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Test Talend Enterprise Service Bus 5.2.1

Service Bus für Unternehmen

Der Test

Im Test installierten wir Talend ESB 5.2.1 auf einem Windows-8-Testrechner mit acht GByte RAM, 750 GByte Festplattenkapazität und einem Intel Quad-Core-Prozessor mit 2,4 GHz Taktfrequenz. Als Java-Umgebung kam die zum Testzeitpunkt aktuelle Java-Version 7 Update 17 zum Einsatz. Nach der Installation entwickelten wir mit dem Eclipse-basierten Development-Werkzeug von Talend ein einfaches "Hallo"-Programm, das Nutzern, die ihm über den ESB ihren Namen schickten, den String

"Hallo "{Benutzername}"!"

zurücksandte und stellten dieses über den Bus bereit.

Anschließend realisierten wir - ebenfalls mit der Entwicklungsumgebung - eine Datenbankabfrage über den ESB. Zum Schluss fügten wir eine bereits bestehende Anwendung in den ESB ein. Zu diesem Zweck existiert eine Beispielapplikation von Talend, die die Anforderungen einer Autovermietung mit Reservierungsfunktion und Kundenverwaltung abbildet und die frei für alle Interessierten zur Verfügung steht. Sie lässt sich folglich nach der Installation des ESB überall für Testzwecke nutzen.

Unser Hallo-Programm mit den dafür verwendeten Icons. (©Smartmedia PresSservice)

Installation

Talend ESB 5.2.1 wird in Form einer Installationsdatei und einer Depotdatei, die alle benötigten Komponenten enthält, ausgeliefert. Um die Software zu installieren, reicht es, die beiden Files in ein gemeinsames Verzeichnis zu legen, in der Installationsdatei die Variable "JAVA_HOME" zu setzen, damit der Installer die auf dem System vorhandene Java-Umgebung finden kann, und die Setup-Routine zu starten. Danach öffnet sich ein Wizard-Fenster, das zunächst einmal die Lizenzinformationen anzeigt, dann die Lizenzdatei haben möchte und zum Schluss fragt, welche Komponenten wo zu installieren sind. Für Client-Konfigurationen ergibt es zum Beispiel oftmals Sinn, nur die Entwicklungsumgebung einzuspielen. Für unseren Test entschieden wir uns aber dafür, alle Bestandteile zu installieren. Abgesehen davon haben die zuständigen Mitarbeiter während des Setups die Option, die Serverkomponenten (Administration Center, Command Line, Job Server und Runtime) als Systemdienste oder als manuell zu startende Produkte einzurichten. Die Konfiguration der Datenbank für das Talend Administration Center schließt den Setup-Wizard gemeinsam mit der Definition des SVN-Servers und ähnlichem ab.

Inbetriebnahme

Nachdem die Installation beendet war, starteten wir zunächst manuell den Web-Server mit Tomcat und dem Administration Center sowie Karaf als Container, da wir diese Dienste in unserer Testumgebung nicht als System Services eingerichtet hatten. Anschließend verwendeten wir unseren Browser, um die Seite http://localhost:8080/org.talend.administrator/ aufzurufen. Dort loggten wir uns mit den Standard-Zugriffsdaten "admin@company.com/admin" ein. Aus Sicherheitsgründen verfügt das Default-Konto ausschließlich über das Recht, Benutzerkonten zu verwalten. Auf diese Weise stellt Talend sicher, das während der täglichen Arbeit mit dem System keine Standard-Logindaten zum Einsatz kommen, was wir für sehr sinnvoll halten. Wir legten also jetzt im ersten Schritt ein Administratorkonto an, loggten uns aus und meldeten uns als Administrator wieder an.

Das Administrationswerkzeug

Das Talend Administration Center arbeitet mit einer übersichtlichen Baumstruktur, die es den zuständigen Mitarbeitern ermöglicht, schnell zu den für sie relevanten Konfigurationspunkten zu gelangen. Mit Hilfe des Administrationswerkzeugs lassen sich unter anderem Einstellungen für Projekte und Benutzer vornehmen, das Dashboard mit Verbindungen und Job-Analysen einsehen, die Dienste überwachen und die Server verwalten. Da wir für unseren Test zunächst einmal einen Server benötigten, legten wir den zu diesem Zeitpunkt an. Dazu mussten wir die Kommunikations-Ports definieren, dem Server einen Namen geben, den Host festlegen, den Timeout bestimmen und so weiter. Optional ist es möglich, die Kommunikation mit dem Server via SSL abzusichern. Nach dem Abschluss der Definition des Servers erscheint er mit seinem Status und der aktuellen Konfiguration sofort in der Übersicht und die Administratoren haben bei Bedarf die Option, über den Schaltfläche "Admin Server" auf die Apache Karaf Web Console zu wechseln.

Zur Repository-Verwaltung liefert Talend bei seinem ESB übrigens "Apache Archiva" mit. Bei der Arbeit mit dieser Softwarelösung stellten wir fest, dass die Installationsroutine den Pfad zur Java-Umgebung während des Setups ausliest und anschließend in die Archiva-Datei "wrapper.conf" einträgt. Aktualisiert man nun seine Java-Installation und der Pfad ändert sich (zum Beispiel bei der Aktualisierung von Java 7 Update 15 auf Java 7 Update 17), so reicht es nicht aus, die "JAVA_HOME"-Variable wieder neu zu setzen, da der wrapper.conf-Eintrag bestehen bleibt. Versucht man danach, Archiva zu starten, so quittiert das System diesen Versuch mit einer Fehlermeldung. Erst das manuelle Anpassen des Pfads in der wrapper.conf-Datei macht das System wieder lauffähig. Ein Workaround für dieses Problem liegt darin, einen festen, immer gleichbleibenden Pfad zur Java-Umgebung zu verwenden. Dennoch will Talend das Problem in einem der nächsten Software-Releases beheben.

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