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Test IAIT LSI NytroXD V2

Volle Leistung für datenhungrige Anwendungen

Die Testumgebung

Um die Cachelösung zu testen, setzten wir zunächst ein iSCSI-Target auf. Dieses arbeitete unter Centos 6.3 und stellte seinen Speicher über eine GBit-Ethernet-Verbindung im Netz bereit. Der verwendete Server (ein IBM-X-Server-System) arbeitete lokal mit zwei SAS-Festplatten, die als RAID-0-Verbund konfiguriert waren. Abgesehen davon verfügte er über eine Quad-Core-Xeon-CPU und zehn GByte RAM. Während des Tests setzten wir außerdem auch noch ein zweites iSCSI-Target ein, um die Performance mit verschiedenen Speicherlösungen zu analysieren. Dabei handelte sich um die NAS-Lösung Iomega StorCenter ix2, auf der wir keine Freigaben und sonstigen Dienste nutzten, sondern die wir ausschließlich als iSCSI-Target verwendeten. In dieser Lösung kamen ebenfalls zwei Festplatten als RAID-0-Verbund zum Einsatz.

Der MegaRAID Storage Manager bietet eine grafische Verwaltungsumgebung für die LSI-Lösung. (©Smartmedia PresSservice)

Sobald die iSCSI-Targets in Betrieb waren, setzten wir einen Datenbankserver auf, der den iSCSI-Speicher nutzen sollte. Dazu verwendeten wir Centos 6.1 als Betriebssystem. Dies war zwingend erforderlich, da die Nytro-XD-Treiber- und -Dienstsoftware nur mit dem Kernel 2.6.32-131.0.15.el6.x86_64 zusammenarbeitet, der mit dem Original-Release von Centos beziehungsweise Redhat Enterprise Linux 6.1 ausgeliefert wird. Unter Windows besteht diese Problematik nicht, da wir aber die Zugriffsgeschwindigkeiten mit Hilfe des sysbench-Benchmarks und einer MySQL-Datenbank messen wollten, hielten wir eine Linux-Umgebung für die bessere Wahl. Der Hersteller hat übrigens angekündigt, die Einschränkung auf eine bestimmte Linux-Kernel-Version mit der nächsten Fassung der Software zu beseitigen. Als Datenbank kam MySQL in der Version 5.5.28 zum Einsatz. Auf Hardware-Seite verwendeten wir ein System mit einer Intel i5-2300 Quad-Core-CPU mit 2,8-GHz-Taktfrequenz und acht GByte RAM.

Sobald wir die Verbindung zwischen unserem Datenbankserver und dem jeweiligen iSCSI-Target hergestellt hatten, verschoben wir das Arbeitsverzeichnis von MySQL auf das iSCSI-SAN und passten die Datei /etc/my.cnf in Bezug auf die Buffer- sowie Logfile-Größen und ähnliches an unsere Bedürfnisse an, damit MySQL auf unserem System möglichst flüssig arbeitete. So erhöhten wir zum Beispiel die Buffer-Pool-Size, um den freien Arbeitsspeicher auf unserem System bestmöglich zu nutzen und setzten den Log-Buffer auf vier MByte. Das iSCSI-SAN optimierten wir bewusst nicht, da diese Aufgabe ja von der NytroXD-Lösung übernommen werden sollte. Nachdem alles wie gewünscht lief, installierten wir den Sysbench-Benchmark auf dem Datenbankserver und führten mehrere Performance-Messungen durch, um einen Durchschnittswert für die Leistung des Systems ohne das LSI-Produkt zu ermitteln. Um dafür zu sorgen, dass alle Messungen von den gleichen Bedingungen ausgingen, spielten wir vor jeder Messung die Originaldatenbank von einem Backup wieder ein. Die Kommunikation zwischen dem Datenbankserver und dem iSCSI-Target fand über eine dedizierte Netzwerkverbindung statt.

Im nächsten Schritt installierten wir auf dem Datenbankserver den Nytro Profiler und verwendeten dieses Tool, um festzustellen, welchen Einfluss die Installation von NytroXD auf die Systemleistung haben würde. Zur Analyse der vom Profiler ermittelten Werte verwendeten wir den Nytro Predictor auf einer Windows-basierten Workstation.

Anschließend setzten wir die NytroXD-Karte in unseren Datenbank-Server ein und installierten die dazugehörige Treiber-Software für die Karte sowie die Dienstsoftware, die im Hintergrund läuft und die Hot Data identifiziert und anschließend in den Cache kopiert. Danach führten wir erneut einige Messungen aus, um zu sehen, wie sich die Leistung des Systems mit zunehmendem Cache-Einsatz verbesserte. Zum Schluss verglichen wir unsere Messergebnisse mit den Ergebnissen der Profiler-Software.

Die physikalische Übersicht des MegaRAID Storage Managers liefert den zuständigen Mitarbeitern umfassende Informationen über die Cache-Karte. (©Smartmedia PresSservice)

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