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Test Iomega Storcenter px4-300d

Leistungsfähiger NAS-Server für KMU

Inbetriebnahme

Um den NAS-Server in Betrieb zu nehmen, reicht es, das Produkt mit dem Daten- und dem Stromnetz zu verbinden und es anschließend hochzufahren. Danach steht über die URL http://{IP-Adresse des Servers} das browserbasierte Managementwerkzeug der Iomega-Lösung zur Verfügung. Standardmäßig kommt der NAS-Server als DHCP-Client. Da er seine IP-Adresse zudem auf seinem Front-Display anzeigt, dürfte es keine Schwierigkeiten dabei geben, den px4-300d im Netz zu finden. Für Heimanwender stellt Iomega darüber hinaus ein Tool namens "Iomega Storage Manager" bereit, das unter Linux, MacOS und Windows läuft und NAS-Server im Netz sucht und die Shares automatisch verbindet.

Ruft der Anwender im Iomega Storage Manager die Konfiguration auf, so öffnet sich der Browser und er landet auf der Webseite http://{IP-Adresse des Servers}/setup.html. Dabei handelt es sich um eine Seite des Browser-basierten Management-Werkzeugs, die die wesentlichen Punkte enthält, die zur Erstkonfiguration des NAS-Systems abgearbeitet werden sollten.

Die Setup-Seite des Konfigurations-Werkzeugs umfasst alle Funktionen zur schnellen Inbetriebnahme des Storcenter px4-300d. (©Smartmedia PresSservice)

Zunächst einmal sind die zuständigen Mitarbeiter hier dazu in der Lage, dem Server einen Namen zu geben, ihn mit einer Beschreibung zu versehen und ihn ins Active Directory aufzunehmen. Abgesehen davon können sie Mail-Alerts konfigurieren, den Zugriff auf das Konfigurationswerkzeug über SSL-Verschlüsselung absichern, die Zeiteinstellungen vornehmen und die Personal Cloud konfigurieren. Damit die letztgenannte Funktion wie gewünscht arbeitet, müssen die Verantwortlichen zusätzlich noch den Port 50500 vom Router auf den NAS-Server weiterleiten und auf den Client-Geräten den eben genannten Iomega Storage Manager installieren, der den Zugriff auf die Cloud realisiert. Für iOS-basierte Produkte steht zu diesem Zweck eine andere Software namens Iomega Link zur Verfügung. Mit dem Abarbeiten der Setup-Seite ist die Inbetriebnahme abgeschlossen und der px4-300d kann in den Betrieb übergehen. In unserem Test dauerte der ganze Vorgang keine 20 Minuten.

Konfiguration

Meldet sich ein Administrator beim Konfigurationswerkzeug des px4-300d an, so landet er zunächst in einem Menüpunkt namens "Allgemein". Hier kann er über das "Axis Video Hosting" bis zu zehn Axis-IP-Kameras für Videoüberwachungen an das NAS-System anbinden. Außerdem steht an gleicher Stelle das Benutzer- und Gruppen-Management zur Verfügung. Damit sind die Verantwortlichen dazu in der Lage, Konten aus dem Active Directory zu importieren, die NAS-Benutzerverwaltung mit dem Active Directory zu synchronisieren und Quotas für bestimmte Anwender zu vergeben. Im Test funktionierten all diese Aktionen auf Anhieb.

Die "Einstellungen für die Startseite" übernehmen im Gegensatz dazu die Definition einer Startseite, die der NAS-Server Benutzern anzeigt. Diese Startseite kann beispielsweise die auf dem NAS-System vorhandenen Freigaben oder eine Dia-Show anzeigen.

Die Startseite des NAS-Servers mit einer Diashow. (©Smartmedia PresSservice)

In der Verwaltung der Shares stehen alle Funktionen bereit, die die IT-Mitarbeiter zum Anlegen und Verwalten der Freigaben benötigen. Hier lassen sich den Freigaben Zugriffsrechte zuweisen oder so genannte aktive Ordner definieren, die mit den Dateien, die in ihnen abgelegt werden, bestimmte Aktionen durchführen. Dazu gehören das Hochladen der Files auf Facebook, Flickr und Youtube, das Versenden der Dateien an E-Mail-Verteiler oder automatische Bildgrößen-Anpassungen. Im Test luden wir mit dieser Funktionalität Bilder auf Facebook hoch und versandten Files an diverse Mail-Konten. Dabei traten keine Probleme auf und insbesondere die Mail-Versand-Funktion hinterließ bei uns einen positiven Eindruck, da es mit ihr zum Beispiel möglich ist, Protokolle oder ähnliche Dokumente schnell und automatisiert an eine Gruppe bestimmter Mitarbeiter zu verteilen.

