung für verschiedene RAID-Level, Integration in Active-Directory-Umgebungen sowie Support für USVs, Quotas und VLANs. Dazu kommen noch Datenreplikations-Funktionen und ein integrierter Druckserver. Abgesehen davon wurde das Produkt für den Einsatz in den meisten Virtualisierungs-Umgebungen zertifiziert.

In die Laufwerksschächte des Storcenter px4-300d passen sowohl 2,5-Zoll- als auch 3,5-Zoll-Harddisks. Falls erforderlich arbeitet die Lösung zudem mit SSD-Laufwerken zusammen. Als CPU kommt ein Dual-Core-Atom-Prozessor mit 1,8 GHz Taktfrequenz zum Einsatz und das Storcenter ist mit 2 GByte Arbeitsspeicher ausgestattet. Ein USB-3.0- und zwei USB-2.0-Ports ermöglichen den Anschluss von externen Speicher-Komponenten, Druckern, USVs und ähnlichem.

Darüber hinaus bringt der Storcenter px4-300d einen UPnP-/DLNA-zertifizierten Medienserver, einen Torrent-Download-Manager und eine soziale Medienfreigabe mit, über die sich Mediendaten auf Facebook, Flickr und Youtube veröffentlichen lassen. Dank der Unterstützung des Picture Transfer Protokolls (PTP) haben die Anwender außerdem die Möglichkeit, Bilder direkt von ihren Kameras auf den NAS-Server zu laden.

Das Iomega Storcenter px4-300d ist die Desktop-Variante, wer ein Rackmount-Modell benötigt, greift zum Storcenter px4-300r. (Bild: Iomega)

Der Testaufbau

In unserem Test integrierten wir den NAS-Server in das heterogene Netzwerk unseres Testlabors und nahmen zuerst die Konfigurationswerkzeuge des Produkts genau unter die Lupe, um uns mit der Funktionalität vertraut zu machen. Danach banden wir die Speicherlösung in unser Active Directory ein und griffen von Clients unter Windows, Linux und MacOS aus auf Netzwerk-Shares zu, die wir zuvor auf dem Storcenter px4-300d freigegeben hatten. Dabei legten wir ein besonderes Augenmerk auf den Umgang des Produkts mit Zugriffsrechten und Quotas.

Im nächsten Schritt verwendeten wir die iSCSI-Funktionalitäten des NAS-Produkts. Dabei richteten wir zunächst ein iSCSI-basiertes Laufwerk unter Windows ein und griffen anschließend mit einem Vmware ESXi-5.0-Hypervisor auf einen iSCSI-basierten Speicher auf der Iomega-Lösung zu. Letzterer Speicher wurde dann im Betrieb dazu genutzt, um virtuelle Maschinen bereit zu stellen. Darüber hinaus banden wir einen anderen Speicherbereich auf dem NAS-Gerät testweise per NFS an den ESXi-Hypervisor an.

Nun ging es an den Test der sonstigen Funktionen wie Personal Cloud, Daten-Replikation, Medienserver und Torrent-Download. Des Weiteren kamen PTP und die soziale Medienfreigabe unter die Lupe.

Danach analysierten wir mit Hilfe zweier USB-Drucker die Print-Server-Funktionalität des px4-300d und richteten mehrere VLANs ein, um Zugriffe von verschiedenen Netzwerken aus zu testen. Last but not least führten wir diverse Geschwindigkeitstests durch und überprüften die Effizienz der Link-Aggregation.

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