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Test PRTG Network Monitor 12.2

Netzwerküberwachung leicht gemacht

Das Web-Interface

Nachdem die Installation und Erstkonfiguration abgeschlossen waren, wandten wir uns zunächst dem Leistungsumfang des Monitoring-Werkzeugs zu. Nach dem Login beim Web-Interface im laufenden Betrieb landet der Administrator auf einer Willkommensseite, die es ihm ermöglicht, den Konfigurations-Guru nochmals auszuführen, eine automatische Netzwerksuche zu starten, zur Geräte-Übersicht zu wechseln, die Enterprise Console herunterzuladen, die Smartphone-Apps zu installieren sowie Hilfe einzusehen und den Support zu kontaktieren.

Am oberen Fensterrand bietet das Konfigurations-Werkzeug eine Menüleiste an, die gleich zu den wichtigsten Punkten, wie Geräte-Übersicht, Bibliothek, Alarmen und so weiter verzweigt. Unterhalb dieser Haupt-Menüpunkte finden sich aber noch weitere Einträge, auf die der Anwender wechseln kann, indem er das Menü herunterklappt und dann mit dem Mauspfeil darauf fährt.

Im Fall der Hauptseite handelt es sich bei diesen Unterpunkten vor allem um vier Übersichtsseiten. Diese lassen sich bei Bedarf - wie alle anderen Seiten ebenfalls - als Hauptseite festlegen, die direkt nach dem Login angezeigt wird. Sie enthalten Überblicks-Informationen über die wichtigsten Sensoren (diese können von den Benutzern als "Favoriten" markiert werden), das Aktivitätsprotokoll, Todos, Alarme, Warnungen, Gruppen, Geräte, Sensoren, ungewöhnliche Vorkommnisse und kürzliche Protokoll-Einträge.

Dazu kommen noch eine Sitemap mit allen Links, die dem aktiven Benutzerkonto zur Verfügung stehen sowie Optionen zum Aufrufen der Mobile Web GUI und der oben erwähnten Willkommensseite. Damit enthält das Menü zur Hauptseite umfangreiche Möglichkeiten, den PRTG Network Monitor so zu konfigurieren, dass er den zuständigen Mitarbeitern sofort nach dem Login umfassende Informationen über ihr Netzwerk liefert. Auf der rechten Fensterseite findet sich zudem eine tiefgehende, kontextbasierte Hilfefunktion, die fast alle angebotenen Konfigurationspunkte erklärt. Diese Hilfe steht auf jeder Seite des Konfigurationstools bereit.

In der Geräte-Übersicht sehen die zuständigen Mitarbeiter den Status der einzelnen Sensoren. (©Smartmedia PresSservice)

Die Geräte-Übersicht

Der zweite Menüeintrag verzweigt auf die schon angesprochene Geräte-Übersicht. Sie stellt das Herzstück des Network Monitors dar und zeigt alle überwachten Systeme mit ihren Sensoren in einer Baumstruktur innerhalb ihrer jeweiligen Gruppen. In dieser Übersicht erkennen die Mitarbeiter auf den ersten Blick, wo Fehler aufgetreten sind, wo Warnungen existieren und so weiter, denn fehlerhafte Sensoren erscheinen rot, Sensoren mit Warnungen gelb und Sensoren ohne Probleme grün.

In der Geräte-Übersicht lassen sich die Daten nicht nur einsehen, sondern es ist zudem möglich, bei Bedarf Remote-Probes, neue Gruppen sowie neue Geräte und Sensoren hinzuzufügen. Dazu kommen eine Geo-Map, die zeigt, wo sich die jeweils überwachten Systeme auf der Welt befinden sowie grafische Übersichten, die Aufschluss über die Alarme, die Prozessorlast, den Datenverkehr und die Antwortzeiten geben. Diese Übersichten zeigen in der Standardeinstellung jeweils den Status der letzten zwei, der letzten 30 und der letzten 365 Tage.

Nach dem Klick auf eine Gruppe, einen Rechner oder eine Probe landen die zuständigen Mitarbeiter immer in einer dazugehörigen Drill-Down-Übersicht. Hat ein Unternehmen also beispielsweise alle Windows Server in einer Gruppe zusammengefasst, so erscheinen nach dem Klick auf diese Gruppe nur noch die dazugehörigen Systeme. Auf diese Weise können die IT-Mitarbeiter die Anzeige auf einzelne Rechner und sogar einzelne Sensoren zu beschränken. Zeigt das System nur die Daten eines Rechners an, so präsentiert es die darauf befindlichen Sensoren als Liste. Diese Liste umfasst für alle Einträge neben den sensorspezifischen Daten wie Name und Status unter anderem auch kleine grafische Darstellungen, die beispielsweise auf einen Blick Aufschluss über die Auslastung bringen.

