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Test PRTG Network Monitor 12.2

Netzwerküberwachung leicht gemacht

Der Konfigurations-Guru

Der Konfigurations-Guru hilft den zuständigen Mitarbeitern bei der grundlegenden PRTG-Konfiguration. Im ersten Schritt macht er die Mitarbeiter darauf aufmerksam, dass es sinnvoll sein könnte, die Zugriffe auf das Web-Interface der Lösung per SSL zu verschlüsseln. Dabei haben die User die Möglichkeit, diese SSL-Verschlüsselung zu aktivieren oder den Schritt zu überspringen. Diese beiden Optionen - also Durchführen der vorgeschlagenen Aufgabe oder Sprung zum nächsten Punkt - stehen bei allen Schritten des Konfigurations-Gurus zur Verfügung.

Nachdem wir die SSL-Verschlüsselung eingerichtet hatten, legten wir mit Hilfe des Konfigurations-Gurus zunächst unser Administrations-Passwort fest und trugen die Anmeldedaten für die Windows-Systeme - also die Domäne in unserem Netz - ein. Dieser Schritt ist erforderlich, damit PRTG auf die entsprechenden Rechner zugreifen kann, um Informationen abzufragen. Anschließend fragte der Guru nach SNMP- sowie Vmware- und Xen-Anmeldedaten sowie Credentials für Linux-Systeme und bot an, die Internet-Verbindung mit Gateway und DNS-Servern zu überwachen.

Im nächsten Schritt konnten wir die Server angeben, die PRTG im Netz im Auge behalten sollte. Dazu bot uns der Guru Domänen-Controller, Exchange- oder andere Mail-Server sowie weitere Server nach Name oder IP-Adresse an. Hier trugen wir zunächst nur unseren Domänen-Controller und unseren Exchange Server ein, da wir die weiteren Systeme später über eine allgemeine Netzwerksuche in die PRTG-Umgebung aufnehmen wollten.

Nach dem Einrichten der Server-Überwachung ging es daran, das Monitoring von Websites und Online-Shops einzurichten und auf Wunsch die Überwachung der Cloud-Dienste Google (Search, Drive und Mail), Office 365, Salesforce, Dropbox, iCloud, Facebook, Twitter und Skype zu aktivieren. Zum Abschluss führte der Konfigurations-Guru dann eine automatische Netzwerksuche nach Systemen in unserem LAN durch. Dabei wurden alle aktiven Komponenten auf Anhieb gefunden. Bei den Vmware-Systemen erkannte PRTG außerdem, dass es sich um Hosts virtueller Maschinen (VMs) handelte und führte die darauf installierten VMs gleich als Sensoren mit auf.

Der PRTG Network Monitor beim Start. (©Smartmedia PresSservice)

Die automatische Netzwerksuche

Die automatische Netzwerksuche lässt sich jederzeit manuell starten oder per Zeitplan regelmäßig automatisch ausführen. Sie stellt einen guten Weg dar, um die Konfiguration auf dem aktuellen Stand zu halten und neue Systeme mit in die PRTG-Umgebung aufzunehmen. Möchte ein Benutzer beispielsweise eine neue Gruppe mit allen Windows Servern generieren, so reicht es, eine automatische Netzwerksuche anzulegen, die betroffene Probe zu selektieren, einen Gruppennamen einzutragen und anzugeben, wie die Sensorerzeugung ablaufen soll. Hier gibt es vier Möglichkeiten: manuell, automatisch nach Geräten, automatisch nach Geräten detailliert (diese Methode kann sehr viele Sensoren erzeugen) und Sensor-Erzeugung mit Hilfe von Gerätevorlagen. Der Einsatz der letztgenannten Methode ergibt vor allem Sinn, wenn sich im Netz mehrere identische Systeme mit bestimmten Komponenten befinden. In den meisten Fällen dürft es sinnvoll sein, eine normale automatische Sensor-Erzeugung durchlaufen zu lassen und die dabei gefundenen Sensoren bei Bedarf manuell zu ergänzen, etwa um Überwachungs-Funktionen für bestimmte Server-Typen.

Im nächsten Schritt geht es ans Festlegen des Zeitplans für die automatische Suche und die Angabe des zu durchsuchenden Adressbereichs. Hier stehen verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung, nämlich Klasse-C-Basis-IP-Adresse mit Beginn und Ende (IPv4), eine Liste individueller IP-Adressen oder DNS-Namen (IPv4 oder IPv6), eine Netzwerkadresse plus Subnetz (IPv4) sowie IP mit Oktett-Bereich (IPv4). Es sollte also jeder Administrator eine Option finden, die zu seinem Netzwerk passt.

Sobald die für den Adressbereich erforderlichen Angaben vorgenommen wurden, können die zuständigen Mitarbeiter noch eine Namensauflösung mit Hilfe von DNS, WMI oder SNMP aktivieren und die automatische Suche für die Adressen von bereits bekannten Geräten überspringen, um den Vorgang zu beschleunigen.

Zum Schluss geht es an die Angabe der Anmeldedaten für die Windows-, Linux-, Vmware/Xen- und SNMP-Systeme sowie der Einstellungen für den HTTP-Proxy und der Zugriffsrechte. Alle hier erwähnten Angaben lassen sich bei Bedarf aus der bestehenden Konfiguration erben, so dass die automatische Suche beispielsweise die Anmeldedaten verwendet, die zuvor über den Konfigurations-Guru eingegeben wurden. Die Zugriffsrechte legen übrigens fest, welche PRTG-Benutzerkonten Zugriff auf die bei der aktuellen Suche gefundenen Einträge erhalten. Wenn die Suche abgeschlossen ist, erscheinen die neuen Sensoren automatisch in der Geräte-Übersicht, auf die wir gleich noch genauer eingehen.

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