tom's networking guide
 
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29. 09. 2016
Dr. Götz Güttich, IAIT
Tom's Networking Guide

Test IAIT Altaro VM Backup 6.2.2.0

Backup schnell und einfach

Mit "VM Backup" bietet Altaro eine Backup Software an, die virtuelle Maschinen in Hyper-V- und VMware-Umgebungen sichern kann. Sie ist einfach zu bedienen und wendet sich an mittelgroße Unternehmen mit bis zu 50 Virtualisierungs-Hosts. Die Lösung konnte im IAIT-Testlabor zeigen, was in ihr steckt.
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Backup leicht gemacht

Altaro nimmt für sich in Anspruch, dass es weniger als 15 Minuten dauert, um "VM Backup" zu installieren und die erste Sicherung zu starten. Ein besonderes Highlight des Produkts ist dabei das einfach zu bedienende, praktisch selbsterklärende Benutzerinterface, das die Anwender beim Implementieren ihrer Backup-Strategie an die Hand nimmt. Die zuständigen Mitarbeiter müssen dazu lediglich ihre Virtualisierungs-Hosts und Backup-Ziele angeben, danach lassen sich die Datensicherungen einfach durch das Ziehen des Icons der zu sichernden Virtuellen Maschine (VM) auf das gewünschte Backup-Ziel konfigurieren.

VM Backup ist im Betrieb dazu in der Lage, parallel auf mehrere Virtualisierungs-Hosts zuzugreifen, und die darauf laufenden VMs auf unterschiedliche Speichermedien zu sichern, sowohl on-premise als auch über das Netz an entfernten Orten. Die Verwaltung der Software und das Überwachen der Backups läuft dabei über eine zentrale Konsole ab.

Sichert das System VMs über das WAN auf entfernte Rechner, so kommen bei Bedarf WAN-Beschleunigungstechniken zum Einsatz. Abgesehen davon führt VM Backup auf Wunsch auch automatische Backup-Verifizierungen durch. Darüber hinaus ist die Software dazu in der Lage, über eine granulare Restore-Option einzelne Dateien oder Exchange-Inhalte aus einem VM-Backup zu extrahieren und getrennt wiederherzustellen. Ein Zeitplaner sorgt dafür, dass die Backups bei Bedarf ohne Benutzerinteraktion regelmäßig im Hintergrund durchgeführt werden. Die dabei zum Einsatz kommenden Schedules lassen sich ebenfalls per Drag and Drop konfigurieren. Für kleine Umgebungen ? beispielsweise zu Hause oder in Testlaboren ? steht eine Freeware-Version von VM Backup zur Verfügung, die pro Host zwei VMs sichern kann.

Altaro bietet für VM Backup sowohl Telefon-Support an, der in weniger als einer Minute antworten soll, als auch Unterstützung per E-Mail mit einer Antwortzeit von maximal einer Stunde. Für dringende Fälle existiert auch ein Live Chat, der praktisch sofort erreichbar ist.

Praktisch alle Funktionen, die zum Leistungsumfang des Produkts gehören, funktionieren sowohl in Hyper-V- als auch in Vmware-Umgebungen. Abgesehen von den bereits genannten Features unterstützt VM Backup das Sichern von laufenden VMs (auch unter Linux), Cluster Shared Volumes (CSVs) und die Zusammenarbeit mit Vmware vCenter. Die zu sichernden Daten lassen sich darüber hinaus verschlüsseln und komprimieren.

Datenwiederherstellungen auf andere Hosts als das Originalsystem, von dem die VM ursprünglich kam, sind genauso möglich, wie die Wiederherstellung von unterschiedlichen Backup-Versionen, die zu verschiedenen Zeitpunkten erstellt wurden. Dabei lässt sich für jede VM genau festlegen, wie lang das System die Backups vorhalten soll.

Zusätzlich existiert auch die Option, Clones zu erzeugen, also Backups auf dem Original-Host wiederherzustellen, dabei aber einen unterschiedlichen Namen zu verwenden, so dass die Original-VM weiterlaufen kann. Für erweiterte Automatisierungs- und Reporting-Ansprüche bietet die Lösung das so genannte RESTful API. Möchte ein Administrator unter realen Bedingungen überprüfen, ob ein Backup voll funktionsfähig ist, so steht außerdem eine Funktion zum Wiederherstellen und Testen der jeweiligen Sicherheitskopie in einer Sandbox zur Verfügung.

VM Backup beim Herstellen der Verbindung zu einem ESXi 6.0 Update 2-Host. (©Smartmedia PresSservice)

Die Backups können auf USB-Medien, externe eSATA-Laufwerke, Netzwerk-Shares, NAS-Geräte, RDX-Cartridges und interne Festplatten erfolgen. Im Betrieb arbeitet die Software mit Windows Server 2008 R2 und neuer, dem Microsoft Hyper-V-Server (Core) sowie VMware ESXi, vSphere und vCenter, jeweils ab Version 5.0, zusammen. Die freie ESXi-Lizenz wird dabei allerdings nicht unterstützt, da sie das nötige API nicht zur Verfügung stellt.

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