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Test PRTG Network Monitor 12.2

Netzwerküberwachung leicht gemacht

Bibliotheken

Die Bibliotheken ermöglichen es den Anwendern im Gegensatz zur Geräteansicht, individuelle Ansichten, beispielsweise nach funktionalen Kriterien, zu erstellen. So ist es etwa möglich, Umgebungen, die in der Geräte-Übersicht nach technischen Gesichtspunkten wie Betriebssystemen oder Rollen im Netzwerk aufgeführt werden, in einer entsprechenden Bibliothek so neu anzuordnen, dass sie die Organisationsstruktur des Unternehmens mit Vertrieb, Buchhaltung, IT-Abteilung, Vorstand und so weiter widerspiegeln. Die Ansichten der einzelnen Bibliotheken lassen sich direkt im Browser per Drag-and-Drop generieren und modifizieren.

Möchte ein Anwender eine Bibliothek hinzufügen, so muss er nur einen Namen und die Zugriffsrechte auf das Objekt vergeben und kann dann sofort damit arbeiten. Bestehende Bibliotheken lassen sich jederzeit verändern. Im Test ergaben sich bei der Arbeit mit Bibliotheken keine Schwierigkeiten.

Der "Sunburst View" gibt auf einen Blick Aufschluss über den Zustand der überwachten Komponenten. Die Übersicht wird von innen nach außen immer feiner und einzelne Systeme vererben ihren Status nach innen. Auf diese Weise stellt Paessler sicher, dass der innere Ring, der das gesamte Netz repräsentiert, nur dann nicht rot ist, wenn keines der äußeren Systeme einen Fehler aufweist. (©Smartmedia PresSservice)

Sensoren

Die Sensor-Übersicht umfasst eine Liste aller Sensoren mit ihrem Status, einer kleinen Grafik, die beispielsweise die Last zeigt und ähnlichem. Möchte der Administrator einen neuen Sensor anlegen, so fragt ihn der PRTG Network Monitor zunächst einmal, ob der Sensor zu einem neuen oder einem bestehenden Gerät gehört, wie das Gerätesymbol aussieht, ob die Verbindung über IPv4 oder IPv6 läuft, wie die Anmeldedaten lauten und ob die Sensorerzeugung manuell oder über eine automatische Suche erfolgen soll.

Entscheidet sich ein Mitarbeiter für das manuelle Anlegen eines Sensors, so kann er aus insgesamt 131 definieren Sensortypen wählen. Um diesen Vorgang zu vereinfachen, bietet Paessler Entscheidungshilfen mit Rubriken an. Dabei beantworten die Anwender Fragen und erhalten dann nur die für sie passenden Sensoren angezeigt. Die Fragen lauten "Was soll gemonitored werden?" (Verfügbarkeit, Bandbreite, Datenverkehr, Geschwindigkeit, Leistung, CPU Nutzung, Datenträgernutzung, Speichernutzung, Hardware-Parameter, Netzwerk-Infrastruktur oder Eigene Sensoren), "Art des Zielsystems?" (Windows, Linux/MacOS, Virtualisierungs-OS, Datei-Server, Mail-Server, SQL-Server) sowie "Eingesetzte Technologie?" (Ping, SNMP, WMI, HTTP, SSH, Packet-Sniffing, NetFlow/sFlow/jFlow). Mit Hilfe dieser Kategorien gelang es uns im Test sehr schnell, die Sensoren einzurichten, die zum Überwachen unseres Exchange-Systems und unserer vSphere-Umgebung erforderlich waren.

Im zu den Sensoren gehörenden Menü stehen den Benutzern verschiedene Optionen zur Verfügung, um einen Überblick über die Sensor-Messwerte zu erhalten. So gibt es zum Beispiel Top-10-Listen zu Themen wie "beste Verfügbarkeit", "schnellster Ping", "schlechteste Ausfallzeit", "langsamster Ping", "geringste Bandbreitennutzung", "schnellste Website" und ähnlichem. Dazu kommen Übersichten nach Status, Verfügbarkeit, Gruppe, Typ und so weiter. Es ist hier sogar möglich, Sensoren zu vergleichen und historische Daten einzusehen. Dabei ergaben sich bei uns im Test recht interessante Einblicke in die Performance in unserem Netz.

Die Überwachungssoftware stellt die Messdaten einzelner Sensoren auch grafisch dar. Hier die CPU-Last eines Servers über den Zeitraum von einem Monat hinweg. (©Smartmedia PresSservice)

Alarme

Der PRTG Network Monitor bietet umfassende Alarmfunktionen. Die Alarme lassen sich sogar nutzen, um Neustarts zu automatisieren und Powershell-Skripts, Batch-Dateien und DLLs auszuführen. Außerdem findet sich in PRTG auch eine Liste mit aktuellen Alarmen und Warnungen.

Fährt ein Administrator seine Maus im "Hoover"-Modus über diese Liste (das gilt übrigens gleichermaßen für andere Übersichten wie etwa die über Geräte oder Sensoren), so blendet das Web-Interface immer ein Überblicksfenster mit den wichtigsten Daten und Grafiken zu dem betroffenen Eintrag an. Das ist sehr nützlich, wenn man sich einen schnellen Eindruck über mehrere Einträge machen möchte, ohne erst jeden Eintrag einzeln öffnen zu müssen.

Maps

Die Maps bieten eine grafische Netzwerk-Übersicht, die auf Wunsch mit einem Hintergrundbild versehen sein kann. Auf diese Weise ist es unter anderem möglich, einen Lageplan aller Rechner im Haus zu erstellen, auf dem neben dem Ort gleich der Status der einzelnen Systeme erscheint. Die zuständigen Mitarbeiter können jederzeit mehrere Maps erstellen und sie auch veröffentlichen, damit Dritte Zugriff auf die darin enthaltenen Daten haben. Maps eignen sich auch sehr gut als Hauptseite, die das System direkt nach dem Login präsentiert. Sie lassen sich zudem jederzeit problemlos in externe Websites einbinden.

Auch das Erstellen der Maps läuft - genau wie das der Bibliotheken - mit Drag-and-Drop aus dem Gerätebaum heraus. Darüber hinaus stellt Paessler noch zusätzliche Symbole für die Maps bereit, die transparente Komponenten wie unmanaged Switches und externe abstrakte Systeme wie das Internet symbolisieren. Es ist außerdem problemlos möglich die Verbindungen zwischen den einzelnen Systemen in die Map mit aufzunehmen. Im Test fanden wir eine Karte unseres LAN als Überblicks-Map so nützlich, dass wir sie als Hauptseite einrichteten.

Eine Network-Map als Hauptseite. (©Smartmedia PresSservice)

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