tom's networking guide
 
Anzeige

Test IAIT Tintri T880 V2

Leistungsfähiger Speicher für virtuelle Umgebungen

Der Test

Im Test setzten wir die Tintri T880 in einer vSphere 6-Installation ein, in der drei unterschiedliche ESXi-Hypervisoren unter ESXi 6 Update 1 aktiv waren. Außerdem befand sich noch ein Hyper-V-System in unserer Testumgebung. Nachdem wir die Appliance mit unserem Netz verbunden hatten, richteten wir sie ein, konfigurierten die Hypervisoren so, dass sie den durch die T880 bereit gestellten Speicher nutzen konnten und verschoben diverse VMs auf die Tintri-Lösung. Diese liefen unter Linux (Centos, Suse Linux Enterprise Server und Ubuntu) und Windows (Windows Server 2008 R2 und Windows Server 2012 R2).

Danach aktualisierten wir Tintri OS auf die zum Testzeitpunkt neueste Version 4.0, nahmen das Management-Werkzeug der Appliance unter die Lupe und prüften, wie sich das System im laufenden Betrieb verhielt.

Hypervisor-Manager lassen sich sehr einfach in das System einbinden. (©Smartmedia PresSservice)

Inbetriebnahme

Um das Tintri-System in Betrieb zu nehmen, genügte es, die betroffene Appliance an das Management- und das Datennetz anzuschließen (letzteres kommt zum Einsatz, damit die Hypervisoren darüber auf den Speicher zugreifen können), einen Monitor sowie eine Tastatur mit einem der Controller zu verbinden und das Produkt anschließend hochzufahren. Danach haben die zuständigen Mitarbeiter die Möglichkeit, sich als "admin" beim System anzumelden. Das initiale Passwort ist dabei die Seriennummer der Appliance, die sich auf einem Aufkleber auf der Gehäuserückseite findet.

Nach erfolgreichem Login fragt das System den Administrator nach der zu verwendenden Administrations-IP-Adresse, über die das Management-Interface der Appliance erreichbar sein soll, sowie der dazugehörigen Netzmaske und dem Gateway. Bei Bedarf gibt es auch die Option, eine VLAN-ID festzulegen. Danach möchte die Appliance noch den Hostnamen wissen, damit ist die Erstkonfiguration an der Konsole bereits abgeschlossen.

Jetzt geht es über das Web-Interface weiter: Nach dem Aufruf der URL HTTPS://{IP-Adresse der Appliance} können sich die zuständigen Mitarbeiter - wieder mit "admin" und der Seriennummer - beim Konfigurationswerkzeug anmelden. Daraufhin startet ein Assistent, der den Verantwortlichen beim Durchführen der Erstkonfiguration hilft.

Dieser fragte uns zuerst einmal, wie die Appliance gegenüber den Hypervisor Managern erscheinen sollte. Standardmäßig wurde sie als einzelner, großer Datenspeicher konfiguriert, dieses Setup behielten wir im Test auch bei. Es war zu diesem Zeitpunkt folglich nur erforderlich, eine IP-Adresse für das Datennetz zu vergeben, auch hier wieder mit Netzmaske und Gateway sowie VLAN-ID, wobei die beiden letzten Angaben optional sind. Möchten die Verantwortlichen mehrere Datastores anlegen, so müssen sie an dieser Stelle jedem eine eigene IP-Adresse zuweisen.

Im nächsten Schritt gaben wir die Zugangsdaten für unseren vSphere Server an und versuchten, die E-Mail-Alerts zu konfigurieren. Das scheiterte zu diesem Zeitpunkt, da wir mit einem Mail-Server arbeiteten, der Authentifizierungsdaten verlangte. Die zu Beginn auf unserer Appliance installierte Tintri OS-Version 3.1 unterstützte aber keine SMTP-Authentifizierung. Deswegen ließen wir diesen Schritt zunächst aus. Nachdem wir später unser System auf Tintri OS 4 aktualisiert hatten, stand uns auch eine Option zum Einrichten von Mail-Alerts mit SMTP-Servern mit Authentifizierung zur Verfügung. Wir konnten diesen Schritt also später erfolgreich wiederholen.

Jetzt ging es an die Konfiguration der Uhrzeit und der Zeitzone. Dazu gaben wir den NTP-Server, der auf unserem Domänencontroller aktiv war, als Zeitserver an. Danach kamen die Adressen der zu verwendenden DNS-Server an die Reihe.

Im vorletzten Schritt fragte der Assistent, wie die Kommunikation mit dem Tintri-Support ablaufen sollte. Dabei stellte das System die empfohlene Option "Automatically send Tintri diagnostic reports (highly recommended)" zur Auswahl. Diese ließ sich aber auch deaktivieren. Ansonsten wollte das System noch den Namen des Ansprechpartners, seine E-Mail-Adresse, seine Telefonnummer und den Ort wissen, an dem die Tintri-Appliance installiert wurde. Zum Schluss verlangte der Wizard noch ein neues Administrationspasswort, danach war das Setup abgeschlossen und die Lösung ging in den normalen Betrieb über.

Die Tintri-Appliance erscheint innerhalb der vSphere-Umgebung als NFS-Share. (©Smartmedia PresSservice)

Leserkommentar

Keine Kommentare

Kommentar hinzufügen

* - Pflichtfeld

*





*
*
Rubriken
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Mehr zum Thema
Test Datacore SANsymphony V R8
Mit SANsymphony-V bietet Datacore eine leistungsfähige Software-Plattform zum Bereitstellen, Teilen, Migrieren, Replizieren, Erweitern, Konfigurieren und Upgraden von Speicher ohne Verzögerungen und Downtime. IAIT hat sich angesehen, was die aktuelle Vers [mehr]
Test Entuity Eye of the Storm 2011 Enterprise
Je umfangreicher die Netzwerke, desto schneller verlieren Administratoren ohne geeignete Tools den Überblick. Entuity Eye oft he Storm 2011 bietet verschiedene Methoden an, mit denen die bestehende Infrastruktur zumindest teil-automatisch erfasst werden k [mehr]
Test Kroll Ontrack PowerControls 6.0
Exchange- und Sharepoint-Server sind längst in vielen Unternehmen unverzichtbarer Bestandteil der Unternehmens-Infrastruktur. Die unabdingbaren Backup-Szenarien werden dabei aber oft vernachlässigt. Hauptsache es gibt ein Backup, wie erfolgreich sich Date [mehr]
Workshop Medienspeicherung und Verteilung
Eigene Videos, Digitalfotos und MP3-Song immer und überall hören und sehen, ohne langes Suchen durch zentrale Medienspeicherung und Medienabruf vom PC, TV-Gerät und Handy aus. [mehr]
Test CA ARCserv Backup r12
Die jüngste Version der Backup-Software für Unternehmen weist im Management- und Sicherheitsbereich viele neue Funktionen auf. Was das Produkt in der Praxis leistet, hat sich IAIT angesehen. [mehr]
High-Speed-PLC-Modems der 200-mbps-Klasse
Powerline-Modems der jüngsten Generation versprechen Triple-Play-taugliche Heimvernetzung ohne neue Kabel ? die Hausstromleitung genügt. Wir haben getestet, wie viele der versprochenen 200 MBit/s in der Realität durch Stromnetz flitzen und ob Video- und [mehr]
Anzeige