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Test IAIT Tintri T880 V2

Leistungsfähiger Speicher für virtuelle Umgebungen

Quality of Service

Darüber hinaus ermöglicht es die VM-Übersicht unter anderem auch noch, VMs zu synchronisieren, wiederherzustellen und an den Flash-Speicher zu pinnen (auch dazu später mehr). Die Möglichkeit zum Festlegen der Quality-of-Service schließt den Leistungsumfang dieses Bereichs des Konfigurationswerkzeugs ab. Bei den Quality-of-Service-Einstellungen geben die zuständigen Mitarbeiter die maximalen und minimalen IOPS-Werte an, die die jeweilige VM benutzen darf. Im Fall von minimal könnte man auch sagen, dass diese Werte den VMs garantiert zur Verfügung stehen. Auf diese Weise lassen sich die VMs auf dem VMstore in ihrer Leistungsfähigkeit beschränken, beispielsweise um Service Level-Agreements abzubilden. Genauso besteht auch die Option, dafür zu sorgen, dass VMs, die besonders wichtige Dienste bereitstellen, mit Sicherheit stets erreichbar sind und beispielsweise nicht durch Rogue-VMs ausgebremst werden können.

Zusätzlich existiert auch noch eine Überblicksseite für die virtuellen Disks (vDisks). Auch diese erscheinen wieder in einer Liste mit Namen, IOPS, MBits pro Sekunde, Latenz sowie bereitgestellten GByte und benutzten GByte. Gleichzeitig stellt das System für die vDisks auch wieder Informationsgrafiken bereit, die denen für die VMs entsprechen (IOPS, MBit pro Sekunde, Latenz, Reserven, Flashnutzung und Platzbedarf).

Die letzte Übersicht befasst sich mit den Snapshots und präsentiert die Quell-VM, das Erzeugungsdatum, eine Beschreibung, eventuelle Änderungen in Bezug auf den Speicherbedarf und den Typ (automatisch oder manuell). An gleicher Stelle lassen sich auch Snapshots clonen und löschen.

Da stets der Status aller Leistungsressourcen im Konfigurationswerkzeug visualisiert wird, erfahren die zuständigen Mitarbeiter sofort, wie sich ihre Konfigurationsänderungen auf Latenzen und den Systemdurchsatz auswirken. Die VMstore-Lösungen sind mit den genannten Monitoring-Funktionen jederzeit dazu in der Lage, Latenzen im Netzwerk, bei einzelnen Hosts und im Speicher darzustellen. Damit haben die zuständigen Mitarbeiter ein sehr leistungsfähiges Werkzeug zum Optimieren ihrer virtuellen Infrastrukturen in der Hand.

Fährt der zuständige Mitarbeiter mit dem Mauspfeil über eine Performance-Grafik, so zeigt das System die der Grafik zugrundeliegenden numerischen Werte an. (©Smartmedia PresSservice)

Alerts

Der nächste Bereich des Konfigurationswerkzeugs umfasst eine Liste mit den Alerts. Diese erscheinen mit dem Zeitpunkt, der Nachricht (wie zum Beispiel "Imported clones to inventory") und ihrer Bedeutung. Die Administratoren können die Alerts jederzeit als gelesen markieren, archivieren und die Alert-Anzeige auffrischen. Es besteht auch die Option, sich Events anzeigen zu lassen, dabei handelt es sich um Systemereignisse, die in Log-Form erscheinen.

Unter "Settings" finden sich sämtliche Einstellungen zur Appliance selbst. Zunächst einmal haben die zuständigen Mitarbeiter hier die Option, die Daten-IPs festzulegen, unter denen der VMstore den Hypervisor-Managern erscheint. Zur Daten-IP-Konfiguration gehören auch die Netzmaske, das Gateway, die VLAN-ID, der SMB-Hostname der Name des NFS-Exports und ähnliches.

Unter "Hypervisor Manager" geben die zuständigen Mitarbeiter die Credentials an, mit denen sich der VMstore bei den Hypervisor-Managern anmeldet. Wie bereits gesagt, unterstützt das System dabei die Plattformen von Microsoft, Redhat und Vmware. "NFS Access" dient im Gegensatz dazu zur Zugriffsbeschränkung auf die NFS-Freigabe. Hier lassen sich bei Bedarf die IP-Adressen angeben, die den VMstore nutzen dürfen.

