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Test IAIT Kroll Ontrack EasyRecovery 10

Auf der Suche nach der verlorenen Datei

Funktionsweise

Bevor wir im Detail auf den Test eingehen, ergibt es Sinn, noch kurz einiges zur Funktionsweise der Software zu sagen. das Produkt scannt zunächst die betroffenen Datenträger und erstellt dann einen Verzeichnisbaum der verlorenen oder gelöschten Dateien. Dabei ist es möglich, nach Dateien zu suchen, deren Namen bestimmte Eigenschaften aufweisen (zum Beispiel alle doc-Files). In dem Dateimanager steht dann eine "Datei speichern"-Funktion zur Verfügung, mit der sich die gefundenen Daten an einem sicheren Ort abspeichern lassen. Das Sichern der Daten kann bei Bedarf nicht nur auf Wechselmedien, sondern ebenfalls auf Netzlaufwerken erfolgen. Es gibt keine Beschränkungen in Bezug auf die Größe der Dateien und Laufwerke.

Der Willkommensbildschirm von EasyRecovery 10. (©Smartmedia PresSservice)

Der Test

Im Test installierten wir die Professional-Version der Software auf einem Server unter Windows Server 2008 R2 mit Service Pack 1, der über insgesamt vier interne Partitionen verfügte. Der Grund dafür liegt darin, dass die Software die Festplattenpartition mit den gelöschten Dateien nicht beschreibt. Ein solcher Schreibvorgang könnte nämlich gerade die Daten zerstören, die wiederherzustellen sind. Ontrack EasyRecovery liest also die zerstörten Dateien auf einer Partition ein und schreibt sie dann zur weiteren Verwendung auf eine andere Partition. Damit stellt die Lösung sicher, dass der Rettungsversuch - egal was passiert - zu keiner Verschlechterung der Situation führt. Deswegen eignet sich zu Testzwecken ein Rechner mit vielen Partitionen sehr gut, wir konnten in unserem Test Daten von FAT32- und NTFS-Datei-Systemen lesen und auf unserer vierten Partition abspeichern. In anderen Szenarien, also bei Rechnern mit nur einer Partition, dürfte es sinnvoll sein, die Datenrettung auf ein externes Speichermedium durchzuführen. In diesem Zusammenhang ist es außerdem wichtig daran zu denken, dass die EasyRecovery-Software nicht auf dem Laufwerk installiert werden darf, auf dem die gelöschten Daten liegen, da die Installation die zu rettenden Informationen ebenfalls überschreiben könnte.

Nach dem Setup verwendeten wir die Software zum Wiederherstellen von gelöschten Dateien unter Windows, zum Restore von Files auf USB-Sticks mit verschiedenen Partitionstypen, zum Retten von Daten von alten, nur teilweise lesbaren, selbstgebrannten CDs und zum Einlesen von gelöschten mp3-Dateien von einem mp3-Player. Zu guter Letzt hängten wir noch ein ext3-formatiertes externes Laufwerk eines Linux-Systems an unseren Testrechner und stellten Daten davon wieder her und arbeiteten mit dem Mail-Browser.

Installation

Um die Software auf einem Computer einzuspielen, genügt es, die Installationsdatei aufzurufen. Dann startet ein Wizard, der den Anwender durch den Setup-Prozess führt und der niemanden vor besondere Probleme stellen sollte. Im Wesentlichen muss der Benutzer nur den Installationspfad definieren und festlegen, ob die Software ein Icon auf dem Desktop anlegt.

Beim ersten Aufruf des Programms nach Abschluss des Setups verlangte es auf unserem Windows Server 2008 R2 zunächst einmal Administratorrechte. Das ist bei jedem Programmaufruf der Fall und lässt sich nicht vermeiden, da die Lösung unbehinderten Zugriff auf die Speicherkomponenten haben muss.

Bevor der Anwender Ontrack EasyRecovery einsetzen kann, muss er die Software erst einmal aktivieren. Dazu reicht es nicht wie bei anderen Lösungen, eine Seriennummer einzugeben und eine Online-Aktivierung durchzuführen. Statt dessen zeigt das Programm einen Link an. Wenn der Benutzer auf diesen klickt, öffnet sich ein Browserfenster mit der Adresse http://activations.lc-tech.com/activation/activate.php. Hier besteht nun die Möglichkeit, die Seriennummer einzutragen. Außerdem verlangt der Online-Dienst zwingend Name, Adresse, Telefon, E-Mail und Typ des Computersystems (PC oder Mac). Wenn alle Angaben gemacht wurden, generiert der Aktivierungsdienst einen Key, der sich wiederum in der Software eintragen lässt. Danach ist EasyRecovery unbeschränkt nutzbar.

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