tom's networking guide
 
Anzeige

Test PRTG Network Monitor 12.2

Netzwerküberwachung leicht gemacht

Exchange-Überwachung

Die Überwachungsmöglichkeiten, die Paessler für Exchange-Server bereitstellt, sind sehr umfangreich. Das System stellte uns insgesamt 97 Sensoren zur Verfügung, die speziell für Exchange-Systeme gedacht sind. Damit lassen sich so unterschiedliche Bereiche wie der Speicher, die Datenbank und die Zahl der aktiven Benutzer überwachen. Einige der Sensoren sind sehr "gerade heraus" und erklären sich praktisch von selbst, wie zum Beispiel der Sensor, der die Zahl der pro Sekunde versandten Nachrichten misst oder der Sensor, der die Administratoren über die Logon-Operationen pro Sekunde informiert. Andere sind nicht so leicht verständlich, wie etwa der "Database Cache % Hit edgetransport". Generell gilt, dass es beim Überwachen von Exchange-Servern sinnvoll ist, die einzelnen Mail-Queues im Auge zu behalten, da sich hier leicht herausfinden lässt, ob es beim Mail-Versand zu Staus kommt. Ebenfalls wichtig: die Zahl der pro Sekunde verschickten Mails, denn mit diesem Sensor lässt sich herausfinden, ob irgendwelche Rechner im Netz zum Versenden von Spam missbraucht werden. Abgesehen davon sollten Administratoren die CPU- und Speicherlast, die Mail-Dienste POP3, IMAP4, SMTP sowie die Queues zum internen Weiterverteilen der Mails auf die Mailboxen überwachen lassen. Wenn es hier zu keinen Problemen kommt, können Sie im Allgmeienen davon ausgehen, dass sich der Exchange-Server in einem guten Zustand befindet. Der "Roundtrip-Sensor" darf in diesem Zusammenhang ebenfalls nicht vergessen werden. Er schickt eine Mail an einen externen Dienst, den die Administratoren vorher so konfigurieren müssen, dass er die Mail sofort wieder zurückschickt. Auf diese Art und Weise lässt sich bestimmen, wie lang eine Nachricht zu dem genannten Service und zurück benötigt. Im Test ergaben sich beim Überwachen unseres Exchange-2010-Servers keinerlei Schwierigkeiten.

Die Exchange-Überwachungsfunktion bringt eine sehr große Zahl an Sensoren mit. (©Smartmedia PresSservice)

Das Monitoring von vSphere

Beim Überwachen von Virtualisierungs-Umgebungen auf Basis von Vmware (wir verwendeten im Text vSphere-5- und ESXi-5-Systeme) sind folgende Punkte zu beachten: Wurden die Credentials für die Virtualisierungs-Hosts korrekt angegeben, so findet die automatische Netzwerksuche die Systeme, erkennt sie als ESXi-Hosts und richtet gleich Sensoren zum Überwachen der darauf laufenden VMs ein. Die ganze Sache ist folglich sehr einfach und läuft "Out of the Box". Arbeitet ein Unternehmen aber mit vSphere-Servern, die mehrere ESXi-Systeme verwalten und Vmotion, um die VMs ja nach Auslastung von einem Host auf den anderen schieben zu können, dann ergibt der eben beschriebene Ansatz keinen Sinn. Verschiebt Vmotion nämlich eine VM von einem Host auf einen anderen, so löst dieser Vorgang bei PRTG einen Alarm aus, da die VM ja plötzlich auf dem dazugehörigen Host nicht mehr existiert.

In diesem Fall ist es besser, die ESXi-Hosts nicht direkt, sondern über den vSphere-Server zu überwachen. In diesem Fall hat PRTG die Sichtweise von vSphere und erkennt, dass die VM noch arbeitet, nur eben auf einem anderen Host. Um das genannte Szenario zu realisieren, ist aber Handarbeit angesagt. Beim vSphere-Server handelt es sich nämlich um eine Windows-Software, die auf einem Windows-Server läuft. Untersucht das Paessler-Produkt diesen Server mit der automatischen Netzwerksuche, so richtet es zwar die Standard-Windows-Sensoren ein, nicht aber die Vmware-Sensoren. Diese Arbeit müssen die Administratoren manuell nachholen. Dabei dürfen sie als Credentials für die Vmware-Umgebung nicht die Login-Daten für die ESXi-Server verwenden, sondern müssen eines der Windows-Benutzerkonten einsetzen, das Zugriff auf den vSphere-Server hat. Im Test funktionierte das eben genannte Vorgehen bei uns ohne Probleme.

Beim Überwachen von Vmware-Umgebungen ergibt es Sinn, nicht nur die einzelnen Hosts im Auge zu behalten, sondern gleichermaßen den vSphere-Server. (©Smartmedia PresSservice)

Leserkommentar

Keine Kommentare

Kommentar hinzufügen

* - Pflichtfeld

*





*
*
Rubriken
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Mehr zum Thema
Test Datacore SANsymphony V R8
Mit SANsymphony-V bietet Datacore eine leistungsfähige Software-Plattform zum Bereitstellen, Teilen, Migrieren, Replizieren, Erweitern, Konfigurieren und Upgraden von Speicher ohne Verzögerungen und Downtime. IAIT hat sich angesehen, was die aktuelle Vers [mehr]
Test Entuity Eye of the Storm 2011 Enterprise
Je umfangreicher die Netzwerke, desto schneller verlieren Administratoren ohne geeignete Tools den Überblick. Entuity Eye oft he Storm 2011 bietet verschiedene Methoden an, mit denen die bestehende Infrastruktur zumindest teil-automatisch erfasst werden k [mehr]
Test Kroll Ontrack PowerControls 6.0
Exchange- und Sharepoint-Server sind längst in vielen Unternehmen unverzichtbarer Bestandteil der Unternehmens-Infrastruktur. Die unabdingbaren Backup-Szenarien werden dabei aber oft vernachlässigt. Hauptsache es gibt ein Backup, wie erfolgreich sich Date [mehr]
Workshop Medienspeicherung und Verteilung
Eigene Videos, Digitalfotos und MP3-Song immer und überall hören und sehen, ohne langes Suchen durch zentrale Medienspeicherung und Medienabruf vom PC, TV-Gerät und Handy aus. [mehr]
Test CA ARCserv Backup r12
Die jüngste Version der Backup-Software für Unternehmen weist im Management- und Sicherheitsbereich viele neue Funktionen auf. Was das Produkt in der Praxis leistet, hat sich IAIT angesehen. [mehr]
High-Speed-PLC-Modems der 200-mbps-Klasse
Powerline-Modems der jüngsten Generation versprechen Triple-Play-taugliche Heimvernetzung ohne neue Kabel ? die Hausstromleitung genügt. Wir haben getestet, wie viele der versprochenen 200 MBit/s in der Realität durch Stromnetz flitzen und ob Video- und [mehr]
Anzeige