Mittels "Protection" stellen die zuständigen Mitarbeiter ein, ob das System automatisch Snapshots der VMs anlegen soll. Das ist stündlich, täglich, wöchentlich, monatlich und vierteljährlich möglich. Außerdem geben die Verantwortlichen an, wie lang die Appliance die Snapshots vorhält und welche Art von Snapshots das System erzeugt (Crash-Consistent oder VM-Consistent). An gleicher Stelle kann man auch Replikationen von VMs auf andere VMstore-Appliances konfigurieren.

Die Alert-Konfiguration dient zum Einrichten von E-Mail-Benachrichtigungen und SNMP-Targets. Im Test ergaben sich nach dem Update auf Tintri OS 4 und der Eingabe der richtigen SNMP-Credentials keine Schwierigkeiten. Es ist auch möglich, Log-Dateien an einen entfernten Server weiterzuleiten.

Wird eine VM an den Flash-Speicher "gepinnt" so steht den anderen VMs logischerweise weniger Flash-Kapazität zur Verfügung. (©Smartmedia PresSservice)

Der Autosupport-Bereich dient dazu, der Appliance zu erlauben, dem Tintri-Support automatische Reports mit dem Namen der Ansprechpartner, der dazugehörigen Mailadresse und Telefonnummer sowie dem Ort zu schicken und unter "DNS" findet die Konfiguration der DNS-Server statt. Interessanter ist der Management Access. Hier legen die Verantwortlichen nämlich fest, wer die Appliance verwalten darf. Neben einer lokalen Benutzerdatenbank unterstützt Tintri OS hierfür auch LDAP und das Active Directory.

Die nächsten Punkte dienen dem Hochladen und Anzeigen von Zertifikaten, der Zeitkonfiguration mit NTP-Server und dem Einbinden der eben erwähnten Verzeichnisdienste Active Directory und LDAP.

Mittels "LCAP" richten die Administratoren Link Aggregationen für das Admin-, das Daten- und das Replikationsnetzwerk ein und "Licenses" dient zum Aktivieren optionaler Komponenten wie ReplicateVM oder SyncVM. An gleicher Stelle lässt sich auch die Appliance-weite Verschlüsselungsfunktion aktivieren. Die restlichen Punkte der Systemeinstellungen befassen sich mit dem lokalen Passwort, der Konfiguration der Datenreplikation, der SNMP-Konfiguration, den Updates für Tintri OS und der bereits erwähnten Funktion zum Unterbinden der Thick Provision-Anfragen.

Über den Punkt "Diagnose" erzeugen die Mitarbeiter ein Support Bundle, generieren einen Autosupport-Report, sehen Logs und Bundles ein, greifen auf die Online-Hilfe zu und rufen die Support-Seiten auf. Zusätzlich haben sie auch die Möglichkeit, die Core Files des Systems durchzusehen.

Unter "Hardware" präsentiert das System im Gegensatz dazu eine Übersicht über die vorhandenen Speicherkomponenten und Controller mit ihrem Status sowie den Zustand des RAID-Arrays und der drei angeschlossenen Netze (Admin, Data und Replication). Außerdem stellt die Lösung noch Informationen zur Temperatur, dem Status der Netzteile und der Redundanz zur Verfügung. Bei den SSDs und Festplatten zeigt das Produkt darüber hinaus für jedes einzelne Gerät an, ob es sich um Flash handelt oder nicht, ob es ein Spare-Speicher ist und ob gerade ein Rebuild-Vorgang stattfindet.

Unter Hardware ist es außerdem möglich, Failovers anzustoßen, die Appliance neu zu starten und das System herunterzufahren. Punkte zum Ausloggen und eine Hilfefunktion mit FAQs, Glossar, Handbuch und ähnlichem schließen den Leistungsumfang des Web-Interfaces ab.

Die Konfiguration der Quality-of-Service-Einstellungen. (©Smartmedia PresSservice)

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