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Test IAIT Tintri T880 V2

Leistungsfähiger Speicher für virtuelle Umgebungen

Die Appliance im laufenden Betrieb

Im laufenden Betrieb verwendeten wir die T880, um die erwähnten VMs unter Linux und Windows zu betreiben. Dabei stellten wir fest, dass sich Clones sehr schnell anlegen lassen. So erzeugten wir beispielsweise über das Web-Interface 20 Clones einer VM unter Windows Server 2008 R2 und 30 Clones einer VM unter Centos 7. Diese standen schon nach wenigen Sekunden im Konfigurationsinterface der Appliance und kurz darauf auch im Interface unseres vSphere Web Clients zur Verfügung. Die Clones nehmen übrigens erst nach dem Einschalten und nach dem Auftreten von Veränderungen im Bezug zur Source Speicherplatz in Anspruch. Es ist übrigens jederzeit möglich, die Clones während des Anlegens mit Hilfe von Skripts automatisch an die jeweiligen Anforderungen anzupassen.

Möchte ein Administrator sicherstellen, dass eine VM mit einer besonders hohen Leistung arbeitet, so kann er mittels der "Pin to Flash"-Funktion dafür sorgen, dass die betroffene virtuelle Maschine ausschließlich im Flash-Speicher läuft. Dabei muss er sich allerdings darüber im Klaren sein, dass dieser Speicher dann nicht mehr für andere VMs verfügbar ist.

An dieser Stelle ergibt es Sinn, einmal auf die Methoden einzugehen, die Tintri einsetzt, um Speicherplatz zu sparen. Wir haben ja schon bei der Beschreibung des FlashFirst-Designs darauf hingewiesen, dass sowohl im Speicher, als auch bei der Replikation Deduplizierungs- und Komprimierungstechniken zum Einsatz kommen. In diesem Zusammenhang sollte man aber auch die automatische Umwandlung von Thick-Provisioned- in Thin-Provisioned-VMs nicht vergessen, die in manchen Umgebungen großen Nutzen haben kann. So brachten die Technologien zum Sparen von Speicherplatz in unserer Umgebung mit vielen Clones ohne Thin Provisioning einen um das 20,1-fache reduzierten Speicherbedarf, wir brauchten also 95 Prozent weniger Speicher als ohne die eben genannten Speichersparmaßnahmen. Die Deduplizierung brachte davon 91 Prozent (was bei vielen Clones auch einleuchtet), die Komprimierung vier Prozent. Mit Thin Provisioning erhöhte sich die Einsparung vom 20,1-fachen auf das 129,7-fache. Unsere Linux-VMs verfügten dabei über virtuelle Festplatten mit 70 GByte Kapazität, die Windows-Systeme konnten auf Festplatten mit 120 GByte Platz zugreifen. In solchen Szenarien wie dem unseren bringt das Thin Provisioning folglich sehr viel. Der Hersteller gibt übrigens an, dass die Komprimierungs- und Deduplizierungstechniken in typischen Arbeitsumgebungen für eine zwei- bis zweieinhalbfache Verringerung des Kapazitätsbedarfs sorgen sollten.

Die Integration von Active-Directory-Benutzern gestaltete sich im Test unproblematisch. (©Smartmedia PresSservice)

Die Anbindung von Hyper-V

Möchte ein Unternehmen Hyper-V-Hypervisoren zusammen mit seiner Tintri-Lösung nutzen, so muss es lediglich darauf achten, dass es ein funktionierendes Active Directory, eine gültige DNS-Konfiguration und eine lauffähige NTP-Umgebung hat. Weichen die Zeitzonen der Tintri-Appliance nämlich mehr als eine Minute von der der Windows-Umgebung ab, so kommt keine Integration zustande. Bei unserem Test hatten wir unseren Active-Directory-Server sowieso bereits als NTP-Server im Tintri-Konfigurationswerkzeug angegeben, deswegen ergaben sich keine Schwierigkeiten. Die Auto-Discovery-Funktion für Hyper-V-Hosts, die Tintri mit Tintri OS 4 eingeführt hat, macht die Einbindung von Hyper-V-Computern sogar besonders einfach. Auch hier gilt also, dass die zuständigen Mitarbeiter nicht viel Zeit einplanen müssen.

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