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Test IAIT Altaro VM Backup 6.2.2.0

Backup schnell und einfach

Der weitere Funktionsumfang der Lösung

Gehen wir nun genauer auf den sonstigen Funktionsumfang des Produkts ein. In diesem Zusammenhang ist zunächst einmal die Dashboard-Seite zu erwähnen, die im Betrieb anstelle des Quick Setups erscheint. Diese umfasst neben einer Tortengrafik, die die Administratoren über den Status der Backup-Laufwerke informiert (freier Speicherplatz und ähnliches) auch eine grafische Darstellung der Größe der täglich angelegten Backups. Darüber hinaus gibt es auch noch Listen mit den gerade aktiven Aktionen, den letzten Backups, den letzten Offsite-Kopien sowie der Restore- und der Verification-History.

Eines der wichtigsten Features neben dem eigentlichen Durchführen von Backups ist mit Sicherheit der Scheduler, der automatische Backup-Läufe zu bestimmten Zeiten durchführt. Standardmäßig wurden bereits Zeitpläne für nächtliche Backups unter der Woche und abendliche Sicherungen am Wochenende vordefiniert. Auch hier genügt es, die zu sichernden VMs per Drag and Drop auf die Icons der Zeitpläne zu ziehen, um automatische Backups zu aktivieren.

Möchten die Administratoren eigene Zeitpläne anlegen, so definieren sie zunächst, ob die Datensicherungen wöchentlich oder monatlich ablaufen sollen. Bei wöchentlichen Plänen geben sie danach die Uhrzeit und die Wochentage an, an denen der Schedule Gültigkeit besitzt. Die Wochentage lassen sich dabei für On- und Offsite-Backups getrennt festlegen. Bei monatlichen Plänen definieren die zuständigen Mitarbeiter die Backup-Tage anhand ihres Datums (zum Beispiel fünfter Tag des Monats) oder ihrer Lage (zweiter Montag des Monats). Letzteres ist sehr sinnvoll, beispielsweise wenn es darum geht, alle Windows-VMs vor dem monatlichen Patch-Day von Microsoft nochmal zu sichern. Auch bei monatlichen Backups steht eine Option zum zusätzlichen Sichern auf Offsite-Speicher zur Verfügung. Eine Preview, die die nächsten anstehenden Sicherungsläufe auf der rechten Fensterseite in Listenform anzeigt, schließt den Konfigurationsbereich der Zeitpläne ab.

Ebenfalls von Interesse sind die "Retention Policies" die festlegen, wie lange das System einzelne Backup-Kopien aufbewahrt. Standardmäßig löscht VM Backup alte Sicherungen nach zwei Wochen, es wurden aber auch Retention Policies für einen Monat, sechs Monate und Nie (also gar keine Löschung) vordefiniert. Beim Anlegen einer neuen Policy geben die IT-Mitarbeiter lediglich die Zahl der Tage an, die die Software die Backups aufbewahren soll, danach ist die Regel nutzbar. Auch hier erfolgt die Zuweisung der VMs zu den Policies per Drag and Drop. Die Retention Policies existieren sowohl für On-, als auch für Offsite-Kopien.

Das Dashboard mit der Übersicht über die letzten Backups. (©Smartmedia PresSservice)

Was die Benachrichtigungen angeht, so ist VM Backup auf Wunsch dazu in der Lage, bei erfolgreichen Sicherungen, fehlgeschlagenen Sicherungen und komplett durchgeführten Restore-Vorgängen E-Mails an die Administratoren zu verschicken oder Log-Einträge zu generieren. Die "Advanced Settings" lassen sich nutzen, um für die einzelnen VMs genau festzulegen, wie das Backup ablaufen soll. So können die Administratoren hier die Komprimierung und Verschlüsselung ein- und ausschalten sowie festlegen, ob ISO-Images, die mit der jeweiligen VM verbunden sind, mit gesichert werden. Darüber hinaus definieren sie, nach wie vielen Backups die "Reverse Delta"-Funktion eine komplette Sicherung anstelle einer inkrementellen anlegt. Standardmäßig sind das 30 Tage, dieser Wert lässt sich aber auf VM- und Host-Ebene sowie auf Ebene der ganzen Backup-Umgebung ändern. Abgesehen davon existiert auch noch die Möglichkeit, bestimmte Laufwerke von den Datensicherungen auszunehmen und die Unterstützung von Vmwares Changed Block Tracking (CBT) zu aktivieren.

Die VSS-Einstellungen ermöglichen es den Benutzern im Gegensatz dazu, festzulegen, ob die Software "Application Consistent"- oder "File Consistent"-Backups erzeugt. Application Consistent bedeutet, dass sie Sicherungskopie im laufenden Betrieb aus einer Shadow Copy heraus angelegt wird. Bei Betriebssystemen, die keine Shadow Copyies unterstützen, hält das System die VM an, erzeugt den Snapshot und startet die VM wieder. Dieses Vorgehen bezeichnet der Hersteller als File Consistent. Applicatation Consistent Backups lassen sich nur auf Windows Servern erzeugen, auf Windows Clients und Linux-Systemen kommen File Consistent Backups zum Einsatz. Die nächsten Punkte der Management Console ermöglichen das Setzen des Verschlüsselungs-Keys, der für die Encryption der Backups zum Einsatz kommt und das manuelle Erzeugen von On- oder Offsite-Sicherungen.

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