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Test IAIT Tintri T880 V2

Leistungsfähiger Speicher für virtuelle Umgebungen

Die Anbindung von vSphere

Um den Speicher nun von unserer vSphere-Umgebung aus nutzen zu können, loggten wir uns beim vSphere Web Client ein und konfigurierten zunächst das Datennetz an einem eigenen virtuellen Switch. Danach fügten wir den VMstore als NFS-Datenspeicher hinzu. Der Ordnername des Speichers lautet "/tintri". Anschließend erkannte vSphere den VMstore und wir konnten mit der Arbeit anfangen. Die Inbetriebnahme ist also außerordentlich einfach und nahm bei uns - einschließlich Verkabelung - nur wenig mehr als 20 Minuten in Anspruch.

Nachdem der Speicher in unserer vSphere-Umgebung verfügbar war, clonten wir zunächst von vSphere aus diverse VMs auf den VMstore, damit wir etwas zum Arbeiten hatten. Danach aktualisierten wir die Appliance - wie schon gesagt im laufenden Betrieb - auf die aktuelle Version Tintri OS 4.0. Als dieser Vorgang abgeschlossen war, loggten wir uns beim Konfigurationswerkzeug ein und nahmen zunächst einmal den Funktionsumfang der Lösung unter die Lupe.

Das Management-Tool

Nach dem Login beim Browser-basierten Konfigurationswerkzeug im laufenden Betrieb landet der Administrator in einer Dashboard-Übersicht, die ihn detailliert über die Leistung des VMstore informiert. Es findet dort Angaben zu den aktuellen IOPS, dem Durchsatz, der Latenz und der Flash Hit-Ratio.

Das Web-basierte Konfigurations-Tool von Tintri informiert die Benutzer auch über den durch Komprimierung, Deduplizierung und Thin Provisioning eingesparten Speicher. (©Smartmedia PresSservice)

FlashFirst

In diesem Zusammenhang ergibt es Sinn, darauf hinzuweisen, dass die VMstore-Appliances mit Tintris FlashFirst-Technologie arbeiten. Diese soll dazu in der Lage sein, 99 Prozent aller I/O-Operationen vom Flash Speicher aus durchzuführen und so einen hohen Durchsatz bei niedrigen Latenzen sicher zu stellen. Wie bereits angesprochen, arbeitet die T880-Appliance mit einem hybriden Speicher, der sowohl aus Flash als auch aus normalen Festplatten besteht. Der Flash-Speicher sorgt im Betrieb für eine hohe Leistung, die Festplatten stellen sicher, dass genug Speicher für große Umgebungen vorhanden ist. FirstFlash kümmert sich nun mit diversen Deduplizierungs- und Komprimierungstechniken darum, dass die Menge der Datenübertragungen zwischen SSDs und HDDs minimiert wird. Gleichzeitig kommen die gleichen Technologien zum Einsatz damit möglichst viele Daten im Flash-Speicher verbleiben können. Im Betrieb analysiert das System genau die I/O-Operationen aller VMs und sorgt dafür, dass Metadaten und aktive Daten im Flash liegen. Nur "Cold Data" wird auf die Disk ausgelagert. FlashFirst profitiert davon, dass jede virtuelle Maschine ein aktives "Working Set" hat, das nur einen Bruchteil der gesamten VM ausmacht.

Nun aber wieder zurück zum Web-Interface: Abgesehen von den aktuellen Leistungsdaten bietet das Dashboard auch Trendinformationen an, die auf Daten basieren, die das System in der Vergangenheit gesammelt hat. Auch hier handelt es sich wieder um Informationen zu IOPS, Durchsatz, Latenz und Flash Hit-Ratio.

Abgesehen davon zeigt das Dashboard auch an, wie viele Performance-Reserven zur Verfügung stehen und wieviel Speicherplatz noch vorhanden ist. Beim Speicherplatz klärt das System sogar darüber auf, wie viel mit Technologien wie Deduplizierung, Kompression und Thin Provisioning (dazu später mehr) eingespart werden konnte. Die Zahl der auf ein anderes System replizierten Daten und Übersichten über die VMs, die am meisten Speicherplatz und am meisten Leistung brauchen, runden den Funktionsumfang der Dashboard-Übersicht ab.

Clones von virtuellen Maschinen lassen sich innerhalb von Sekunden direkt auf der Appliance anlegen. (©Smartmedia PresSservice)

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