tom's networking guide
 
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30. 08. 2013
Dr. Götz Güttich, IAIT
Tom's Networking Guide

Test IAIT Igel UD2-LX Multimedia

Thin-Client mit starker Multimedia-Performance

Beim Igel UD2-LX Multimedia handelt es sich um einen Multiprotokoll-SoC-Thin-Client, der Citrix HDX und Microsoft RemoteFX unterstützt und zudem noch Vmware View zertifiziert wurde. Das Produkt konnte im IAIT-Testlabor in Verbindung mit RemoteFX-fähigen virtuellen Maschinen, Microsoft Terminal Servern und beim Einsatz von HDX mit Citrix XenApp zeigen, was in ihm steckt.
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Thin-Client mit mächtig Power

Thin-Clients sind zunehmend beliebter und halten schon lange überall dort Einzug, wo lokal keine große Leistung gebraucht wird, insbesondere, was die Multimedia-Werte des Systems angeht. Braucht man hingegen höhere Grafikperformance, ist es mit der Herrlichkeit schnell geschehen und es stehen doch wieder mehr oder weniger fette Desktop-PCs am Arbeitsplatz. Knackpunkt ist dabei vor allem die Umsetzung der Signale für den virtualisierten Desktop. Der UD2-LX Multimedia von Igel ist eine System-on-a-Chip-Lösung (SoC), die speziell für den Einsatz in virtualisierten Desktop-Umgebungen und für die Arbeit mit Cloud Hosted Applications optimiert wurde. Wie bei Igel Thin-Clients üblich arbeitet auch der UD2-LX Multimedia mit dem Igel Universal Desktop und lässt sich über die zentrale Management-Software "Igel Universal Management Suite" (UMS) verwalten.

Hardwareseitig setzt die Lösung auf einen ARM Cortex A8 Prozessor von Texas Instruments mit einem GHz Taktfrequenz als Basis für das "System on Chip". Das SoC integriert außerdem einen digitalen Signalprozessor (DSP) zum Beschleunigen der Protokolle Microsoft RemoteFX und Citrix HDX. Dieser DSP versetzt den Thin-Client in die Lage, HD Videos im Vollbildmodus darzustellen und grafisch aufwendige Inhalte wie Aero-Effekte bereit zu stellen.

Der Stromverbrauch des Systems im Sleep-Modus liegt bei unter einem Watt, im Betrieb gibt sich die Lösung mit etwa sieben Watt zufrieden. Die maximale Bildschirmauflösung beträgt 1920 x 1200 Punkte, eine Dualview-Option gehört mit zur Serienausstattung. An Protokollen unterstützt der Thin-Client neben Microsoft RDP mit RemoteFX und Citrix HDX SoC noch Vmware View über RDP und PCoIP. Bei letzterem steht allerdings im Moment noch keine Multimedia-Beschleunigung zur Verfügung. Abgesehen davon stellt der UD2-LX Multimedia noch einen lokalen Firefox-Browser, eine Java-Laufzeitumgebung, einen PDF-Reader und einen Mediaplayer bereit. Die Firmware des Systems basiert auf Linux.

Der Igel UD2-LX Multimedia kommt unscheinbar daher, hat aber einiges an Power im Gepäck. Ein Digitaler Signalprozessor sorgt in der System-on-a-Chip-Lösung für die höhere Grafikleistung. (Bild: Igel Technology)

Der Test

Im Test verwendeten wir den UD2-LX Multimedia, um auf Applikationen zuzugreifen, die auf einem Windows Server auf Basis von Windows Server 2008 R2 mit Service Pack 1 liefen. Als Grafikkarte kam dabei die offiziell von Microsoft als RemoteFX-fähig zertifizierte ATI FirePro v5800 mit einem GByte Grafikspeicher zum Einsatz.

Auf dem Server setzten wir zunächst unter Hyper-V eine virtuelle Maschine (VM) mit Windows 7 Service Pack 1 auf und verwendeten den Thin-Client, um mit RemoteFX auf den Desktop dieser VM zuzugreifen und mit dem System zu arbeiten. Dabei testeten wir, wie der praktische Einsatz von Bürosoftware sowie 3D-Anwendungen wie AutoCAD 2013 und Ashampoo 3D CAD Architecture 4 auf dem UD2-LX Multimedia ablief. Darüber hinaus installierten wir auf dem Server das Spiel "World of Warcraft" und den Ego Shooter "Open Arena" (in der Version 0.8.8) und prüften, wie flüssig das Spielerlebnis war.

Anschließend aktivierten wir auf unserem Server die Terminaldienste und verwendeten den Thin-Client, um mit RemoteFX auf freigegebene Büroprogramme zuzugreifen. Der Test mit 3D-Applikationen und Spielen ergibt in dieser Umgebung keinen Sinn, da die Terminaldienste für den Büroeinsatz optimiert wurden und die Grafikkarte im Server nicht für die 3D-Beschleunigung nutzen.

Zum Schluss spielten wir auf dem genannten Server Citrix XenApp 6.5 ein und stellten die genannten Büroprogramme über ICA/HDX im Netz zur Verfügung. Hier prüften wir ebenfalls, wie der Betrieb in der Praxis ablief. Der Einsatz von Spielen und 3D-Programmen ist unter XenApp ebenso wenig sinnvoll, wie beim Windows Terminal Server.

Abgesehen davon verwendeten wir alle drei Umgebungen, also den Windows Terminal Server, Citrix XenApp und die virtuelle Maschine zur Wiedergabe von Multimedia-Dateien einschließlich HD-Videos und warfen einen Blick auf den allgemeinen Leistungsumfang des Thin-Clients.

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