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Test IAIT SEH ThinPrint Gateways TPG60 und TPG65

Druckserver für ThinPrint-Umgebungen

Der Test

Für unseren Test benötigten wir die genannten zwei Netzwerkdrucker, die ThinPrint Gateways und einen ThinPrint-Printserver. Zunächst richteten wir die Netzwerkdrucker ein und installierten das TPG60 - dazu später noch mehr. Anschließend konfigurierten wir das TPG60 so, dass es mit den Druckern kommunizieren konnte. Zum Schluss richteten wir eine ThinPrint-Umgebung mit einem zentralen Print-Server in der Version 8.6 unter Windows Server 2008 in der 32-Bit-Version ein. Auf diesem Printserver legten wir dann einen - zunächst noch unverschlüsselten - ThinPrint-Port an und fügten dem Betriebssystem einen freigegebenen Standarddrucker hinzu, der diesen ThinPrint-Port nutzte. Dieser Drucker sandte im Betrieb seine Druckdaten an das TPG60.

Im Test analysierten wir zunächst die eben beschriebene Druckumgebung ohne Verschlüsselung, arbeiteten mit dem TPG60 und stellten sicher, dass alles funktionierte. Danach konfigurierten wir eine Verschlüsselungsumgebung mit Zertifikaten und verschlüsselten unsere Print-Jobs. Anschließend richteten wir unseren zweiten Drucker ein und überprüften, ob alle Print-Jobs von allen Clients so bei den Zieldruckern ankamen, wie erwartet. Zum Abschluss nahmen wir dann das TPG-65 mit seinen neuen Funktionen und seinem Benutzer-Interface unter die Lupe.

Die Sicherheits-Einstellungen des TPG60 lassen sich so konfigurieren, dass nur bestimmte Systeme im Netz auf den Print-Server zugreifen können. (©Smartmedia PresSservice)

Installation

Die Installation der ThinPrint-Engine läuft - wie unter Windows üblich - mit Hilfe eines Wizards ab und wird niemanden vor unüberwindliche Schwierigkeiten stellen. Deswegen können wir uns an dieser Stelle gleich der SEH-Lösung zuwenden.

Die Inbetriebnahme des TPG60 gestaltet sich ebenfalls verhältnismäßig einfach. Nachdem die zuständigen Mitarbeiter das Produkt mit dem Netz verbunden haben, sucht es sich beim Hochfahren über DHCP oder BOOTP eine IP-Adresse. Sollte im Netz kein entsprechender Server vorhanden sein, so besteht die Option, dem Gateway mit Hilfe des SEH-eigenen InterCon-NetTools manuell eine IP-Adresse zuzuweisen. In unserem Netz existierte ein DHCP-Server, deswegen konnten wir direkt nach dem Hochfahren über die URL http://{IP-Adresse des Systems} auf das TPG60 zugreifen.

Wenn der Browser eine Verbindung zum Web-Interface des TPG60 hergestellt hat, so landet der Administrator zunächst auf einer Startseite, die es ihm ermöglicht, die Sprache zu wählen, in der das Web-Interface erscheinen soll. Außerdem umfasst die Startseite Informationen wie zum Beispiel die Supporttelefonnummer des Herstellers oder auch einen Link zu Vertriebskontakten. An Sprachen unterstützt das System übrigens Chinesisch, Deutsch, Englisch, Französisch, Italienisch, Japanisch, Koreanisch, Portugiesisch und Spanisch.

Auf der rechten Seite des Browser-Fensters findet sich eine Menüzeile, über die die Administratoren auf die anderen Funktionen des Konfigurations-Werkzeugs zugreifen können. Sie enthält einen Link zur Produktdokumentation auf der SEH-Website sowie die drei Punkte "Status", "Konfiguration" und "Optionen".

Unter "Status" sehen die zuständigen Mitarbeiter zunächst allgemeine Informationen wie Seriennummer, MAC-Adresse, Softwareversion und ähnliches ein. Darüber hinaus haben die auch die Möglichkeit, eine Job History in Listenform aufzurufen, die die abgearbeiteten Druckaufträge enthält und Detailinformationen zu Namen, Zeitpunkt, Sender, Status, Größe und ähnlichem liefert. Auf diese Weise bekommen sie einen schnellen Überblick über die Aktivitäten in der Druckumgebung.

Interessanter kommt das Konfigurations-Menü daher, da dieses alle Punkte zum Einrichten des TPG60 umfasst. Hier können die IT-Verantwortlichen beispielsweise eine Gerätebeschreibung vergeben und Händlerinformationen eintragen, die dann auf der Startseite erscheinen. Abgesehen davon ist es auch möglich, die Netzwerkkonfiguration für IPv4 vorzunehmen. Neben den üblichen Einstellungen wie IP-Adresse und Netzmaske fragt das TPG60 an dieser Stelle auch nach einem Hostnamen, einem Standort und einem Ansprechpartner. Außerdem unterstützt das System - wie bereits erwähnt - DHCP und BOOTP, bei Bedarf sind die Administratoren zudem in der Lage, unter anderem auch ARP/Ping, ZeroConf und Bonjour zu aktivieren. Im Test war die Konfiguration der genannten Punkte schnell abgeschlossen.

Die DNS-Konfiguration verlangt nach den IP-Adressen der zu verwendenden DNS-Server, während die Zeiteinstellungen das Setzen der Zeitzone und das Angeben eines NTP-Servers erlauben. Unter "Schutzmechanismen" sorgen die zuständigen Mitarbeiter dafür, dass der Zugriff auf das TPG60 abgesichert wird. So können sie unter anderem ein Passwort für das Konfigurations-Interface setzen, bestimmte IP-Adressen als zugelassene Sender konfigurieren (nur diese Systeme dürfen dann Daten an das Gateway schicken), HTTP- und FTP-Verkehr erlauben oder sperren und eine Netzwerk-Authentifizierung auf Basis von EAP-MD5, EAP-TLS, EAP-TTLS, EAP-PEAP oder EAP-FAST aktivieren. Damit eignet sich das ThinPrint Gateway auch für den Einsatz in Umgebungen mit höheren Anforderungen an die Netzwerksicherheit.

Die ThinPrint-Konfiguration stellt das Herzstück des Gateways dar. Hier richten die IT-Mitarbeiter die Drucker ein und zwar mit ID, Klasse, Treiber, Remote Adresse, Port und ähnlichem. Darüber hinaus legen sie den ThinPrint-Port fest, definieren die Bandbreite und den Timeout und geben die Serveradresse und vergleichbare Parameter an. Unter "Zertifikate" erfolgt schließlich das Erstellen von Certificate-Requests und das Einspielen der Zertifikate (Root- und TPG-Zertifikate).

Der letzte Menüpunkt "Aktionen" erlaubt es, das Gerät neu zu starten und auf Standardeinstellungen zurückzusetzen. Zusätzlich lassen sich an dieser Stelle auch Software-Updates durchführen (was im Test problemlos funktionierte).

Im Test ergaben sich bei der Konfiguration des Systems keine Probleme. Die Drucker waren schnell eingerichtet und das unverschlüsselte Drucken lief anschließend problemlos ab.

Die ThinPrint-Konfiguration stellt das Herzstück des TPG60 dar. (©Smartmedia PresSservice)

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