Die Kopier-Aufträge ermöglichen das automatische, zeitgesteuerte Kopieren von Daten in externe Laufwerke oder Ordner und umgekehrt. Darüber hinaus lässt sich an gleicher Stelle der "Quick-Transfer-Vorgang" konfigurieren, der nach dem Einstecken eines Speichermediums veranlasst, alle auf diesem Medium vorhandenen Daten in einen bestimmten - hier angegebenen - Ordner zu kopieren. Im Test ergaben sich - genau wie bei den Kopieraufträgen - keine Überraschungen.

In der Systemstatus-Übersicht haben die Administratoren die Möglichkeit, die Speicherauslastung aufgeschlüsselt nach iSCSI-, Musik-, Bild-, Film- und Dokumentendaten in Erfahrung zu bringen. Zusätzlich können sie Informationen einsehen, die das NAS-System selbst betreffen, wie etwa die Zeit, die Firmware-Version, die IP-Konfiguration, die Temperatur oder den Zustand der Lüfter.

Der Iomega Storage Manager nach dem Aufbau einer Verbindung zur Personal Cloud. (©Smartmedia PresSservice)

Das zweite Konfigurations-Menü befasst sich mit den Cloud-Services. Iomega unterstützt an dieser Stelle neben der bereits erwähnten Personal Cloud noch Remote-Zugriffe über den DNS-Dienst TZO. Dazu kommen Mozy Backup, Axis Video Hosting und Amazon S3 zum Sichern und Wiederherstellen von Dateien.

"System" umfasst alle Konfigurations-Punkte zum Verwalten des Servers selbst. Die Administratoren haben dabei unter anderem die Möglichkeit, Anwendungen auf dem NAS-System zu installieren und zu entfernen, beispielsweise Tools zur Performance-Messung und ähnliches. Außerdem können sie folgendes konfigurieren:

  • die SSL-Verschlüsselung des Zugriffs auf das Managementtool,
  • den Servernamen,
  • den Active-Directory-Zugriff,
  • die USV-Anbindung,
  • die Zeitzone,
  • die E-Mail-Alerts
  • und den Energiesparmodus.
  • Die Active-Directory-Integration funktionierte im Test problemlos. (©Smartmedia PresSservice)

    Letzterer steuert die Anzeige-Helligkeit des Displays und das Herunterfahren der Laufwerke des NAS-Servers. Zu guter Letzt sehen die zuständigen Mitarbeiter an dieser Stelle den System-Status und aktualisieren die Firmware sowie die auf dem Server installierten Anwendungen.

    Mittels des Backup-Menüs richten die Verantwortlichen Datensicherungen ein. Dabei unterstützt der Server die Dienste Amazon S3, Avamar, Mozy Backup, Time Machine (für Apple-Umgebungen) und die bereits genannten Kopieraufträge.

    Was den Umgang mit Mediendaten angeht, so bringt der Iomega-Server nicht nur einen eigenen Medienserver mit, der sich im Test problemlos von den Windows- und MacOS-Clients in unserem Netz nutzen ließ, sondern unterstützt zudem Videoüberwachungen mit Netzwerkkameras von Axis, D-Link und Panasonic. Darüber hinaus ist er in der Lage, Bilder direkt von Digitalkameras auf den NAS-Server zu kopieren. Im Test überspielten wir erfolgreich Bilder von Kameras von Sony und Fujifilm. Die Torrent-Download-Funktion schließt den Leistungsumfang bei den Mediendaten ab.

    Im Test banden wir ohne Schwierigkeiten iSCSI-Laufwerke an diverse Clients an. (©Smartmedia PresSservice)

    Bei der Speicher-Konfiguration verwalten die zuständigen Mitarbeiter angeschlossene externe Geräte und Freigaben. Außerdem fügen sie iSCSI-Laufwerke hinzu und bearbeiten sie. Abgesehen davon ist es möglich, die Harddrives zu verwalten (mit Schreibcache, RAID-Leveln und ähnlichem). Was das RAID angeht, so unterstützt der Server übrigens die Level 0, 1, 5 und 10. Zusätzlich kann man eine noch freie Harddisk als Hotspare definieren. Zum Beispiel RAID 5 mit drei Platten und einer Hotspare.

    Die Netzwerk-Konfiguration lässt sich im Gegensatz dazu nutzen, um den Server einer Domäne hinzuzufügen, die beiden Netzwerk-Anschlüsse zu konfigurieren (mit Jumbo Frames, VLANs, Link Aggregation und so weiter), die Personal Cloud zu einzurichten und Remote-Zugriffe auf den Server zu gestatten. Außerdem aktivieren oder deaktivieren die zuständigen Mitarbeiter hier bei Bedarf die Protokolle AFP, FTP, NFS, rsync, SNMP, TFTP, WebDAV-Datei-Freigabe, Windows DFS und Bluetooth (mit optionaler Zusatz-Hardware).

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