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Vergleichstest aktueller Wireless-11-AC-Router

WLAN-AC-Turbo-Router fürs Heimnetz

Fazit

Wie schon im August 2012 festgestellt bringt der neue WLAN Standard IEEE 802.11ac einen erheblichen Performance-Zuwachs auf Bruttoübertragungsraten im Gigabit-Bereich. In Europa sind im 5-GHz-Band insgesamt vier 80-MHz-Kanäle (respektive zwei 160-MHz-Kanäle) plus drei 20-MHz-Kanäle belegbar. Die im IRT durchgeführten Messungen zeigen, dass selbst bei den Nettobitraten gegenüber aktueller WLAN-802.11n-Technik Datenraten um die 600 MBit/s möglich sind. Hochgerechnet ließen sich mit 160-MHz-Kanalbandbreite, wie sie für den finalen Standard vorgesehen ist, tatsächlich Datenübertragungsraten von mehr als 1 GBit/s erreichen. Doch noch gibt es für diese Ausbaustufe des Standards keine Chipsätze und die Anforderungen an die Router, die diese Datenmengen dann weiterschaffen müssen, lassen auch vermuten, dass die Umsetzung noch etwas dauern wird. Auf der Seite des Routers müssten entweder mehrere Gigabit-Schnittstellen oder gleich eine Zehn-Gigabit-Ethernet-Schnittstelle vorhanden sein, da sonst die Kabel-Schnittstelle zum Engpass wird.

Gigabit-WLAN-Router, die dem aktuellen Stand von IEEE 802.11ac genügen, können bereits HD-Inhalte aus verschiedenen Quellen im drahtlosen Heimnetzwerk auf mehrere Endgeräte ohne wechselseitige Störungen besser verteilen als Geräte älterer WLAN-Standards. Unter optimalen Bedingungen mit freier Sicht, etwa bei öffentlichen WLAN-Hotspots, aber auch im heimischen Wohnzimmer, bieten 11ac-Router in der Tat Nettodatenraten im Gigabit-Bereich. 11ac-Geräten überwinden durch Antennen-Techniken wie MIMO und Beamforming endlich sogar Ziegelwände, wenngleich Abstriche am Durchsatz nicht zu vermeiden sind. Noch fehlt es an 11ac-tauglichen Endgeräten, insbesondere 11ac-Sticks mit schnellem USB3-Interface, doch unsere Bridge-Messungen belegen, dass die 11ac-Infrastruktur bereits Gestalt annimmt: Mit 11ac-Routern sind Heimnetz- und Hotspot-Betreiber für die Datenflut aus 11ac-tauglichen Endgeräten jedenfalls gut gerüstet.

Das Testfeld ist noch überschaubar, die Leistung aber schon sehr vielversprechend. Doch noch basieren alle Geräte auf einer frühen Version eines Chipsatzes. Große Performance-Unterschiede erwarten wir uns erst, wenn es mehr als einen Chipsatz-Lieferanten gibt und der Standard endlich den finalen Status erreicht hat. (©Smartmedia PresSservice)

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