Nach dem Drill-Down auf ein einzelnes System finden sich die darauf überwachten Dienste in einer Liste. (©Smartmedia PresSservice)

Die Übersicht über einzelne Sensoren bringt im Gegensatz dazu detaillierte Informationen, wie Live-Daten, eine 2- und 30-Tage-Übersicht und ähnliches. Darüber hinaus haben die Verantwortlichen an dieser Stelle die Möglichkeit, Einstellungen zu den Sensoren vorzunehmen und zum Beispiel den Namen, das Abtastintervall, die Priorität (diese bestimmt die Sortierung der Objekte in Listenansichten) und die Zugriffsrechte zu modifizieren. Außerdem ist es möglich, die Sensoren so zu konfigurieren, dass sie bei bestimmten Zuständen oder dem Erreichen bestimmter Schwellenwerte Benachrichtigungen verschicken. Wechselt ein Sensor beispielsweise in den Zustand "Fehler", so kann er nach einer definierten Zeitspanne eine Mail an den zuständigen Administrator senden. Zusätzlich besteht auch noch die Option, einzelnen Kanälen innerhalb der Sensoren Grenzwerte zuzuweisen und sie in die Überblicksgrafiken und Tabellen aufzunehmen. Last but not Least fügen die Administratoren an gleicher Stelle bei Bedarf Kommentare ein und analysieren die zu dem jeweils betroffenen Sensor gehörenden Protokolleinträge.

Zu den soeben genannten Punkten kommen bei den Ansichten für Geräte und Gruppen ebenfalls Reiter, mit denen die IT-Verantwortlichen Live Daten als Grafiken und Tabellen einsehen und das Protokoll aufrufen können. Zwei-Tages-, Monats- und Jahres-Übersichten stehen genauso zur Verfügung, das Gleiche gilt für eine Option zum Abfragen "Historischer Daten". Bei letztgenannter geben die Administratoren selbst einen Zeitraum für die anzuzeigenden Informationen vor.

Bei den Gruppen und Geräte-Übersichten gibt es zusätzlich noch den Punkt "Verwaltung". Hier besteht die Option, Sensoren mittels Drag-and-Drop je nach den Wünschen des jeweiligen Mitarbeiters anzuordnen.

Über die Einstellungen pausieren die zuständigen Mitarbeiter auf Wunsch alle Sensoren in der Gruppe oder auf dem Gerät und legen den Gruppen- beziehungsweise Gerätetyp mit der Art der Sensorerzeugung (automatisch, manuell und so weiter) fest. An gleicher Stelle ist es auch möglich, Anmeldedaten zu ändern, Zeitpläne zu definieren und weitere Parameter, die bei der ursprünglichen Netzsuche vorgegeben wurden, zu modifizieren. Reiter zum Anlegen von Benachrichtigungen, zum Eingeben von Kommentaren und zum Einsehen des Systemprotokolls runden den Leistungsumfang der Gruppen- und Geräte-Konfiguration ab.

Eines ist an dieser Stelle noch zu erwähnen: in den Auflistungen der Sensoren und Computer lassen sich stets mehrere Objekte selektieren und über die Multi-Edit-Funktion gleichzeitig bearbeiten. Das ist zum Beispiel dann hilfreich, wenn es darum geht, die Konfiguration mehrerer Sensoren auf einmal zu modifizieren oder verschiedene Sensoren gleichzeitig zu pausieren.

Im Test stellten wir fest, dass der Ansatz, das Netz gruppen-, geräte- und sensorenweise zu administrieren, selbst in Umgebungen mit sehr vielen Komponenten und Sensoren dabei hilft, den Überblick zu behalten. So ist es beispielsweise einerseits möglich, einen Alarm zu konfigurieren, der beim Auftritt eines Fehlers in einer ganzen Rechnergruppe aktiv wird. Andererseits lassen sich Benachrichtigungen auch so einrichten, dass nur ein einziger Sensor auf einem einzelnen System als Trigger gilt. Die Alert- und Analyse-Möglichkeiten sind damit ganz genau an die Anforderungen bestimmter Situationen und bestimmter Mitarbeiter anpassbar, ohne dass die Übersichtlichkeit des Gesamtsystems darunter leidet.

Beim Hinzufügen von Geräten lassen sich unter anderem die Icons auswählen, unter denen die Devices in der Übersicht erscheinen. (©Smartmedia PresSservice)

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